Orientierungslauf in Deutschland


Nach der WM: Fazit und Ausblick

"Das war mehr, als zu erwarten war", fasste Ski-OL-"Bundestrainer" Henning Bruns die mit der WM in Finnland am Freitag zu Ende gegangene Saison zusammen. Der Beauftragte für Ski-OL im TK äußerte sich vor allen Dingen positiv über die deutsche Beteiligung bei der JWM durch die Brüder Sebastian und Florian Bergmann: "Man sieht, wir haben wieder eine Zukuft."


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Das deutsche Team bei der WM in Finnland (v.r.): Bernd Kohlschmidt, Sergej Sonnenberg und Eike Bruns
Das deutsche Team bei der WM in Finnland (v.r.): Bernd Kohlschmidt, Sergej Sonnenberg und Eike Bruns

Diese gelte es nun weiter zu fördern und auszubauen, resümierte Henning Bruns. Erfreulich seien auch die guten Ergebnisse von Bernd Kohlschmidt bei der gerade beendeten WM im nordfinnischen Levi. Das alles würde zeigen, dass es nach dem auch international drohenden "Tod" der Sportart, der noch vergangenes Jahr recht nahe schien, weiter gehe.
Zusammen mit den gelungenen Deutschen Meisterschaften in Masserberg im Thüringer Wald sei die Saison damit gut verlaufen, allerdings nicht ganz ohne Wermutstropfen.

Zum einen fehlte kurzfristig ein dritter Junior, der eine Staffel bei der JWM ermöglicht hätte. Zum anderen war die Personalsituation bei den Erwachsenen in diesem Jahr vertrackt. Bei den Herren sorgten vor allen Dingen berufliche Probleme für personelle Engpässe, bei den Damen zum Teil gesundheitliche dafür, dass gar nicht erst ein Damenteam zustande kam.
Dennoch geben die Ergebnisse von Bernd Kohlschmidt und von den Bergmann-Brüdern Grund zu Optimismus. Die Leistung der letzteren beiden wurde am besten bei den Deutschen Meisterschaften bei den vergleichbaren Bahnen deutlich und zeigte, wie nahe die noch jungen Junioren schon am Herrenbereich dran sind.

Und so wird es weitergehen: Nächstes Jahr wird wieder ein reines Weltcup-Jahr mit drei Runden in Finnland, Lettland und Russland. In Lettland wird parallel die Masters-WM ausgetragen und in Russland parallel die JWM. Das ist jedenfalls der Stand, der auf dem offenen Ski-O-Kommitee-Treffen der IOF, bei dem auch IOF-Präsident Ake Jakobsson zugegen war, am Rande der WM in Levi publik gemacht wurde. Allerdings stellten die Russen zur Diskussion, Weltcup und JWM auseinander zu ziehen (beides in unterschiedlichen Regionen rund 300 km entfernt von Moskau zu unterschiedlichen Zeitpunkten), was auf deutliche Ablehnung stieß.
Die russiche Weltcuprunde wird auch Vor-WM, denn die WM, die künftig wie gewohnt wieder alle zwei Jahre stattfinden wird, wird 2007 in Russland ausgetragen - zumindest solange nicht der kurzfristigen Eingabe der Russen, Kasachstan könnte doch aus wirtschaftlchen Gründen ganz gut die WM 2007 gebrauchen und ausrichten, stattgegeben wird.
Der Weltcupplan 2008 liegt noch nicht vor, könnte aber dann Weltcuprunden eben in Kasachstan und Japan beinhalten. Denn 2009 findet die WM im japanischen Saporro statt. Eine unter vielen Nationen umstrittene Entscheidung der IOF, da der finanzielle Aufwand von den meisten Nationalteams kaum zu bewältigen sei. Ake Jakobsson quittierte die Einwände mit der Feststellung, wenn Ski-OL zu den Olympischen Spielen will, was die meisten Nationen laut einer IOF-Umfrage wollen, müsse es auch international sein und nicht nur in Europa, sondern weltweit stattfinden. Eine Aussage, die auf geteiltes Echo stieß, denn, so die Gegenmeinung, man könne vielleicht erst an anderen Stellen ansetzen, um zu den Olympischen Spielen zu kommen. An der WM 2009 in Japan, auf die das deutsche Team jetzt schon anfangen kann zu sparen, wird jedenfalls wohl nicht mehr gerüttelt.


Autor: Eike Bruns
Eingestellt am 17.03.2005

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