Orientierungslauf in Deutschland


Orientierungslaufmeisterschaft der Sportschule der Bundeswehr

Zwar liegt die Austragung dieser Premierenmeisterschaft bereits zwei Wochen zurück aber nicht zuletzt wegen der sich aktuell vertiefenden Gespräche zwischen zivilen OL-Organisationsstrukturen und den entsprechenden militärischen Stellen verdient sie Aufmerksamkeit.


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Im westfälischen Warendorf, an der Sportschule der Bundeswehr, fand also die erste Orientierungslaufmeisterschaft der Sportschule der Bundeswehr vom 16. – 18. Mai 2004 statt. Neben aktiven Soldaten und zivilen Mitarbeitern der Bundeswehr als Teilnehmer traten ebenfalls Reservisten der Bundeswehr sowie der Bundesgrenzschutz zum Wettkampf an. Fünf angehende Abiturienten eines nahegelegenen Gymnasiums mit ihrem Lehrer rundeten das Teilnehmerfeld ab. Fast die Hälfte der gemeldeten Teilnehmer mussten leider aus dienstlichen Gründen die an Werktagen angesetzte Veranstaltung absagen. Für die verbliebenen 60 Teilnehmer waren es aber spannende Wettkämpfe, sowohl für die aktiven Orientierungsläufer als auch für jene, die Orientierungslauf kennen lernen wollten.
Neben dem Vizeweltmeister im militärischen Fünfkampf Andrej Sonnenberg nahmen auch einige ehemalige Teilnehmer der CISM Weltmeisterschaften OL teil. Die Masse der Teilnehmer stellte das Heer. Sogar 4 Matrosen der Fregatte EMDEN wagten die Fortbewegung auf festem Boden.

Doppelsieger Axel Fischer
Doppelsieger Axel Fischer

Den Sprint-OL im schnellen, offenen Schulgelände konnte in der Hauptklasse der Reservist der Sportfördergruppe Axel Fischer souverän für sich entscheiden. Gleich 14 Teilnehmer, meist neu im Orientierungssport mussten im Ziel erfahren, dass sie wegen Fehllochungen nicht in die Wertung kamen. Spätestens bei der abendlichen Nudelparty legte sich der Ärger.
Auch den Wettkampf über die Lange Distanz auf dem Truppenübungsgelände Dorbaum in Münster / Handorf konnte OL-Nationalkader Axel Fischer für sich entscheiden. Auch hier wurde deutlich, dass im Orientierungslauf nur vorn dabei sein kann, wer das nötige Orientierungsvermögen trainiert. Hoch anzurechnen ist manch ‚Neuem’, dass er bis zu 4 Stunden bei sommerlichen Temperaturen den Wald durchkämmte, bis er alle Posten hatte.
Nicht vergessen werden sollen die siegreichen Daniela Friederich und Anja Garthoff, die abwechselnd die kleine Damenkonkurrenz gewannen.
Die Mannschaftswertung gewann übrigens das Team vom Bundesgrenzschutzpräsidium Ost.
In den kommenden Jahren soll die Wettkampfserie fortgesetzt werden, denn natürlich ist die zivile Fähigkeit des schnellen Laufens und des sich dabei Orientierens auch eine soldatische Grundfähigkeit, die gefördert werden sollte. Positive Synergieeffekte für die zivilen und militärischen Bereiche im Orientierungssport wären die Folge.

Quelle: Franz-Josef Dirkes

Sprint: Helge Lauterbach (3.), Axel Fischer (1.) und Lars Resch (2.)
Sprint: Helge Lauterbach (3.), Axel Fischer (1.) und Lars Resch (2.)


Herren -29 2.540 km 15 Posten
1 Fischer, Axel Reservist 11:12
2 Resch, Lars Reservist 12:02
3 Lauterbach, Helge KFAusbZ Erfurt 12:49

Herren -29 9.140 km 50 Hm 24 Posten
1 Fischer, Axel Reservist 50:23
2 Resch, Lars Reservist 53:19
3 Zschäckel, Raik BGS P OST 55:19


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Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 02.06.2004

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