Orientierungslauf in Deutschland


Mannschaftsmeisterschaft ist Geschichte

Am Team- Wochenende in den Flechtinger Höhen fand am Sonntag die letzte Deutsche Meisterschaft im Mannschafts-OL statt. Ab 2008 wird diese „exotische“ Disziplin des Orientierungslauf nur noch als Bestenkämpfe ausgetragen.

Das Gelände war im Gegensatz zur Staffelmeisterschaft am Vortag etwas grasbewachsener und von großen Dickichten durchzogen, die das Aufteilen schwieriger machten. Ein genauer Überblick über die tatsächlich belaufbaren Routen war notwendig, um die Posten geschickt unter den Mannschaftsmitgliedern aufzuteilen.

Bei den Herren gelang das am besten der Mannschaft von DJK Adler Bottrop. Sie setzten sich gegenüber Turbine Neubrandenburg und der TU Dresden durch.

Bei den Damen gewann der USV TU Dresden vor den Staffelmeisterinnen von der ASG Teutoburger Wald und dem OSC Kassel.-

Mannschafts-OL- eine Besonderheit aus Deutschland


Der Mannschafts-OL ist eine echte Besonderheit aus Deutschland. Drei Läufer starten zusammen. Die Bahn besteht aus Pflichtposten, die von allen Läufern der Mannschaft angelaufen werden müssen und Aufteilposten, die nur einmal pro Mannschaft benötigt werden. Die Herausforderung dieser Disziplin ist es, als Kapitän einer Mannschaft die Posten gerecht auf die Läufer zu verteilen und die Stärken und Schwächen jedes Läufers zu berücksichtigen. Beliebt war die Disziplin vor allem deshalb, weil auch Teams, die auf dem Papier „schlechter“ erschienen als andere, durch geschicktes Aufteilen ganz nach vorne kommen konnten.
Ein Exportschlager ist der Mannschafts-OL allerdings nie gewesen. Bei internationalen Meisterschaften und auch in den meisten IOF- Ländern ist er gänzlich unbekannt. Auch in Deutschland wurde die Disziplin immer unbedeutender, zuletzt gab es nur noch die Deutsche Meisterschaft, die in dieser Wettkampfform ausgetragen wurde.


Mehr:
Ergebnisse

Autor: Ingo Horst
Eingestellt am 11.06.2007

© 2001-2017 TK OLImpressum