Orientierungslauf in Deutschland


Darstellungsvorschrift für Sprint-Karten geändert

Zum 1. Januar 2007 hat die Kartenkommission der International Orienteering Federation (IOF) die Darstellungsvorschriften für Sprint-O-Karten auf Grund von Untersuchungen und Feldversuchen überarbeitet und als International Specifications for Sprint-O Maps (ISSOM) neu herausgegeben. Auch in Deutschland sind alle Kartenaufnehmer aufgerufen, die neuen Vorgaben umzusetzen damit Wettkämpfe in bestmöglicher Qualität stattfinden.


Warning: getimagesize(media/news_1_738.jpg): failed to open stream: No such file or directory in /home/www/live/12content.inc.php on line 9
Das genaue Einhalten der detaillierten Vorschriften garantiert faire Wettkämpfe.
Das genaue Einhalten der detaillierten Vorschriften garantiert faire Wettkämpfe.

Außer dem Vorwort wurden wesentliche Details überarbeitet. Die ISSOM 2007 enthält gegenüber der Fassung von 2005 die nachfolgend Änderungen.

In den Kapiteln 1 bis 4 wurden Rechtschreibfehler berichtigt und es wurde versucht, die Sprache und Struktur der Darstellungsvorschriften zu verbessern. Der Abschnitt 3.3 „Dimensionen der Kartensignaturen wurde hinzugefügt.
In einigen Vorschriften wurde das Wort „should“ (sollte) wurde in „shall“ (soll) geändert. Damit soll betont werden, dass Ausnahmen nur in unabweisbaren Fällen zulässig sind.
Im Abschnitt 3.2 (Höhenkurven) lautet die neue Formulierung z. B.: „Der Abstand der Höhenkurven soll in den beiden Maßstäben 1 : 5.000 und 1 : 4.000 entweder 2 m oder 2,5 betragen...

In Kapitel 5 (Definition der Signaturen) wurden zahlreiche kleine Änderungen vorgenommen. Neben meist sprachlichen Verbesserungen gibt es folgende wichtige Änderungen und Klarstellungen:


  • 421 Die minimale Strichbreite wird bei der Verwendung als Linienobjekt zur Harmonisierung mit anderen unpassierbaren Linienobjekten von 0,25 mm auf 0,4 mm geändert.
  • 526.1 Neu: Der Minimalabstand zwischen Gebäuden und zwischen Gebäuden und anderen unpassierbaren Objekten soll 0,4 mm betragen.
  • 529.1 Die Strichstärke der Ränder von befestigten Flächen soll in nicht bebauten Gebieten zur Verbesserung der Lesbarkeit 0,14 mm betragen. Die Strichstärke von Stufen soll immer 0,07 mm betragen. Die Zeichnung wurde entsprechend geändert.
  • 710 Die Signatur 710 (gefährliches Gebiet) aus den ISSOM 2005 wurde in den ISSOM 2007 gelöscht.



Änderung der Signaturbezeichnungen in Kapitel 5:






























Signatur-Nr. ISSOM 2005 ISSOM 2007
113 länglicher Hügel kleiner länglicher Hügel
418 deutlicher Baum deutlicher großer Baum
419 Busch oder Baum deutlicher Busch oder kleiner Baum
529.1 Stufe oder Rand von befestigten Gebieten Stufe oder Rand eines befestigten Gebiets
709 zeitweise gesperrtes Gebiet gesperrtes Gebiet


Kleine Änderungen in Kapitel 5:

  • 106 neu: „Die Strichstärke von sehr hohen Böschungen kann 0,37 mm betragen.“
    Änderung in der Zeichnung: Die Länge der Fallstriche beträgt mindestens 0,75 mm.
  • 109 Änderung in der Zeichnung: „max. 0,37“ wird in „min. 0,37“ geändert.
  • 402 neu: „Flächen, die im Kartenmaßstab kleiner sind als 10 mm2 sind als offenes Gelände (401) darzustellen.“
  • 509 Die Signaturnummer in Anführungszeichen für einen kleinen unbefestigten Fußweg oder Pfad wurde in Nr. 507 geändert.
  • 517 Die Erläuterung „sehr große Leitungsmasten sollen in voller Ausdehnung dargestellt werden“ wurde geändert in „sehr Leitungsmasten sollen in voller Ausdehnung oder mit der Signatur hoher Turm (535) dargestellt werden.
  • 521.1 „Breitere unpassierbare Mauern sollen in voller Breite dargestellt werden....“ wurde geändert in „Sehr breite unpassierbare Mauern sollen in voller Breite dargestellt werden....“
  • 537 „Große Denkmäler sollen mit ihrer tatsächlichen Ausdehnung dargestellt werden...“ wurde geändert in „Große massive Denkmäler sollen mit ihrer tatsächlichen Ausdehnung dargestellt werden...“
  • 709 Eingefügte Erläuterung in Anführungszeichen:
    „Die Signatur soll nur für die kurzfristige Aktualisierung der Wettkampfkarte verwendet werden...“ wurde geändert in „Die Signatur soll nur für die kurzfristige Aktualisierung der Wettkampfkarte verwendet werden (z. B. für Gebiete, die für die Wettkämpfer während des Wettkampfs gefährlich sein können oder sehr säte Änderungen im Wettkampfgelände).“



Die Beschreibungen der Signaturen „Passieren“ und „Kreuzen“ wurden überarbeitet und ie Zeichnungen eindeutiger gestaltet. Einige der ISOM Signaturbeschreibungen wurden in die ISSOM aufgenommen, wenn die Bedeutung der Signaturen identisch ist. Die Zeichnungen zu einigen Signaturen wurden deutlicher gestaltet.

In Kapitel 6 (Genaue Definition der Signaturen) wurden die Zeichnungen der Signaturen mit Angabe des Schwerpunkts aktualisiert und einige Fehler beseitigt.


Mehr:
IOF Seiten im neuen Design
ISSOM 2007 (PDF 600 kByte)

Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 30.12.2006

© 2001-2017 TK OLImpressum