Orientierungslauf in Deutschland


MTBO- WM: Keine weiteren deutschen Wunder

Nach den Hammer- Ergebnissen unserer Damen auf der Langstrecke, gelang es dem deutschen Team nicht, noch einmal für einen Paukenschlag zu sorgen. Auf der Mitteldistanz mussten beide Heldinnen ihren hohen physischen Anstrengungen Tribut zollen und auch in der Staffel lief es nicht reibungslos.

Zeigt her eure Medaillen! Anke und Antje sind zurecht stolz auf das Erreichte!
Zeigt her eure Medaillen! Anke und Antje sind zurecht stolz auf das Erreichte!

Antje erkämpfte sich eine „8“bare Platzierung, während Anke mit „Blei in den Beinen“, aber einem Lächeln auf den Lippen mit 6 min Rückstand auf die Siegerin Michaela Gigon aus Österreich 18. wurde. Bei den Herren fuhr wiederum nur Holger Mager richtig gut, auch wenn es bei Platz 33 nicht den Anschein danach hat. Es war aber ein für MTBO- Verhältnisse knappes Rennen, bei dem jeder kleine Fehler durch die Gegner bestraft wurde. Lediglich 2 Minuten fehlten ihm zum „Wunschergebnis“ Platz 15. Ronny Klinke hatte sich sicher auch mehr erhofft, als einen 66. Platz. Ganz zu schweigen von Axel Deinert, der im Saisonverlauf sehr ambitioniert auf diese WM hingearbeitet hatte und dann mit Platz 72 vorlieb nehmen musste.

Das deutsche Team in Autralien
Das deutsche Team in Autralien

Fast folgerichtig fuhren dann neben Holger Mager die beiden Damen in der Staffel, was natürlich das Dilemma deutlich machte, in dem sich unser Team befand: Auf der einen Seite zwei indisponierte Männer und auf der anderen Seite keine dritte Fahrerin, die eine mit großen Medaillenchancen versehene deutsche Damenstaffel hätte komplettieren können. Am Ende wurde es ein 16.er Platz. Ein Ergebnis, welches sicher nicht das Erhoffte widerspiegeln konnte. Das war aber mit Sicherheit kein allein deutsches Phänomen. Einige, der hochgehandelten Favoriten mussten sich mit hinteren Platzierungen zufrieden geben. So kamen der jetzige Ex- Weltmeister Jussi Mäkilä aus Finnland, Alex Randall aus Australien oder Jaroslav Rygl aus Tschechien „nur“ in der Staffel zu Medaillenehren. Während die Staffel“Geheimtipps“ Schweiz und Russland gleich ganz ausfielen.

Das erste Resümee der WM überstrahlen natürlich die beiden Einzelmedaillen unserer Damen, jedoch ist schon zu hinterfragen, woran es lag, dass unsere Herren (mal abgesehen von Holger Mager) nicht die erhofften Leistungen bringen konnten und welche Konsequenzen man daraus zu ziehen hat in Vorbereitung auf die nächste Saison. In der wird es, wie die neue Regelung beim OL auch wieder eine WM geben und die ist dann in der Slowakei. Das ist bekannter Maßen deutlich näher als Australien, so dass eine „echte“ Herrenstaffel und ein vollzählige Damenstaffel kein Problem sein sollten.


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Autor: Falk Wenzel
Eingestellt am 23.10.2004

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