Orientierungslauf in Deutschland


EM Rückblick

Die Fußball-EM steht vor der Tür, die OL-EM dagegen ist Geschichte. Aus deutscher Sicht war die Veranstaltung leider nicht viel mehr als eine Randnotiz. Nur drei Läufer gingen in Lettland an den Start. Erfreuliche Höhepunkte waren der 32. Platz von Christian Teich auf der Klassikbahn und der 2. Platz von Meike Jaeger im B-Finale über die Mitteldistanz – Resultate die durchaus auch von anderen Nationen in Ventspils positiv kommentiert wurden.

Was in Erinnerung bleiben wird, ist die gute Organisation vor Ort, die fantastischen Gelände und die spannenden Entscheidungen. Die zwei letzten fanden am Wochenende statt: Über die Mitteldistanz konnte sich Thierry Gueorgiou über seinen 3. Mitteldistanz-EM-Titel freuen. Die Gastgeber erreichten mit Martins Sirmais etwas überraschend eine Silbermedaille – die Stimmung unter den Zuschauern war entsprechend! Und Bronze ging an den Finnen Pasi Ikonen. Bei den Damen gab es eine Art offene finnische Meisterschaften. Die Finninnen feierten einen Dreifach-Sieg mit Heli Jukkola, Merja Rantanen und Minna Kauppi.

Daher war auch in der Staffel ein finnischer Sieg fest eingeplant. Minna Kauppi kommentierte bereits vor dem Rennen: „Wenn heute keine Goldmedaille herausspringt, wäre ich schon etwas enttäuscht.“ Um es kurz zu machen – sie wurde enttäuscht: Schweden siegte vor Russland und Finnland. Vor allem der vorletzte Posten auf der Strecke, der sehr schwierig ins halboffene Dünengelände gesetzt war, wurde vielen zum Verhängnis. Bei den Herren gab es den erwarteten Einlauf Russland vor der Schweiz. Platz 3 ging knapp an Finnland. Mats Haldin konnte sich im Spurt gegen Frankreich und Tschechien durchsetzen.

Die erfolgreichsten EM-Starter waren mit je zwei Titeln Anna Margarethe Hausken und Dmitrity Tsvetkov sowie Daniel Hubmann (3x Silber).

J. Birnstock


Autor:
Eingestellt am 05.06.2008

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