Orientierungslauf in Deutschland


Die internationale OL-Saison kann beginnen

Mit dem Slogan „Hung(a)ry for success“ bereitete sich das Nationalteam in der vorvergangenen Woche in und um Miskolc (Ungarn) auf die diesjährigen Saisonhöhepunkte vor. Dabei schienen Trainer und Athleten besonders „hungrig“ auf Umfänge, sprich Trainingsstunden, -kilometer und -höhenmeter zu sein. Das 23-köpfige Team aus dem Jugend-, Junioren- und Erwachsenenkader zeigte sich hochmotiviert und harmonierte.

Christoph Brandt am Staffel-Sichtposten
Christoph Brandt am Staffel-Sichtposten

In einem einfachem Hotel mit Halbpension, sehr nahe den Trainingsgeländen, verbrachte das Team 8 Trainingstage mit 13 hochwertigen Einheiten und dem täglichen Warm-Up im Angebot. Die Trainer Andreas Lückmann, Tim Schröder und Jan Birnstock hatten in zeitintensiver Vorbereitung Einheiten erstellt und Karten gedruckt, sowie vorort SI-Einheiten gesetzt, so dass die Athleten sich voll auf das Trainingsziel konzentrieren konnten und jede Einheit ein Erfolg wurde. In den hügligen Buchenwäldern des Bükk-Gebirges, wo auch die meisten WM-Läufe dieses Jahr statt finden werden, wurden beispielsweise Technikeinheiten, wie Fenster-OL und Routenwahltest, sowie schnelle staffelrelevante Einheiten mit Gegenerkontakt, wie Staffelstarts und Postenhatz, absolviert. Das Gelände war meist sehr gut belaufbar, aber physisch sehr fordernd. Da der Boden z.T. sehr steinig ist, war es zu dem oft koordinativ anspruchsvoll. Auch zwei Sprints und ein Laufbahntest gehörten zum Programm. Abgeschlossen wurde das hohe Trainingspensum mit dem Postas Cup. Unter Teilnahme anderer Nationalteams aus Norwegen, Finnland und der Schweiz konnten sich die A-, B- und C-Kader mit Weltmeistern bei den Wettkämpfen Mittel, Lang und Staffel messen, während die D/C-Kader einen Sieg nach dem anderen in den Klassen 16 und 18 erreichten. Erfreulicherweise gab es keine ernsthaften Verletzung im durchaus harten Gelände zu beklagen.
Neben dem Training blieb nicht viel Kraft und Zeit für Freizeitbeschäftigung. Die zwei freien Nachmittag wurden für einen Thermenbesuch, Stadtspaziergang oder Sommerrodelbahnfahrt genutzt. Beim herrlichem Wetter auf den Wettkampfwiesen, zu Tisch beim Essen oder erschöpft auf den Zimmern wurde aber trotzdem viel gelacht.

Alle Teilnehmer haben mit diesem Trainingslager einen großen und wichtigen Schritt in Richtung WM, JWM oder JEM gemacht und können stolz auf das Absolvierte sein. Die Zahlen im Trainingsplan von bis zu 19 Stunden, 181 Kilometern und 6050 Höhenmetern innerhalb von 8 Tagen sprechen für sich.

Ein großer Dank geht an den Förderverein für seine Unterstützung der Nationalmannschaft.


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Autor: Nationalteam
Eingestellt am 21.04.2009

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