Orientierungslauf in Deutschland


09.-10.05.2015

Freiberg ruft zur DM

Vor über 800 Jahren begann der Aufstieg der Stadt Freiberg, welche aufgrund des Silberreichtums in der Region maßgeblich für den Wohlstand im Kurfürstentum Sachsen verantwortlich war. Durch den historischen Stadtkern der mittelsächsischen Stadt führen die Finalbahnen der Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz am Nachmittag des 9. Mai. Zur Qualifikation geht es am Vormittag über das Gelände der ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt. Ergänzt wird das nationale Wochenende durch einen Bundesranglistenlauf über die Langdistanz am 10.Mai.

Freiberger Obermarkt und Rathaus
Freiberger Obermarkt und Rathaus  Foto: Andreas Praefcke

Im hohen Mittelalter war Freiberg ein wichtiger Handelsstandort, was auch heute noch anhand des historischen Stadtkerns nachvollzogen werden kann. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften besteht im Finale die Möglichkeit den unter Denkmalschutz stehenden Stadtkern ausführlich zu erkunden und zu erleben, wobei die Gegebenheiten auch aus technischer Sicht von den Läufern ein hohes Maß an Konzentration fordern werden.

Die Qualifikation am Vormittag findet zunächst auf dem Campus der Bergakademie Freiberg statt. Im Jahr des 250-jährigen Jubiläums besteht dabei nicht nur das Universitätsmotto „Schätze heben“ sondern beim OL auch das Motto „konzentriert bleiben und Posten sicher finden“. Das Campusgelände mit zahlreichen Hochschulbauten bietet beim Sprint auch hier die verschiedensten Ansätze technisch anspruchsvolle Bahnen zu legen.

Universitätsgelände Freiberg
Universitätsgelände Freiberg  Foto: Robert Porter

Eine Abendveranstaltung und Siegerehrung im Ratskeller runden einen Tag mit vielen historischen Momenten ab. Das Erkunden der umliegenden bergbaulichen Gegebenheiten oder der Brauerei eröffnen im Rahmenprogramm weitere Möglichkeiten.

Nach den beiden schnellen Wettkämpfen geht es am Sonntag zum Bundesranglistenlauf über die Langdistanz in den Tharandter Wald. In diesem strukturieren zahlreiche Nebentäler eine hügelige Landschaft, die durch die Vielzahl an kurzen und mittleren Anstiegen hohe physische Anforderungen stellt. Es sind alle Grade an Laufbehinderung in vielfältiger und schneller Abfolge vorhanden.

Wald Bundesranglistenlauf
Wald Bundesranglistenlauf  Foto: USV TU Dresden

Aufgrund der Nähe zur Forstwissenschaftlichen Fakultät der TU Dresden in Tharandt ist dies historisch ein Waldgebiet, in dem viele Entwicklungen der Forstwirtschaft untersucht und vorweggenommen wurden. Dies sieht man bis heute anhand der Laubwaldbestände als auch unterschiedlich geformte Nadelwaldfluren.

Die Deutsche Meisterschaft am Samstag ist gleichzeitig als Weltranglistenlauf eingestuft. Offizieller Meldeschluss ist bei beiden Veranstaltungen der 15. April.


Mehr:
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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 26.03.2015

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