Orientierungslauf in Deutschland


Erste MTBO-EM in Polen

Kurz und kompakt, ging am letzten Wochenende die erste MTBO- EM über die Bühne. Vor den Toren der polnischen Hauptstadt Warschau, warteten "schnelle" Wälder auf die Fahrer aus rund 25 Nationen. Für das deutsche Team starteten 5 Männer und 3 Frauen in den beiden Hauptklassen. Leider hatten sie jedoch nichts mit der Vergabe der Titel zu tun. Zur Siegerehrung erklangen die mittlerweile vertrauten Hymnen aus Finnland, Österreich und der Schweiz.

Den mit der Ausrichtung internationaler Wettkämpfe relativ unerfahrenen Polen gelang es, eine respektable EM zu organisieren. Flache Wälder mit einem dichten Wegenetz ermöglichten Rennen, die vor allem durch die hohen Geschwindigkeiten O-technisch entsprechend anspruchsvoll waren. Der Kartendruck war leider nicht immer auf internationalem Niveau. Und wie auch schon in Finnland gab es beim Informationsfluß während der Rennen doch einige Defizite. Vor allem letzteres ist nicht gerade förderlich, wenn man bestrebt ist, auch Zuschauer zu den Wettkämpfen zu locken. Sichtposten, eine große Tafel mit Zwischenständen oder kompetente Kommentatoren - all das suchte man vergeblich.

Drei offizielle Europameistertitel, jeweils für die Damen und die Herren gab es zu holen bei dieser ersten EM. Die finnischen Herren kümmerten sich darum, dass niemand sonst eine Goldene mit nach Hause nehmen durfte. Auf der Langstrecke gewann Topathlet Mika Tervala. Auf der Mitteldistanz wurde er mit 2 Sekunden Rückstand Zweiter hinter seinem Teamkollegen Keskinarkaus und vor Weltmeister Tompuri. Beinahe selbstredend, dass sie auch die Staffel für sich entscheiden konnten. Bei den Damen ging es etwas demokratischer zu. Michaela Gigon (Österreich), Christine Schaffner (Schweiz) und das Finnische Damenteam hießen hier die Siegerinnen.
Ähnlich wie zur WM gelang unseren Frauen und Männern nicht der ganz große Wurf. Jedoch sind der 8. Platz von Anke Dannowski und der 15. Platz von Holger Mager, jeweils auf der Mitteldistanz errungen, gute Ergebnisse, die es durchaus zu benennen lohnt. Bei konstanter Konzentration von Anbeginn des Rennens wäre für Anke das Podest auf jeden Fall drin gewesen und bei Maggi fehlten letzten Endes ein paar Körner um in die top ten zu preschen.


Mehr:


Autor: Falk Wenzel
Eingestellt am 09.09.2006

© 2001-2017 TK OLImpressum