Orientierungslauf in Deutschland


Christian Teich mit neuem deutschen Rekord auf der Mitteldistanz

Nach der gestrigen Eröffnungsfeier wurden heute die ersten Medaillen bei der 26. Orientierungslauf Weltmeisterschaft vergeben. Von den drei deutschen Startern gelang Christian Teich das erhoffte Spitzenresultat. Als 22. verbesserte er deutlich das bisher beste deutsche Ergebnis auf der Mitteldistanz bei einer WM.

Bester Deutscher: Christian Teich
Bester Deutscher: Christian Teich

Mit einer frühen Startzeit ins Rennen gegangen, unterliefen Christian Teich auf der 6,6km langen Strecke mit 275hm nur wenige Fehler. Kurz vor dem Sichtposten, 2km vor Schluss, wurde der Radebeuler vom Ex-Weltmeister Emil Wingstedt aufgelaufen. „Wir konnten zusammen natürlich ein wenig mehr Druck machen, allerdings unterliefen uns auf der Schlussrunde auch noch 2 kleinere Fehler“, so Christian nach seinem Lauf. Dennoch reichte es am Ende für Platz 22 (inoffiziell), 4:20min hinter dem Sieger Thierry Gueorgiou aus Frankreich.
Für unseren zweiten Starter im Finale Leif Bader lief es nicht ganz so gut. „Läuferisch fühlte ich mich nicht top, und auch technisch hatte ich an der ein oder anderen Stelle Probleme“, berichtete er im Ziel. Das ein oder andere Mal machte sich dann auch noch die Verletzung aus dem Vorlauf bemerkbar, so dass er sich schlussendlich mit dem 41. Platz zufrieden geben musste.

Mitteldistanzbahn Herren
Mitteldistanzbahn Herren

Auch Karin Schmalfeld haderte bei ihrem ersten WM Finale seit 2006 mit ihrem Lauf und der ungarischen Kartenaufnahme. Wie auch schon im Qualifikationsrennen unterlief ihr gleich zu Beginn ein zeitraubender Fehler. Auf dem Weg zu Posten 4 kam sie von der Kompassrichtung ab und verwechselte daraufhin zwei große Senken. Durch schwammig aufgenommene Vegetation ließ sie sich dann weiter verleiten und büßte so fast 4min an diesem Posten ein. „Danach war das Rennen natürlich eigentlich gelaufen, dennoch versuchte ich weiter Gas zu geben“, sagte sie sichtlich enttäuscht im Ziel. Dass das Gelände technisch anspruchsvoll und physisch fordernd war, zeigen die hohen Siegerzeiten von 37min. Bei den Herren belegten hinter Gueorgiou die Schweizer Hubmann und Merz die Plätze 2 und 3. Die Damenkategorie gewann die Tschechin Dana Brozkova knapp vor Marianne Andersen (NOR) und Simone Niggli (SUI).
Morgen geht es weiter mit den Sprintqualifikationsläufen am Morgen und dem Finale am Nachmittag rund um den Zoo von Miskolc. Die deutschen Fans warten dann gespannt auf den ersten Start von Alexander Lubina bei dieser WM.

Text: Patrick Hofmeister
Foto/Karte: worldofo.com


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Autor: Tim Schröder
Eingestellt am 19.08.2009

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