Orientierungslauf in Deutschland


Testen inkognito - Trainingslager des Bundeskaders in Brno (Cz)


Zu testen, wie gut man auf verschiedenen Staffelpositionen mit den jeweiligen Aufgaben als Startläufer, Schlußläufer oder an zweiter Postition zurechtkommt, dass war eine der Hauptaufgaben während eines viertägigen Trainingslagers des Bundeskaders in Brno (Tschechien).


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Jörg Meyer am Sichtposten
Jörg Meyer am Sichtposten

Die anstehenden Meisterschaften über die Kurzstrecke und berufliche Gründe waren wohl hauptsächlich ausschlaggebend für eine eher geringe Beteiligung am Trainingslagerund einen hohen Anteil an jüngeren Kaderläufern. Effektiv führte dies zu einer Konstellation aus 6 Aktiven und 3 Trainern - eine seltene aber durchaus positiv zu bewertende Situation. So blieb viel Zeit, um die Läufe vor- und nachzubereiten und für individuelle Gespräche.
Die erste Einheit, ein Linien-OL zur Einstimmung auf Kartenaufnahme und Gelände, ließ die zu erwartenden Schwierigkeiten während der kommenden Wettkämpfe deutlich werden: steile Hangpassagen und tiefe Täler, grüne undeutliche Gebiete sowie Abbrüche mit Felsen.


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Dickicht und Felsen  - Sprint in Brno
Dickicht und Felsen - Sprint in Brno


Ernst wurde es dann am Samstag und Sonntag bei der Teilnahme an den Staffelwettkämpfen - die Größenordnung nach Teilnehmern war ungefähr wie bei deutschen Staffelmeisterschaften!
Durch die unterschiedliche Zusammenstellung der zwei Herren- bzw. einer Damenstaffel bei den zwei Läufen am Wochenende war es möglich, auch mal auf weniger beliebten Positionen Erfahrungen zu sammeln. Dabei war es durchaus erwünscht, "Übertempo" mit einer Tram mitzugehen oder eine riskoreichere Route zu wählen, um noch eine Postition gut zu machen. Das Ergebnis war ausdrücklich Nebensache, zudem würden "irgendwo in Tschechien" auch nicht sofort nach einem schlechten Lauf viele andere Läufer kommen und Fragen: "Was war denn HEUTE bei dir los??". Nein, diese Teilnahme sollte ganz bewußt eine Grenzerfahrung werden: die Tempogrenze kennenlernen, bis zu der man noch sicher läuft; die Routen einschätzen lernen, die man vielleicht bewußt alleine läuft oder lieber laufen sollte etc...
Dabei waren die Ergebnisse durchaus gut: Bei den Damen, die leider nur zu zweit in der Staffel starteten (der schlußlaufende Herrentrainer war somit jeweils Grund für die Außer-Konkurrenz-Wertung) ein fünfter Platz nach der zweiten Strecke am Sonntag, bei den Herren ein siebter Platz bei den Herren am Samstag.


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steile Felsabbrüche - Staffel am Sonntag
steile Felsabbrüche - Staffel am Sonntag

Zur Abwechslung und zum richtigen Auspowern gab es zwischen den Staffelwettkämpfen noch die Möglickeit, an einem Sprintwettkampf in Brno teilzunehmen. Das Gelände, ein kleiner, sehr steiler Stadtwald mit vielen Grünstufen, einigen Höhenkonturen und Felsen war durchzogen von zum Hang parallelen Wegen. Im gleichen Gebiet hatte schon vor wenigen Jahren ein WeltCuplauf stattgefunden, doch diesmal beschränkte sich die Bahnlegung nur auf den bewaldeten Teil und ließ die Siedlungsgebiete außen vor. Wichtig war vor allem eine schnelle Routenwahlentscheidung zu treffen und sich dabei nicht vom Dickicht abschrecken zu lassen.
Auch hier galt es wieder zu experimentieren, mit hohem Tempo Fehler zu provozieren bzw. sich an Risikorouten zu probieren.

Der Ausklang des Trainingslagers gestaltet sich am Montag nach den drei Wettkämpfen mit zunehmend müden Beinen als Routenwahl-Testlauf. Dabei wurden, mit den aus den Staffelläufen gesammelten Erfahrungen, vorher Routen besprochen und dann läuferisch auf ihre Qualität hin überprüft.
Insgesamt ein gelungener Belastungshöhepunkt vor den nächsten Wettkämpfen mit guter Betreuung und Organisation sowohl durch Trainer als auch durch die Veranstalter (nur die Ergebnisse vom Samstag hatten den Namen "Schnellwertung" nicht verdient"). Auf jeden Fall haben die dabeigewesenen Lust auf mehr - und wenn es die WM 2008 in Tschechien ist - wo es mindestens genauso steil wird wie im Trainingslager.


Mehr:
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Autor: Leif Bader
Eingestellt am 17.05.2005

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