Orientierungslauf in Deutschland


Deutsche Meisterschaften im Sprint-Orientierungslauf in Hannover

Praktisch der komplette Nationalkader und alle Spitzenläufer der Jugend- und Altersklassen hatten am Samstag gemeldet, um die ersten offiziellen Deutschen Meisterschaften in der Sprint-Disziplin zu bestreiten. Selbst Dauerregen konnte die Teilnehmer nicht schrecken, waren es doch gleiche faire Bedingungen für alle.

Start der Qualifikation am Vormittag war das Kraftwerk in Linden. Die Route führte durch die Wohngebiete von Linden-Nord, über verwinkelte Schulhöfe und das Gelände des Faust e.V., der ehemaligen Bettfedernfabrik. Besucher des Wochenmarktes staunten nicht schlecht, als bunt gekleidete Läufer in Höllentempo zielstrebig auf Straßenecken und Parkbäume zusteuerten, wo sich die rot-weiß markierten Kontrollposten befanden. Weiter führte die Strecke über die Leine- und Ihmebrücken in den Georgengarten und von dort ins Ziel am Uni- Sportplatz.

Fast alle Favoriten konnten sich in ihren Vorläufen durchsetzen. Lediglich in der Damen-Hauptklasse kam es zu einem regelrechten Favoritensterben: Vorjahressiegerin der Bestenkämpfe, Ekatarina Zelenina, und drei weitere Medallienanwärterinnen, hatten nicht die optimale Route gewählt und mußten dem leistungsdichten Teilnehmerfeld Tribut zollen.

Am Nachmittag stand das Finale auf dem Programm. Vom Schneiderberg aus ging es durch die Nordstadt, rund um die verschachtelten Universitätsgebäude, durch den Welfengarten wiederum zum am Moritzwinkel. Selbst die sonst stark befahrene Nienburger Str. war eigens für den Lauf gesperrt. Die Läufer starteten im Minutentakt, der Vorlaufsbeste zuletzt, so daß sich die Spannung kontinuierlich aufbaute. Zwischenzeiten wurden vom Zuschauerposten am Niedersachsenoß vor dem Welfenschloß und Universitäts-Hauptgebäude übermittelt.

In der Herren-Hauptklasse hatte am Ende Alexander Lubina vom DJK Adler Bottrop die Nase vorn. Für die 3,2 Km Luftlinie, um die Häuserblocks eher 4 Km, und die 20 Kontrollposten brauchte er 15 Minuten und 9 Sekunden. Auf den Plätzen folgten Ingo Horst (TV 1898 Alsbach) und Sören Riechers (Bielefelder TG). Bei den Damen konnte Karin Schmalfeld von der BSG Halle-Ammendorf, Meisterin aller anderen Orientierungslauf-Strecken, Ihre Medalliensammlung um die neue Sprint-Disziplin erweitern. Zweite wurde Monika Depta (OLG Siegerland) vor Marie Winkler (USV Jena). In der weiblichen Jugend konnte sich Claire Sandevoir von der OLV Steinberg durchsetzen. Bei den jungen Männern gelang es Bjarne Friedrichs vom MTV Seesen als einzigen Vorjahressieger der Deutschen Bestenkämpfe, seinen Titel -diesmal als offizieller Deutscher Meister- zu verteidigen. Die kompletten Ergebnisse finden sich unter www.TKH-OL.de

Luis Moreton


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Eingestellt am 19.05.2008

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