Orientierungslauf in Deutschland


Ein kurzer Text über den 7.BRL im MTBO

Vielleicht hat man diese Einschätzung noch nicht gebraucht in Bezug auf einen Bundesranglistenlauf im MTB-O, und dennoch: Es war ein Rennen mit Charakter- eines das man beim sportlichen Jahresresümee vielleicht noch mal gedanklich Revue passieren lässt.

Das Postennetz sorgte für interessante Varianten.
Das Postennetz sorgte für interessante Varianten.

Folgende Kausalitäten könnten dafür durchaus eine Rolle gespielt haben: Die Beteiligungsrate war nicht so hoch, dafür war die Ausfallquote umso höher, die Sieger strahlten umso heller, weil vorher alles im Schlamm versank und der Regen war so warm, weil die Duschen es nicht waren. Die Karte war so gut, weil soviel Arbeit drin steckte und die Strecken so fies, wie die Berge so steil. Die wichtigste Kausalität bei einem O-Wettkampf bewahrheitete sich indes mit Sicherheit: Wer die wenigsten Fehler macht – gewinnt!

super chicer Pokal für die Sieger
super chicer Pokal für die Sieger

Augenscheinlich waren das Sylvia Thomas und Harry Männel aus Wehrsdorf in den beiden Hauptkategorien der Damen und Herren. Beide Sieger fuhren nahezu Konkurrenzlos. Sylvia zahlenmäßig und Harry qualitativ – er konnte sich sogar einen Schlauchwechsel während des Rennens erlauben. Das hatte es wie gesagt in sich. Die, seitens der Organisatoren reichlich kalkulierte Renndauer verlängerte sich auf Grund der Regengüsse nochmals um etwa 10-15%. Heraus kamen Zeiten um die 135 Minuten bei den Männern und 110 Minuten bei den Frauen, die sehr lang, aber nie weilig wurden. Ein relativ großes Postennetz sorgte für einiges routenplanerisches Kopfzerbrechen im Rennen und nachträglich für Diskussionsstoff. Vielleicht sollte man in den zukünftigen Planungen öfter mal mit diesen Herausforderungen arbeiten zumal es für das Problem des „Hinterherfahrens“ auch ein kleiner Lösungsansatz ist.

Lösungsbedarf besteht in jedem Fall noch bei der Wegegebotsregelung, die einfach zu gerne vernachlässigt wird, wenn man im Wettkampffieber durch den Wald hechelt. Der ausrichtende ESV Dresden hatte trotz strömenden Regens extra Kontrollen im Wald, die an markanten Punkten Sportler zurückschickten oder Verstöße registrierten. Aber es ist wie mit dem Doping: Der Anreiz ist einfach groß und man ist sich nie sicher, ob alle nicht erwischten Sportler „sauber“ gefahren sind. Es wird wohl auch weiterhin ein Thema sein, für Ausrichter, Bahnleger und Aktive. Immerhin wurde ja die DBE der Männer im letzten Jahr auf diese Weise mit entschieden. Schau`n mer mal, wie es dieses Jahr wird, in 4 Wochen wissen wir mehr!


Mehr:
Resultate und Karten unter:

Autor: Falk Wenzel
Eingestellt am 14.09.2004

© 2001-2017 TK OLImpressum