Orientierungslauf in Deutschland


Rekordbeteiligung bei der Jukola

Sie ist der größte Orientierungslauf-Staffelwettbewerb der Welt: Die finnische Jukola. Doch am Wochenende gab es bei dem Wettkampf in Sippola, rund 150 Kilometer nordwestlich von Helsinki, zudem einen neuen Rekord: 1375 Teams (à sieben Läufer) gingen bei den Herren an den Start - laut Versanstalterangaben so viel, wie nie zuvor. Und auch im Damenwettbewerb, der Venla waren rund 860 Vierer-Teams gemeldet. Die deutschen OLer schnitten bei dem Massen-Event mit ihren skandinavischen Teams allerdings eher durchwachsen ab. Das einzige deutsche Vereinsteam hingegen beendete die Jukola hochzufrieden.


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Karin Schmalfeld wurde mit Leksands OK 16. und war damit beste deutsche Teilnehmerin bei der Venla.
Karin Schmalfeld wurde mit Leksands OK 16. und war damit beste deutsche Teilnehmerin bei der Venla.

Wenig überraschend war der Ausgang der Venla, zählte doch Ulricehamns OK (Schweden) zu den Favoriten. Platz zwei sicherte sich Rastikarut (Finnland) vor Stora Tuna IK (Schweden).
Karin Schmalfeld brachte als Schlussläuferin ihren schwedischen Verein Leksands OK auf Rang 16 über die Ziellinie. Angesichts des fünften Platzes vom Vorjahr und dem Sieg beim Spring-Cup in diesem Jahr ein eher ernüchterndes Ergebnis. Karin konnte mit ihrem Lauf allerdings zufrieden sein. Aus der Vorgabe, die sie von ihren drei Vorläuferinnen bekommen hatte, holte sich noch fast das Optimum heraus.
"Dennoch überlege ich mir, ob ich nächstes Jahr wieder diesen Kurztrip mache", meinte die mehrfache Deutsche Meisterin. Sie war extra für die Venla am Wettkampftag angreist und tags darauf schon wieder zurückgekehrt. "Das nächste Mal sollte man vielleicht ein paar Tage vorher hinfliegen und sich vernünftig vorbereiten", sagte sie.
Elisa Dresen kam im zweiten Team von Paimon Rasti zum Einsatz. Das war zwar nicht ganz ihre Zielsetzung, dafür zog sie sich mit der Reserve ihres finnischen Vereins als 37. achtbar aus der Affäre.
Christiane Tröße belegte mit ihrem norwegischen Klub IL Gulev Rang 142.


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Die Favoritinnen von Ulricehamns OK mit Stina Grenholm, Alexandra Vejedal, Simone Niggli-Luder und Jenny Johansson (v.l.) hatten genug Vorsprung für eine Ehrenrunde im langen Zielkanal.
Die Favoritinnen von Ulricehamns OK mit Stina Grenholm, Alexandra Vejedal, Simone Niggli-Luder und Jenny Johansson (v.l.) hatten genug Vorsprung für eine Ehrenrunde im langen Zielkanal.

Bei den Herren herrschte dichtes Getümmel im Wald. Ohnehin ist die Jukola ein ungemein stimmungsvoller Wettkampf, der sich von 23 Uhr bis in den folgenden Vormittag zieht. Aufgrund des Datums nahe der Sommersonnenwende wird es allerdings nie wirklich dunkel, was der Veranstaltung ein besonderes Flair verleiht. So auch dieses Jahr bei schönem und warmen Wetter.
1375 Startläufer brachten das Gelände beim Startschuss zum Beben. Ein Vielfaches an Zuschauern (geschätzte 10.000) sorgte für beste Stadionatmosphäre.
Vor allen Dingen beflügelte das Kalevan Rasti. Der finnische Verein siegte sehr zum Gefallen des heimischen Publikums vor den norwegischen Favoriten von Halden SK und dem finnischen Verein Vehkalahden Veikat.


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Schlussläufer Patrick Hofmeister auf dem Weg, den MTK Bad Harzburg als 197. ins Ziel zu bringen und damit für das beste deutsche Vereinsergebnis zu sorgen.
Schlussläufer Patrick Hofmeister auf dem Weg, den MTK Bad Harzburg als 197. ins Ziel zu bringen und damit für das beste deutsche Vereinsergebnis zu sorgen.

Kein gutes Renen erwischten Torben Wendler und Christian Teich auf der sechsten Strecke. Beide leisteten sich grobe Schnitzer und waren mit ihren ambitionierten Teams Halden SK 3 (Norwegen) und OK Hällen (Schweden) auf den Plätzen 67 und 77 nicht zufrieden.
Ganz anders beim einzigen deutschen Vereinsteam, das dieses Jahr an den Start ging. Der MTK Bad Harzburg kam bei seiner Jukola-Premiere auf Rang 197. Für das Team in der Besetzung André Kwiatkowski, Thilo Bruns, Eike Bruns, Lars Pieper, Sven Meder, Christoph Hofmeister und Patrick Hofmeister bedeutete das die beste Platzierung, die je ein deutscher Verein bei der Jukola geholt hat.


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Autor: Eike Bruns
Eingestellt am 21.06.2005

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