Orientierungslauf in Deutschland


Europameisterschaft: Qualifikationsläufe vorbei

Mit Qualifikationsläufen zur Lang- und Mitteldistanz begann die Europameisterschaft 2004 in Roskilde/ Dänemark.
Von der deutschen Mannschaft konnten sich Karin Schmalfeld für beide Distanzen qualifizieren, Axel Fischer schaffte es über die Langdistanz und Christian Gieseler über die gefürchtete Mittelstrecke.

Eröffnungsfeier in Roskilde
Eröffnungsfeier in Roskilde

Damit war er der erste deutsche Herr, der sich seit 1999 bei einer WM oder EM für diese Distanz qualifizieren konnte. "Wenn jetzt einer sagt, die Deutschen können keine Mitteldistanz laufen, muss er zumindest eine Ausnahme machen", meinte der glückliche Bundestrainer bei der abendlichen Teambesprechung. In der Tat eine starke Leistung vom Siegerländer, der im Ziel nur 2:04 min Rückstand auf den Vorlaufsieger Mihail Mamleev hatte.
Axel Fischer, zuletzt bei der WM 2003 in der Schweiz im Lang-Finale, konnte sich ebenfalls mit einem 17. Platz knapp qualifizieren.
Ganz souverän dagegen passierte Karin Schmalfeld ihre Voräufe (7. und 3. Platz).
Bisher konnte keine andere Dame den Sprung ins Finale schaffen.
"Bisher sind wir aber im Plan", meint Bjørn Axel Gran dazu. "Wir haben schon jetzt bei den Männern gleichviele Finalplätze als bei der letzten EM- dort waren wir bei den Männern nur im Sprint erfolgreich."
Angestrebt werden bei den Männern 4 Finalplätze.

Überhaupt nicht scheint es im Moment beim Studierenden-WM Bronzemedaillengewinner Ingo Horst zu laufen: Bei der Langdistanz verpasste er nach einigen Fehlern das Finale um genau eine Sekunde, bei der Mitteldistanz war nach "einsüden" auch jegliche Hoffnung auf einen Finalplatz zunichte.

Wie dicht die Weltspitze im Elitebereich inzwischen zusammengerückt ist, zeigt ein Blick auf die Ergebnisliste: Gerade einmal 10% Rückstand darf sich ein Läufer erlauben, der noch eine Chance fürs A-Finale haben will. Bei einer Mitteldistanz mit einer Siegerzeit von rund 26 Minuten sind das gerade 2,5 Minuten- Zeit für Fehler bleibt dort nicht, denn gewöhnlich sind die Spitzen-OLer ähnlich gute Läufer wie die weltbesten Leichtathleten. Und da sind die Deutschen bekanntlich auch etwas dahinter.

das weitere Programm:
Dienstag: Mittelditanz, Finale
Mittwoch: Sprint, Vorlauf und Finale
Freitag: Langdistanz, Finale
Samstag: Staffel


Mehr:
EM in Dänemark

Autor: Nationalteam
Eingestellt am 12.07.2004

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