Orientierungslauf in Deutschland


Anke Dannowski siegt im MTBO Weltcupfinale

Im tschechischen Novy Bor fanden am vergangenen Wochenende die beiden Läufe des Weltranglistenfinales der Mountainbike- Orientierer statt.
Fernab jeder Olympiapräsenz traten SportlerInnen aus 10 Nationen an, und machten damit die Generalprobe für die WM in Australien zu einem hoch karätigen Ereignis. Den Kern des deutschen Teams bildeten folgerichtig auch die WM- Starter, von denen sich Anke Dannowski, Antje Bornhak und Holger Mager mit ihren Leistung besonders hervor taten.

Während sich in Athen die Mountainbike- Männer bei 35 °C über staubige Pisten quälten, durften für die MTB-Orientierer bei angenehmen Temperaturen eine etwas lang geratene Sprintstrecke absolvieren. Dazu hielten die Organisatoren eine sehr anspruchsvolle Karte bereit, die dem schwierigen Gelände mit vielen Kuppen und schönen Sandsteinen durchaus gerecht wurde.. Einmal mehr kam es darauf an, exakt zu orientieren und die Fehler zu minimieren, weil fahrerisch kaum was raus zu holen war. Die Zeitabstände waren vor allem bei den Männern entsprechend gering: Platz 2-20 trennten gerade 5 Minuten. Lediglich der Sieger und Topfavorit auf den WM- Titel Jaroslav Rygl deklassierte die Nachfolgenden um 2 Minuten.

Noch besser als Holger Mager, der 15. der Herrenkonkurrenz wurde machten es Antje Bornhak und Gerit Pfuhl. Antje, nach langwieriger Sturzverletzung wieder genesen konnte zu ihrer eigenen Überraschung auf den dritten Platz vorfahren und auch Gerit schaffte mit Platz 8 ein tolles Ergebnis, das nicht unbedingt zu erwarten war. Anke setzte ihren ersten Lauf an diesem Wochenende sprichwörtlich in den Sand, was ihr jedoch die nötige Motivation für den Sonntag verlieh. Da haute sie endlich mal einen Superlauf raus und setzte sich gegen die gesamte Konkurrenz durch. Der erste Sieg bei einem internationalen Rennen stimmt natürlich hoffungsfroh für die WM in gut einem Monat in Australien und sollten ihr den letzten Motivationskick gegeben haben. Die Platzierungen von Antje Bornhak (6.) und Gerit Pfuhl (11.) wären auch in Hinblick auf eine durchaus mögliche Staffel- Medaille interessant. Leider wird jedoch auf Grund der hohen finanziellen Belastung und dem Fehlen von Geldern kein komplettes Damenteam in Down Under antreten. Das ist bitter, aber nicht jeder kann eine solche Unternehmung aus der eigenen Tasche bezahlen.
Bei den Herren, die auch am zweiten Tag mit Holger Mager ihren Besten auf Platz 15 hatten, werden voraussichtlich drei Starter zur WM fahren, jedoch ist da ein Platz unter den besten 6 schon ein super Ergebnis.

Alle Ergebnisse unter:

http://ok-bor.cz/mtbo/klasika/index.php?page=vysledky


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Autor: Falk Wenzel
Eingestellt am 02.09.2004

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