Orientierungslauf in Deutschland


WM - Männerstaffel mit solider Leistung

Mit einer guten Staffelleistung verabschiedet sich das deutsche Team von der diesjährigen Weltmeisterschaft in Japan. Der zu den schnellsten Startläufern der Welt gehörende Ingo Horst startet fulminant und schickt WM-Neuling Christian Teich auf Platz 6 mit 1 Minute Rückstand zu den späteren norwegischen Weltmeistern ins Rennen.


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Leider geplatzt - die Damenstaffel bestand nur noch aus Gunda Fischer und Elisa Dresen
Leider geplatzt - die Damenstaffel bestand nur noch aus Gunda Fischer und Elisa Dresen

Christian Teich schlug sich hervorragend, verlor nur einen Platz. Das stellte für Axel Fischer, der ebenfalls seine erste WM-Staffel lief und dies gleich an letzter Position, eine schwere Aufgabe dar. Er verliert, vorhersehbar, 6 Plätze im Feld der starken Weltklasseläufer, wie zum Beispiel die frischgebackenen Medaillengewinner Andrey Khramov und Chris Terkelsen. Platz 13 stellt aber zum Vorjahr eine Steigerung um zwei Plätze dar.

Die deutsche Damenstaffel lief mit Elisa Dresen und Gunda Fischer an, wobei von vornherein klar war, dass Schlussläuferin Anke Xylander wegen ihrer tief sitzenden Infektion der Atemwege sicherheitshalber nicht starten durfte. Sie wird sich zu Hause in Stockholm intensiv um eine medizinische Untersuchung kümmern.
Weil aus Kostengründen nur drei Läuferinnen nach Japan reisen konnten, konnte auch keine Ersatzläuferin an der Start gehen. Wunderläuferin Simone Niggli machte als Schlussläuferin ihrer Schweizer Staffel die Goldmedaille perfekt und wiederholt damit ihren phänomenale Leistung von 2003, als sie bereits alle vier WM-Disziplinen gewann.


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Axel Fischer läuft seine erste WM-Staffel und dann gleich als Schlußläufer mit der meisten Verantwortung.
Axel Fischer läuft seine erste WM-Staffel und dann gleich als Schlußläufer mit der meisten Verantwortung.

Brennende Sonne und steile Berge prägten wieder das Bild des heutigen Staffellaufes. Die japanischen Zuschauer feuerten wieder wie wild ihre Athleten an, spendeten aber auch allen anderen viel Beifall und Unterstützung. Die deutschen Schlachtenbummler wirkten etwas enttäuscht, weil sie insgeheim hofften, dass drei Ingos am Start seien.

Die erfolgreiche, gut organisierte WM, erstmals auf dem asiatischen Kontinent ausgetragen, geht heute Abend mit dem Bankett und einer lockeren Party der Sportler, sicher bis in die Morgenstunden, zu Ende.
Die japanischen Organisatoren haben wirklich extrem hart gearbeitet. Karten, Bahnen, Start, Ziel waren sehr gut präpariert. Teilweise aus kulturellen Unterschieden, teilweise aus sprachlichen Gründen, gab es hier und da Verständigungsprobleme, die aber immer mit einem Lächeln und viel Engagement überwunden wurden.

Im nächsten Jahr, vom 1. - 5. August treffen sich die besten Orientierungsläufer der Welt wieder, dann in Dänemark. In einem der Kernländer des OL wird das Spektakel sicher riesig. Es wird dort mit technischen Hilfsmitteln definitiv noch viel spannender für Zuschauer vor Ort. Bereits jetzt werden außerdem Live-Fernsehübertragungen in verschiedenen Nationen geplant.
Das Deutsche Team wird dann auch wieder verstärkt am Start sein, zum Beispiel mit der World Games Silbermedaillengewinnerin in diesem Jahr Karin Schmalfeld.

Originalton Gerd Schote (4:30 min, 770 kByte, mp3)

Weltmeisterschaften in Aichi (Japan), 14.08.2005
Staffel, Onikubo Fureal Hiroba
Frauen, 3 mal 5,1 km Luftlinie, 340 Höhenmeter, 17 Kontrollposten
1. Schweiz 2:07:46
2. Norwegen 2:09:28
3. Schweden 2:10:35

Männer, 3 mal 6,6 km Luftlinie, 460 Höhenmeter, 19 Kontrollposten
1. Norwegen 2:16:48
2. Frankreich 2:17:16
3. Schweiz 2:17:48
13. Deutschland 2:32:02
(Ingo Horst, Christian Teich, Axel Fischer)


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Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 14.08.2005

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