Orientierungslauf in Deutschland


Nationale OL- Saison beginnt im Saarland

Endlich startete am Wochenende auch die diesjährige Nationale Orientierungslauf- Saison mit einer hochkarätigen Doppelveranstaltung: Am Samstag ein Mitteldistanz- Bundesranglistenlauf und am Sonntag die Deutsche Meisterschaft im Ultralangstrecken- Orientierungslauf.

Weit in Deutschlands Westen mussten die Orientierungsläufer fahren, denn als Ausrichter hatte der TV Bierbach in seine bergigen und zerklüfteten Wälder rund um die Burgstadt Kirkel geladen. Und die Reise hat sich nicht nur für die Gewinner und Platzierten gelohnt, denn es wurden zwei rundum gelungene und professionelle Wettkämpfe organisiert. Hier, in der Wiege des Saarländischen OLs, hatte Walter Traudt in wahrer Herkulesarbeit eine riesige Orientierungslaufkarte aufgenommen, die an beiden Tagen als Wettkampfgebiet diente.

Bundesranglistenlauf
Sozusagen zum „warmlaufen“ für die neue Saison fand am Samstag zunächst die Mittelstrecke statt. Im offenen, wegreichen und vor allem berg- und talreichen Wald wurde Mitteldistanz vom feinsten geboten. Mikroroutenwahlen, detaillierte Postenstandorte und schnelle Entscheidungen- Bahnleger Dirk Hartmann lies bei seiner Bahn keine Schwierigkeit aus.

Ultralangdistanz
„Das sollte mal wieder ein ganz klassischer Lang-OL werden,“ erklärt der Bahnleger Hilmar Wendler sein Konzept,“ ein Lauf, der die OLer läuferisch und o-technisch bis an die Grenzen bringt. Wo man die Idealroute quer über mehrere Berge hinweg suchen muss. Da schied der Schleifen-OL mit Massenstart, wie er die letzten Jahre praktiziert wurde, direkt aus.“ Stattdessen gab es individuellen Start auf einer 15km²- Karte, ultralange Routenwahlen und viele Höhenmeter (z.B. Herren Elite: 20,7km, 1055 Höhenmeter).
Der Sieger der Herrenelite war dann auch wie so oft vorher Ingo Horst vom TV Alsbach, der in 2:20:28 h vor Axel Fischer ( Bielefelder TG, 2:30:15) und Jens Köhler (Braunschweiger MTV, 2:30:42) gewann.

Bei den Damen siegte Monika Depta (OLG Siegerland, 1:56:30) vor Meike Jaeger (Gundelfinger TS, 2:03:03, und Sieglinde Kundisch (USV TU Dresden)


Ingo Horst gewann damit die allererste Deutsche Meisterschaft im Ultralangstrecken-OL 2000 und jetzt auch wieder die letzte, denn ab 2008 wird es den unbeliebten „langen Kanten“ wohl nicht mehr als Deutsche Meisterschaft geben. Stattdessen wird- wie international üblich- der Sprint in den Status einer Deutschen Meisterschaft gehoben.


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Autor: Tim Schröder
Eingestellt am 04.04.2007

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