Orientierungslauf in Deutschland


Ruhetag? Nein!

Bei den 20. Weltmeisterschaften ist der heutige Ruhetag für fast niemanden ein wirklicher Ruhetag. Die Sportler absolvieren ihr Training, lockere Läufe, Läufe auf den Modellkarten der Mitteldistanz und der Staffel. Andere beschäftigen sich mit den administrativen Fragen. Neben vielen weiteren Sitzungen und Konferenzen rund um alle Belange des internationalen Orientierungslaufes ist die IOF-Presidents Conference …

… die politisch richtungsweisendste. Aktuell vereint die International Federation of Orienteering (IOF) 62 Nationen. Im angenehm klimatisierten Versammlungsraum der Hochschule für Technik in Rapperswil/Jona versammelten sich davon 33 stimmberechtigte Nationen.

Zu Beginn stimmten die Delegierten einstimmig dafür, ab 2005 jährlich Weltmeisterschaften in der Mountain Bike Orientierung durchzuführen. Das bedeutet, dass 2003 der vorläufig letzte Weltcup stattfinden wird. Die Gründe sind unter anderem die schlechten Annahme der Cup-Runden durch die Wettkämpfer und die hohen Kosten für die Veranstalter. Die Ausrichterländer der WM im MTB-O haben sich jetzt folgendermaßen verschoben, 2005: Slovakei, 2006:Finnland, 2007: Tschechien.

Die IOF macht sich zunehmend Gedanken über die Entwicklung des Orientierungssport in den einzelnen, noch unterentwickelten Regionen der Erde. Dazu könnten Strukturen geschaffen werden, die mit dem deutschen Programm „Neue Orientierungslauf-Vereine“ gleichzusetzen sind. Viele Aspekte sind dabei zu beachten wie zum Beispiel die Koordinierung von Landesmeisterschaften, Kontinentalmeisterschaften und Weltcupläufen. Es müssen starke Wissens- und Informationsflüsse aus den etablierten OL-Ländern in die noch unterentwickelten Länder, wie z.B. Ecuador, Pakistan, vielleicht sogar Kenia installiert werden.

Die Trail-O Europameisterschaften werden ab nächstem Jahr zu Weltmeisterschaften aufgewertet. Dann werden erstmals auch 2 Medaillensätze vergeben, einer für Teilnehmer mit Behinderungen und einer für Teilnehmer der offenen Klasse, in der jeder automatisch startet.

Das International Olympic Comitee (IOC) gibt in Vorbereitung der Olympischen Spiele in Athen im nächsten Jahr einen neuen Anti-Dopingcode heraus. Auch die olympische Sportart OL muss diesen natürlich umsetzen, auch in Deutschland. Zukünftig könnte auch außerhalb von Wettkämpfen der Dopingkontrolleur vor der Tür eines Nationalkaders stehen. Auf jeden Fall nimmt die Papierarbeit für Trainer und Aktive zu.

Der vorgesehene, zerstörten WM-Staffelwald
Der vorgesehene, zerstörten WM-Staffelwald

Für die Staffelläufer galt es heute, das Training im Originalwald der Staffelentscheidung vom Samstag zu absolvieren, denn durch die Zerstörung des eigentlich vorgesehenen Staffelgeländes plus des Ersatzgeländes durch einen Wirbelsturm, musste auf ein Ersatzgelände ausgewichen werden, auf dem unter anderem das finnische Team bereits fünf mal trainierte, weil es nicht zum Sperrgebiet gehörte. So dürfen alle Teams einmal 3 Stunden in den Staffelwald, eine bisher einmalige Angelegenheit.
Wo das deutsche Team wohnt, ist auf dem nebenstehenden Bild zu sehen. Wann unsere Leute morgen ins Mitteldistanz Qualifikationsrennen und wann wir die Daumen drücken müssen, steht hier zusammengefasst:

Das deutsche Team wohnt rechts unten
Das deutsche Team wohnt rechts unten

OL WM 2003 Middle Qualification Startlist
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173 Jaeger Meike 71 GER 10:00
214 Schmalfeld Karin 76 GER 10:28
243 Fischer Gunda 70 GER 10:46
14 Thierolf Michael 62 GER 9:53
48 Fischer Axel 76 GER 10:15
90 Prolingheuer Markus 72 GER 10:43


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OL-WM 2003
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Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 07.08.2003

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