Orientierungslauf in Deutschland


WM-Mittelstrecke: Platz zwölf für Karin

Karin Schmalfeld schaffte als einzige Vertreterin der deutschen Delegation den Einzug ins heutige Finale über die Mittelstrecke und auch wenn sie sich selbst nie konkret festlegen möchte – es ist sicher die für sie chancenreichste Disziplin. Platz 12 heißt es am Ende der letzten Einzelentscheidung der diesjährigen WM im dänischen Aarhus für Karin.


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Karin Schmalfeld, vier Posten vor dem Ziel der heutigen Mittelstrecke.
Karin Schmalfeld, vier Posten vor dem Ziel der heutigen Mittelstrecke.

Ein wenig bitter war das Lächeln im Ziel schon. Karin lag zu Beginn des Rennens in den Medaillenrängen und in der Arena wurde ihr Name vom enthusiastischen Sprecher Per Forsberg immer wieder ausgerufen.
Am Zuschauerposten, nach rund der Hälfte der Strecke fehlten Karin im Nachhinein 10 Sekunden zu Bronze. Hier realisierte sie erst, dass sie mit ihrem guten Lauf ganz vorn liegt: „Da wurde ich vorsichtiger, wollte keine Fehler machen.“ Im Heidekraut wurde es aber diffizil und unübersichtlich. Vegetationsvarianten auf der Karte waren in der Natur schwer zu unterscheiden. Hier schlichen sich kleinere Unsicherheiten ein. Außerdem wurden die Beine schwer – schließlich liegen bereits 5 harte Renne hinter ihr.
Um so mehr drehte die Konkurrenz auf. Besonders Titelverteidigerin Simone Niggli-Luder drehte - wieder einmal - mächtig auf und verdrängte Marianne Andersen noch um 17 lange .Sekunden vom Goldplatz.
Auch wenn morgen noch die spannende Staffelentscheidung ansteht, kann man schon resümieren. Karin beweist: Es ist möglich sich - in Deutschland trainierend - in die Weltspitze vorzuarbeiten. Dann braucht vielleicht noch das Quäntchen Motivation aus dem deutschen Verband über einen langen Zeitraum, um das Weltklasseniveau in eine Medaille umzumünzen. Aktuell darf noch die Frage gestellt werden: War die Entscheidung für Karin, genau so wie Ausnahmeathletin Simone Niggli-Luder alle vier Disziplinen in Angriff zu nehmen richtig?


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Die Fans vor Ort sind so wichtig!
Die Fans vor Ort sind so wichtig!

Das Rennen der Männer, leider ohne deutsche Beteiligung, war ebenfalls extrem spannend. Titelverteidiger Thierry Gueorgiou wurde in einem packenden Rennen vom Norweger Holger Hott Johansen entthront.
In der Arena hatten sich bei meist sonnigen Wetter rund 4000 Zuschauer eingefunden und bekamen eine sehr gute Veranstaltung geboten, natürlich von den Athleten aber auch von den Ausrichtern.
Das fast komplette Technische Komitee fand am Rande der heutigen Veranstaltung heute Zeit, eine kurze Sitzung zu aktuellen Themen abzuhalten.


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Sieger bei den Männern: Holger Hott Johansen. Der Norweger ist in Deutschland durch seinen Sieg beim Weltcupfinale in Dresden noch gut bekannt.
Sieger bei den Männern: Holger Hott Johansen. Der Norweger ist in Deutschland durch seinen Sieg beim Weltcupfinale in Dresden noch gut bekannt.
























Weltmeisterschaften - Mittelstrecke
Gjern Bakker, 04.08.2006
Damen, Luftlinie 5.2km, 200 Höhenmeter, 22 Posten
1. Simone Niggli-Luder SUI 33:58,1
2. Marianne Andersen NOR 34:20,5
3. Tanja Riabkina RUS 36:13,9
12. Karin Schmalfeld GER 39:03,0

Herren, Luftlinie 6.3km, 240 Höhenmeter, 23 Posten
1. Holger Hott Johansen NOR 35:49,4
2. Jarkko Huovila FIN 35:58,3
3. Jamie Stevenson GBR 36:00,0


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Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 04.08.2006

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