Orientierungslauf in Deutschland


HARZ 12 – ein Konzept, was wirklich aufging!

Nichts da mit Negativwachstum, Beitragserhöhungen oder gar Insolvenzen. Was die einzig wahre HARZ- Kommission um Göran Wendler, Kai Gossel und Falk Schultze- Motel am vergangenen Wochenende auf die Beine stellten, war über jeden oppositionellen Zweifel erhaben! Die Fahrbeteiligung lag mit fast 500 Sportlern an beiden Tagen deutlich über den Umfragewerten der letzten Wochen und stellten einen neuen Teilnehmerrekord dar.

Seit August „trainiert“ und mit dem 2. Platz belohnt: Mixed- Team Guzniczak /Höfer. (Foto: Archiv)
Seit August „trainiert“ und mit dem 2. Platz belohnt: Mixed- Team Guzniczak /Höfer. (Foto: Archiv)

Im Ernst: Die größte nationale Veranstaltung für Mountainbike- Orientierer erfüllte alle Erwartungen. Mit zunehmender Professionalität und dabei immer noch für den einen oder anderen Plausch zu haben bewältigten die Organisatoren den Andrang der Sportler scheinbar mühelos und sorgten für reibungslose Abläufe der Wettkämpfe. Am Samstag gab es ein einstündiges Score- Rennen für Einzel“kämpfer“, sozusagen als warmup und am Sonntag dann das 5- stündige Hauptrennen für Zweierteams. Die Einzel- Rennen auf der eigens dafür aufgenommenen Karte gewannen Lokalmatador Jeff Kammerad und (wer sonst?) Anke Dannowski.
Als logistisch und infrastrukturell bestens geeignet hatte sich das Objekt in Quarmbeck schon im letzten Jahr erwiesen und so stand im Vorfeld des Hauptrennens am Sonntag nur noch die Frage im Raum, ob es machbar sein würde, bei gleicher Karte ein „neues“ Rennen zu ermöglichen. Es war machbar! Die mit geschickt gesetzten „Blindposten“ gespickte Karte lockte wohl einige bei der Samstagabendlichen Vorausplanung auf eine falsche Fährte, so dass es am Sonntag für die meisten bei „Null“ losging, als die Wertigkeiten bekannt wurden. So unterschieden sich dann auch die Routenwahlen der Spitzenteams zum Teil deutlich voneinander. Bei den Damen gewann einmal mehr die Vortagessiegerin Anke Dannowski mit ihrer Partnerin Kate Richter klar vor Dähn/ Wendler und Fiebig/ Frank. In der Mixed- Kategorie gab es den Fight der Tandemteams Guzniczak /Höfer und Neumann/ Neumann um Plätze 2 und 3. Sieger wurden die tschechischen Geschwister Michaela Lacigova und Radek Laciga. In der Männerkategorie durfte ich mit meinem Teampartner Christoph Kießling im 10. Anlauf endlich mal als letzter an der Reihe der Platzierten vorbei laufen und die Glückwünsche von Pompe/ Männel ( 2. Platz) und Kühn/ Friedrich in Empfang nehmen.

Konnte die Konkurrenz gelassen betrachten: Doppelsiegerin Anke Dannowski.
Konnte die Konkurrenz gelassen betrachten: Doppelsiegerin Anke Dannowski.

Neben all dem Glanz und dem herrlichen Sonnenschein an diesem Oktoberwoche gab es aber leider auch den Verlust zweier SI- Stationen während des Rennens zu beklagen. Neben dem finanziellen Schaden führte das auch zur Benachteiligung einiger Teams, die viel Zeit mit Suchen verbrachten, da z.T. auch die Postenschnipsel mit Laub überdeckt wurden. Sehr schade, denn es nötigt geradezu, die Posten an möglichst einsamen Orten und kleineren Wegen zu verstecken, wobei dann wieder die unzureichende Qualität der Wanderkarten negativ zum Tragen kommen wird.
Trotz dieses Wermuttropfens sollte das Wochenende jedoch in guter Erinnerung bleiben und Motivation für alle sein, im nächsten Jahr ähnliches auf die Beine zu stellen, bzw. wieder teilzunehmen, denn dieses Rennen ist und bleibt etwas Besonderes!
Alle Ergebnisse, Bilder, Karten unter: www.ramberg-ol.de

Die Zugmaschine vom Sieger Team Mission (Im)possible: Christoph Kießling. (Foto: Archiv)
Die Zugmaschine vom Sieger Team Mission (Im)possible: Christoph Kießling. (Foto: Archiv)

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Eingestellt am 21.10.2003

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