Orientierungslauf in Deutschland


Heiße Reifen vor dem Sommerloch

Die Bundesranglistenläufe 5. und 6. hielten in vielerlei Hinsicht, was sie versprachen: flache Gelände, die eine hohe Geschwindigkeit zuließen, was viel Konzentration beim Kartenlesen erforderte, um im Tempo zu bleiben. Die jeweiligen Sieger zählten zum Kreise der üblichen Verdächtigen und die Organisatoren hatten ihre Hausaufgaben gemacht.

Anke Dannowski durchpflügte den Heide- Sand am schnellsten und gewann den 6. BRL
Anke Dannowski durchpflügte den Heide- Sand am schnellsten und gewann den 6. BRL

Im Einzelnen: Jens Struckmann und seine Crew vom Braunschweiger MTV mussten relativ kurzfristig eine Änderung des Wettkampfgeländes vornehmen, meisterten diese Hürde aber souverän. Bekanntlich hat sich der Wolfsburger „Tiger“ ja Richtung Wüstengebiet von Katar verzogen, so dass die 90 Teilnehmer beruhigt durch den angrenzenden Wald und die Stadtrandgebiete rasen konnten. Um letztere wurde die Karte gegenüber dem Vorjahr erweitert und stellte für den einen oder anderen eine ernste Herausforderung dar.
Gerade in diesem Rennen waren am Ende die Routenwahlen entscheidend, aber es bleibt kritisch anzumerken, dass die genommen Wege nicht immer dem Reglement entsprachen. Es siegte bei den Männern Holger Mager (Dresden), der trotz OL- WM- Vorbereitung immer noch stark genug ist, die anderen in die Schranken zu weisen. Ihm folgten Thomas Hartung (Werdau) und der„Gelbe“ Heiko Gossel (Dresden). Seine Lebensgefährtin Cornelia Eckardt verfeinerte den „Familienausflug“ mit ihrem Sieg in der Frauen- Kategorie. Die Verteilung der anderen Plätze machte das „Dreigestirn“ in der Reihenfolge Anke Dannowski (Dresden) vor Sylvia Thomas (Wehrsdorf) fast schon selbstverständlich wieder unter sich aus.

Zu diskutieren gibt es ja immer was am Ende eines Wettkampfes ...
Zu diskutieren gibt es ja immer was am Ende eines Wettkampfes ...

Nur knapp eine Woche später gab es im Sachsen- Anhaltinischen Söllichau die nächste und vorerst letzte Möglichkeit, Ranglistenpunkte zu sammeln. Beim 6. Bundesranglistenlauf um den Envia-Aqua-Cup war einzig der Sand derjenige, der einen flüssigen Wettkampf erschwerte. Und so waren die Resonanzen doch fast durchweg positiv, die es für die Gemeinschaftsproduktion des USC und Blau- Weiß Leipzig gab. Aber da es natürlich immer etwas zu verbessern gibt, muss ich selbstkritisch schreiben, dass die Startreihenfolgen vielleicht nicht ganz glücklich waren. Der ein oder andere „Mitfahrer“ hatte zu leichtes Spiel, aber das muss wohl jeder selbst entscheiden, wie er mit diesen Situationen im rennen umgeht. Alle Konkurrenten abzuschütteln, dass gelang Heiko Gossel in der Herren- Konkurrenz ziemlich eindrucksvoll, wenngleich der Kreis der Sieganwärter schon vorher auf 3- 4 Leute geschrumpft war. Ein aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz austrainierter Harry Männel (Wehrsdorf) auf dem 2.Platz und Thomas Hartung (Werdau) auf dem 3. Platz mussten sich mit den Urkunden zufrieden geben. Zumindest Harry war darüber echt sauer, weil es was Süßes für die Sieger gab: Einen Dr. Höfer Spezial- honiggefüllten Pokal! Den wird sich sicher auch Damen- Siegerin Anke Dannowski schmecken lassen, die diesmal den reifen vorn hatte, so dass es zur Konstellation Sylvia Thomas- als Zweite und Cornelia Eckardt- als Dritte kam.

Jetzt gibt es erst mal die schon erwähnte Sommerpause für die Rad- Orientierer, bevor dann der „heiße“ Herbst mit Bestenermittlung und Weltcup- Läufen am 31. August beim 7. BRL in Radis eingeläutet wird. Alle Ergebnisse in Einzelheiten findet ihr wie immer unter: http://www.mtb-orienteering.de


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Eingestellt am 08.07.2003

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