Orientierungslauf in Deutschland


Schade, eigentlich?!

Der letzte BRL eines Jahres ist immer etwas besonderes. Das Finale! Danach kommen zwar noch die Besten- Ermittlungen, aber die Chance, sich in der Rangliste nach oben zu hangeln ist dann nicht mehr gegeben. Mit entsprechend Augenmerk und Vorhaben waren wohl auch einige der Aktiven nach Radis, am Rand der Dübener Heide zum 7. BRL im MBO gereist - und sollten enttäuscht werden.

Humor ist wenn man trotzdem lacht: Den Lauf und damit auch die Rangliste gewonnen: H. Gossel und A. Dannowski.
Humor ist wenn man trotzdem lacht: Den Lauf und damit auch die Rangliste gewonnen: H. Gossel und A. Dannowski.

Denn leider konnte dieser Wettkampf die Erwartungen in keiner Weise erfüllen! Eine Uraltkarte von 1991 und anspruchslose Bahnlegung sorgten für einige Missstimmung bei den Wettkämpfern. Kommentare wie: „Es wäre schön gewesen, wenn die Karte wenigsten annähernd mit dem Gelände zu tun gehabt hätte!“ waren durchaus nicht selten. Die Organisatoren vom ESV Bitterfeld und Motor Halle schufen zwar gute Rahmenbedingungen und es gelang ihnen sogar ein Kamerateam anzulocken, aber die Qualität eines Orientierungs-Wettkampfes wird nun mal im Wesentlichen durch die Karte und die Bahnlegung bestimmt - und da haperte es gewaltig! War es der Gedanke endlich den Überschuss an Karten abbauen zu können, gepaart mit dem Glauben: „Es werde schon noch mal gehen!“ oder einfach nur Bequemlichkeit - die Organisatoren haben es sich auf jeden Fall zu ungunsten der Aktiven zu leicht gemacht. Im Vergleich mit den bisherigen Läufen diesen Jahres waren es 2 Schritte rückwärts!
O.K., die Panne mit der Zielzeitnahme (am Ende wurde der Endposten als Zielzeit gewertet) und die damit verbundenen Wartezeiten bis zu den Ergebnissen und Siegerehrungen will ich da mal gar nicht überbewerten. Und sicher: Ein wasserfester Stift zum Einzeichnen der Posten wäre, bei angekündigtem Schauerwetter auch nicht ganz verkehrt ... schade eigentlich!

Bild mit Symbolcharakter: Von der Traufe in den Regen. Wenn es einmal schief läuft, spielt auch das Wettern noch verrückt.
Bild mit Symbolcharakter: Von der Traufe in den Regen. Wenn es einmal schief läuft, spielt auch das Wettern noch verrückt.

Gefahren wurde an diesem Tag natürlich auch noch.
Die spannendste Konstellation hatte sich in der Damenkonkurrenz ergeben, wo für jede der 3 Erstplatzierten noch der Gewinn der Rangliste möglich war. Die Führende, Anke Dannowski (ESV Dresden) ließ sich jedoch nicht die Butter vom Brot nehmen und siegte mit deutlichem Vorsprung vor Sylvia Thomas (Wehrsdorf) und Cornelia Eckardt (TU Dresden). So dürfte dann wohl auch die Reihenfolge der noch nicht offiziellen Rangliste lauten. Bei den Männern hätte es der Gesamt- Führende Heiko Gossel (TU Dresden), auf Grund der Abwesenheit seiner schärfsten Verfolger ruhig angehen lassen können, dachte aber nicht daran und gewann knapp vor Holger Mager (Post Dresden). Dritter wurde der Werdauer Mark Huster, der die Strecken- Verantwortung für die Meisterschaft in gut 3 Wochen hat und dann sicher einen Wettkampf zaubert, der dem Namen gerecht wird!
Vorher gibt es natürlich noch die Weltcup- Rennen in Polen und Tschechien. Mann/ Frau darf gespannt sein, ob die Leistungen der deutschen Teilnehmer dort erwähnenswert sein werden gegen die internationale Konkurrenz.

Siegerinnen Damen:

1. Anke Dannowski (ESV Dresden) 66:42
2. Sylvia Thomas (OL-Team Wehrsdorf) 75:19
3. Cornelia Eckardt (USV TU Dresden) 82:10

Sieger Herren:

1. Heiko Gossel (USV TU Dresden) 96:12
2. Holger Mager (Post Dresden) 96:54
3. Mark Huster (SV Werdau) 99:29


Autor:
Eingestellt am 02.09.2003

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