Orientierungslauf in Deutschland


Jugend-EM: Junges deutsches Herrenteam holt Diplom-Platz

Bei den Jugend-Europameisterschaften in Kopaonik im Süden Serbiens hat das deutsche Herren-16-Team am Samstag im Staffelwettbewerb den sechsten Platz geholt. Bojan Blumenstein, Yannic Lippross (beide OSC Kassel) und Valtteri Kolehmainen (TSV Grünwald) sicherten sich das Diplom. Die Herren 18 wurden Neunte, die Damen 18 Zehnte.

Die erfolgreiche H16-Staffel: Bojan Blumenstein, Yannic Lippross, Valtteri Kolehmainen (v.l.)
Die erfolgreiche H16-Staffel: Bojan Blumenstein, Yannic Lippross, Valtteri Kolehmainen (v.l.)

Mit zwei JEM-Neulingen schaffte das junge deutsche Herrenteam den nicht ganz erwarteten Diplom-Platz. Nachdem der erfahrene Bojan Blumenstein als Startläufer das Trio als Fünfter gut ins Rennen brachte, kam Yannic Lippross bei seinem ersten internationalen Staffeleinsatz im dichten Pulk an achter Stelle liegend zum Wechsel. Valtteri „Valtzu“ Kolehmainen bestritt ebenfalls seinen ersten internationalen Staffeleinsatz, behielt aber Nerven wie ein Routinier. Noch auf der Sichtstrecke lagen die Schlussläufer, die um die Plätze fünf bis acht kämpften, dicht beieinander. Valtzu spielte seine läuferische Überlegenheit auf den letzten drei Posten aus und sicherte dem Team damit den sechsten Platz.

Valtzu Kolehmainen als Schlussläufer beim Zieleinlauf
Valtzu Kolehmainen als Schlussläufer beim Zieleinlauf

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten die Herren 18. Der Einsatz von Startläufer Franz Cruse (SV Robotron Dresden) war bis kurz vor dem Start wegen einer Bänderdehnung vom Vortag noch fraglich. Doch der Trainerstab konnte den Startläufer gut auf sein Rennen vorbereiten. Läuferisch nahezu ohne Einschränkungen kam er nach dem physisch sehr fordernden und orientierungstechnisch extrem anspruchsvollen Rennen mit nur geringem Rückstand als Neunter zum Wechsel. Dem JEM-Debütanten Andrei Kraemer (Post SV Dresden) gelang dann einen Tag nach einer nicht sehr zufriedenstellenden Langdistanz ein Top-Lauf auf der zweiten Staffelposition. Auf der Sichtstrecke tauchte er als Zweiter auf, leistete sich zwar noch einen kleinen Fehler auf der kurzen Schlussrunde, wechselte aber auf Sicht zur Silbermedaille als Vierter auf Felix Späth (OLG Siegerland). Dieser konnte allerdings die Vorgabe nicht verwerten. „Solche Wälder kann ich bei mir zuhause gar nicht trainieren“, sagte er enttäuscht nach dem Zieleinlauf. Er musste nach Fehlern auf der schwierigen Strecke noch einige Teams passieren lassen und brachte das Team auf Rang neun ins Ziel.

Komplex und physisch anspruchsvoll: das Staffelgelände
Komplex und physisch anspruchsvoll: das Staffelgelände

So wechselhaft es bei den Herren 18 auch zuging, gab es beim deutschen Damen-18-Team keine Bewegungen bei den Platzierungen während des gesamten Staffelrennens. Startläuferin Maria Lange (SV Mietraching) übergab als Zehnte auf ihre Vereinskameradin Anna Biller. Sie konnte keinen Boden gut machen und wechselte ebenfalls als Zehnte auf Schlussläuferin Resi Rathmann (SV Schmalkalden). Die D16erin im Damen-18-Team hielt diese Position und stellte damit sicher, dass alle drei deutschen Teams unter die ersten Zehn kamen. Ein D16-Team, das die Vorjahres-Medaille hätte verteidigen können, wurde von Jugend-Nationaltrainer Tim Schröder nicht nominiert.

Am Abend folgte bereits die offizielle Abschlussparty. Den Schlusspunkt der Jugend-Europameisterschaften setzt allerdings der Sprint-Wettbewerb, der am Sonntag ab 9.30 Uhr rund um die Lift-Talstationen des Skigebietes Kopaonik ausgetragen wird. Die Läufer wird aufgrund der starken Startüberhöhung dabei ein nicht ganz alltägliches „Downhill-Rennen“ erwarten.


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Website der Jugend-EM
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Autor: Nationalteam
Eingestellt am 04.07.2009

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