Orientierungslauf in Deutschland


Meisterliche Sprints

Am Fuße der Jenaer Kernberge kämpften gestern meisterlich über 500 OLer um die Titel auf der jungen Sprintdistanz. Sowohl die Damen- als auch die Herrenklasse Deutschlands werden zur Zeit von jeweils einem Namen dominiert: Karin Schmalfeld und Ingo Horst. Beide siegen souverän in der mit zwei Läufen ausgetragenen Konkurrenz.

Die ersten drei der Herrenkonkurrenz vor der schönen Kulisse der Jenaer Kernberge: Christian Gieseler (2.). Ingo Horst (1.) und André Kwiatkowski (3.)  (v.l.n.r.)
Die ersten drei der Herrenkonkurrenz vor der schönen Kulisse der Jenaer Kernberge: Christian Gieseler (2.). Ingo Horst (1.) und André Kwiatkowski (3.) (v.l.n.r.)

Zum zweiten Mal erst, nach Hannover im letzten Jahr, fanden die Deutsche Bestenermittlungen statt und gleich verdoppelte sich die Starterzahl. Dass der Sprint eine äußerst angesehene und modische Disziplin ist, zeigt die Teilnahme vieler Spitzenläufer, die zum Beispiel den spritzigen '15 Minuten Lauf' der kräftezehrenden Ultra-Langmeisterschaft vor zwei Wochen vorzogen.
Die Teilnahme war so zahlreich, daß der erste Start vorverlegt werden musste und einigen Läufern durch die umgekehrte Startreihenfolge im zweiten Lauf vergleichsweise wenig Regenerationszeit gegeben wurde. Diese Diskussion wird in der nächsten Zeit sicher sachlich weitergeführt und im nächsten Jahr wird eine bessere Lösung gefunden.

Typisch Sprint: drei Posten, drei Läufer (unter anderem Herrensieger Ingo Horst), sechs Zäune auf einen Blick.
Typisch Sprint: drei Posten, drei Läufer (unter anderem Herrensieger Ingo Horst), sechs Zäune auf einen Blick.

Die Läufe waren durch den USV Jena, bekannt als Veranstalter des legendären Thüringer 24-Stunden-OL, gut organisiert, das Gelände für die Sprintdistanz gut geeignet. Selbst die sintflutartigen Regenfälle der vergangenen Tage konnte die Veranstaltung nicht gefährden. Sicher war nicht nur wegen der vollen Saale das Durchschwimmen verboten.
Die Jenaer Organisatoren pflegen eine gute Beziehung zur Stadtverwaltung. Siebenundzwanzig Garten- und Zauntore machten die Routenwahl äußerst interessant. Alle waren ausnahmsweise geöffnet. Alle? Nein, eines, das sonst immer offen steht, das vorletzte vor dem Ziel, wurde von einem unwissenden Sportplatzwart verschlossen. In 10 Minuten Startverschiebung des zweiten Laufes nutzte der schuldige Platzwart die Chance, das Tor vor der bereitstehenden Brechstange zu schützen. Dafür half der Sprecher des Jenaer Fußballklubs Carl Zeiss kompetent bei den Wettkampfinformationen aus.
Das Fernsehen des thüringischen Mitteldeutschen Rundfunks berichtet am Sonntag Abend von der Veranstaltung
Die Mutter des Sprint-OL, die Park World Tour fand am Sonnabend und am Sonntag im slowakischen Prostejev ohne deutsche Beteiligung statt. Dana Brozkova aus Tschechien und Mister PWT Yuri Omelchenko aus der Ukraine siegten hier am Sonnabend.

Damen
1 Schmalfeld Karin BSV Halle-Ammendorf 15:03 1 14:19 1 29:22
2 Depta Monika SU Annen 15:58 2 15:13 2 31:11
3 Dresen Elisa Bielefelder Turngemeinde 16:34 3 15:34 4 32:08
4 Kahmann Kerstin TG Northeim 16:55 5 15:31 3 32:26
5 Kärger Luise USC Leipzig 16:35 4 16:06 6 32:41
6 Kundisch Sieglinde USV TU Dresden 17:04 6 16:04 5 33:08

Herren
1 Horst Ingo TV 1898 Alsbach 13:53 1 14:48 1 28:41
2 Gieseler Christian OLG Siegerland 15:03 3 15:41 2 30:44
3 Kwiatkowski André MTK Bad Harzburg 15:07 5 16:14 4 31:21
4 Bader Leif OLV Steinberg 15:06 4 16:18 5 31:24
5 Fischer Axel Bielefelder Turngemeinde 15:34 13 16:02 3 31:36
6 Hofmeister Patrick Lübecker Turnerschaft 15:13 6 16:24 7 31:37


Mehr:
Ergebnisse DBK Sprint 2004
Park World Tour

Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 09.05.2004

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