Orientierungslauf in Deutschland


Erfolgreiche Jugend-Europameisterschaften [update]

Die Deutsche Jugendnationalmannschaft blickt auf eine erfolgreiche Jugend-EM zurück. Die Highlights im ungarischen Eger waren die Plätze 5 und 7 in Sprint und Langdistanz durch Christoph Prunsche und Bjarne Friedrichs sowie Platz 4 und 5 in der D16- und H16-Staffel. Komplettiert wurden diese Spitzenergebnisse bei der größten und am stärksten besetzten Jugend-EM aller Zeiten durch ein geschlossen gutes Mannschaftsergebnis.


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Die JEM-Mannschaft
Die JEM-Mannschaft

Bei der Jugend-EM, die in diesem Jahr so stark besetzt war wie nie, konnten sich erfreulich viele Deutsche gegen die Konkurrenz aus 27 Nationen behaupten, erstmals dabei waren unter anderem Dänemark und Finnland. Sowohl die Qualität als auch die Größe der Starterfelder hat gegenüber den vergangenen Jahren extrem zugenommen. Die stärkste Kategorie war die H18 mit 93 Startern, als "schwächste" Klasse hatte die D18 immer noch 81 Läuferinnen. Zum Vergleich: Bei der diesjährigen Junioren-WM sind 30 Nationen am Start, in der Damenklasse sind dort 97 Läuferinnen gemeldet. Die Qualität der Junioren-WM ist natürlich mit Sicherheit noch um einiges höher als die einer JEM, aber dennoch sieht man anhand der Zahlen wohin der Weg führt.


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Christoph Prunsche überrascht im Sprint
Christoph Prunsche überrascht im Sprint

Christoph Prunsche überrascht im Sprint


Für eine Überraschung sorgte Christoph Prunsche bei seinem ersten internationalen Einsatz. Der noch 14-jährige aus Lübbecke konnte sich in der mit 90 Leuten extrem stark besetzten Altersklasse H16 sehr gut behaupten und lief am Freitag im Sprint auf einen hervorragenden 5. Platz. In der historischen Altstadt von Eger gelang es neben Christoph noch 10 weiteren Deutschen, sich in der vorderen Hälfte des starken Teilnehmerfeldes zu platzieren. Hervorragend hier vor allem die Top-20-Plätze von Josephine Greiner (11.) und Maria Lange (17.) in der D16 sowie von Matthias Kretzschmar, Bjarne Friedrichs (beide zeitgleich 17.) und Paul Lützkendorf (19.) in der H18. Der Sprint zeichnete sich durch einige verwinkelte Gassen und enge Durchgänge aus, was einigen Wettkämpfern zum Verhängnis wurde. Ohne volle Konzentration vom Start bis ins Ziel war kein erfolgreicher Lauf möglich.

Bjarne Friedrichs erneut stark auf der Langdistanz


Das Langdistanzrennen fand am Samstag im Bükk-Gebirge einige Kilometer ausserhalb von Eger statt. Vorteilhaft war die hohe Lage des Wettkampfgebietes, im Gegensatz zu den während der Vorbereitungswoche und während des Sprints üblichen 30°C sorgten hier angenehme 23°C für gute Wettkampfbedingungen. In dem recht steilen Wald mit streckenweise sehr feinkupierten Passagen lief es wieder für einige Deutsche extrem gut. Dieses Mal war es Bjarne Friedrichs, der für das Highlight sorgte. In einem extrem umkämpften Rennen in der H18 erreichte der Vorjahreszweite in der H16 knapp am Diplomplatz vorbei Rang 7. - die von ihm im Ziel vorgelegte Führung von 1:30 min. hatte leider nur wenige Minuten Bestand. Nach einem verkorksten Sprintlauf konnte Franz Cruse sich heute rehabilitieren. Er lief mit einem gut eingeteilten Rennen auf Platz 10 in der H16 vor - unter 90 Teilnehmern eine Spitzenleistung! Christoph gelang abermals ein guter Lauf, dieses mal reichte es zwar nicht für ein Diplom, aber auch der 18. Platz im ersten Langdistanzrennen zeugt von seinem Potential. Paul Kossack als drittbester Deutscher war bereits auf Platz 23 zu finden. Das erfreuliche deutsche Ergebnis komplettierten die D16-Läuferinnen Maria Lange als 14., Johanna Schmidt als 17. und Josephine Greiner als 19.. Diese Konstellation ließ natürlich auf erfolgreiche Staffeln hoffen. Insgesamt konnten auch im Langdistanzrennen 11 der 15 Deutschen einen Platz in der besseren Hälfte des Feldes sichern, ein hervorragendes Teamergebnis.


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Die D16-Staffel bei der Siegerehrung
Die D16-Staffel bei der Siegerehrung

Zwei Diplome in der Staffel


Der gleiche Wald war auch Schauplatz des Staffelwettbewerbs. Nach den geschlossen guten Ergebnissen gerade in den beiden 16er-Klassen waren die Trainer natürlich zuversichtlich, dass gute Platzierungen auch in der Staffel möglich sind. Aufgrund der extrem großen Teilnehmerfelder war eine exakte Prognose allerdings schwer. Die Startläufer lieferten durch die Bank sehr gute Rennen ab und konnten so die Rückstände klein halten. Die vor dem Wettkampf ausgegebene Taktik schien aufzugehen. Hervorzuheben sind hier besonders die starken Läufe von Paul Kossack und Josephine Greiner, die in der H bzw. D 16 als 5. und 6. an die zweiten Läufer übergaben. Christoph Prunsche und Maria Lange erfüllten dann ihre Aufgaben voll und konnten die beiden Staffeln jeweils auf Rang 5 liegend an die Schlussläufer Franz Cruse und Johanna Schmidt übergeben. Franz hatte zum kurz vor ihm gestarteten Litauer zwar Sichtkontakt, konnte sich aber dennoch nicht vor ihn setzen. Trotz einer furiosen Schlussrunde - eine Minute Rückstand am Sichtposten verringerte er noch auf acht Sekunden - musste sich die H16-Staffel mit Rang 5 zufrieden geben. Ein dennoch hervorragendes Ergebnis bei 24 (!) gestarteten Staffeln. Unter anderem konnten auch die Schweizer in dieser Klasse geschlagen werden. Johanna erwischte einen abermals guten Lauf und arbeitete sich noch auf einen sicheren 4. Platz vor - und überquerte mit einem Lächeln im Gesicht die Ziellinie. Damit war der dritte Diplomplatz des Wochenendes sicher und die Mannschaft glücklich

Nicht ganz perfekt, aber dennoch zufriedenstellend verliefen die beiden 18er-Staffeln. Konnten in der H18 Max Röhnert und Paul Lützkendorf noch mit soliden Läufen den Anschluss an die Spitze halten und in einer großen und starken Tram auf Bjarne Friedrichs wechseln, so musste dieser seinem starken Lauf vom Vortag Tribut zollen und konnte das extrem hohe Tempo von Frankreich, Polen, Finnland, der Schweiz und Norwegen nicht mehr mitgehen. Am Ende sprang der 10. Platz unter 26 Staffeln heraus, ein Ergebnis mit dem man zufrieden sein kann. Der D18-Staffel gelang es, trotz der teils sehr durchwachsenen Läufe der Vortage ihr Potential abzurufen. Sandra Juras, Claudia Günther und Anne Fritsche konnten sich im Laufe des Rennens von Platz 13 auf ebenfalls den 10. Rang vorarbeiten und sorgten so für weitere Punkte in der Nationenwertung.

Damit ging eine sehr erfolgreiche und perfekt organisierte Jugend-EM zu Ende, die Ergebnisse machen Hoffnung auf eine gute Zukunft des deutschen OL. Und wer weiß, vielleicht gibt es bei der nächsten Jugend-EM (Oktober 2008 in der Schweiz) ja auch wieder eine Medaille für Deutschland...

Update: Nationenwertung


In der Nationenwertung konnte sich das Team in der Staffel noch auf den 7. Platz verbessern und damit Österreich überholen. Bei 28. Nationen bedeutet das das beste viertel, ein Top-Ergebnis. Betrachtet man nur die Staffel, so ist Deutschland viertbeste Staffelnation.

Die Nationenwertung:
1. Tschechien 1375 Punkte
2. Schweiz 1096,5
3. Russland 966,5
4. Polen 890
5. Ungarn 854,5
6. Estland 838,5
7. Deutschland 804,5
8. Frankreich 792,5
9. Österreich 727
...
28. Irland 11


Mehr:
Seite der JEM (Mit Ergebnissen)
Erlebnisbericht aus Sicht der Mannschaft

Autor: Tim Schröder
Eingestellt am 26.06.2007

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