Orientierungslauf in Deutschland


„Weichen stellen für die Zukunft“ – Turmhof Symposium in Lemgo

Ohne Frage, der deutsche Orientierungslauf befindet sich auf einer Talfahrt: Was mit der Einstellung der Zeitschrift OLI begann, setzte sich über den Absturz von der Homepage Orientierungslauf.de fort. Ganz zu Schweigen von den Streitereien innerhalb der OL-Familie, den Rücktritten von Entscheidungsträgern, einer dünnen Leistungsspitze in der Elite und der mangelnden Berichterstattung von nationalen und internationalen Wettkämpfen. Und über allem schwebend wie ein Damoklesschwert immer wieder die Frage der Finanzierung diverser Maßnahmen.


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Turmhofsymposium 2007
Turmhofsymposium 2007

Die Idee zu einem Symposium mit zukunftsweisenden Schritten kam von den Athleten der Nationalmannschaft und dem Förderverein OL. Insbesondere Patrick Hofmeister und Axel Fischer ist es zu verdanken, dass am vergangenen Wochenende (30.11.-2.12.2007) Bundestrainer, Vereinsvertreter, Athleten, Vertreter des Fördervereins und Funktionäre zum Turmhof Symposium nach Lemgo eingeladen wurden. 20 Teilnehmer – vor allem Trainer und Aktive – fanden den Weg dort hin und setzten sich intensiv mit aktuellen Themen wie Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit, Verbandsstrukturen, leistungssportlichen Rahmenbedingungen, Nachwuchsarbeit und der Qualität nationaler Wettkämpfe aus dem Blickwinkel des Leistungssports auseinander. Das von einigen befürchtete „Rumdiskutieren ohne Ergebnisfindung“ blieb aus. Im Gegenteil: Es wurden konkrete Handlungsanweisungen erarbeitet, Aufgaben verteilt und zudem Visionen für die Zukunft formuliert.


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Turmhofsymposium 2007
Turmhofsymposium 2007

Kurzfristig umzusetzende Handlungsanweisungen in Stichworten:
Einrichtung der Stelle eines „Spendenkoordinators“ durch den Förderverein.
Erstellung eines Online-Organigramms zur visuellen Darstellung der Aufgabenverteilung im deutschen OL.
Schaffung von Leistungszentren mit jeweils einem Hauptverantwortlichen (Dresden, Ostwestfalen, Skandinavien).
Erstellung eines Regelwerks zum Umgang miteinander, zunächst innerhalb des Nationalkaders.
Rekrutierung von OL-Anfängern, zum Beispiel durch Einbindung von ehemaligen D-Kader-Läufern.
Erstellung von Gütekriterien für Elite-Wettkämpfe (inklusive Evaluierungsangebot).
Neuaufbau von Orientierungslauf.de (zur Not mit Hilfe eines externen Experten).
Erstellung eines Kaderhefts mit weiteren Informationen etc. zum deutschen OL.

Die Schnittmenge aller Punkte ergibt: Es werden Ressourcen benötigt – finanzielle und personelle!

Die Athleten und Trainer sind motiviert, neue Wege zu bestreiten. Der Förderverein ist bereit, Gelder punktuell zu investieren. Wenn jetzt auch noch das TK am kommenden Wochenende auf seiner Tagung in Malente positive Signale setzt, dann kann der deutsche OL wieder ins Laufen kommen. Eins ist allen Anwesenden deutlich geworden: Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir den Abwärtstrend stoppen! Fragen und Ratschläge, aber auch Signale zur Mitgestaltung werden gerne von Christian Gieseler (christian.gieseler@web.de) aufgenommen und beantwortet.


Autor: Björn Risch
Eingestellt am 05.12.2007

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