Orientierungslauf in Deutschland


Unkompliziert und schnörkellos

Beste Bedingungen fanden die studentischen Orientierungsläufer bei ihren diesjährigen Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften im sächsischen Hohburg bei Wurzen. Die Uni Leipzig und der USC Leipzig zeichneten für die Titelkämpfe verantwortlich.

Wie gewohnt ging der Einzelwettbewerb am Himmelfahrts-Donnerstag über die Bühne. Dazu hatten die Leipziger mit den Hohburger Bergen ein Gelände ausgesucht, dass schon 1994 Austragungsort der Studenten-Meisterschaften war. Einige Passagen mit starkem Unterbewuchs wechselten sich ab mit kleinen Felspartien und steilen Hängen. So kam auch der orientierungstechnische Anspruch nicht zu kurz. Ebenso gewohnt war, dass sich das Wetter wie in den Vorjahren wieder von seiner sonnigsten Seite zeigte, so dass auch die hohen Temperaturen einige Anforderungen an die Läufer stellten.

Am besten behauptete sich in der Damen-Konkurrenz nahezu erwartungsgemäß Karin Schmalfeld von der Uni Paderborn. Die Vorjahressiegerin und amtierende Studenten-Vizeweltmeisterin auf der Kurzstrecke hatte keine Probleme, ihren Titel zu verteidigen. Auf Rang zwei und drei folgten bei diesen Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften die Bulgarinnen Wasileva Nesabravka und Natalia Dimitrova. Seit Jahren besteht zwischen dem deutschen Dachverband des studentischen Sports, dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (ADH), und seinem bulgarischen Pendant im Orientierungslauf ein reger Austausch. In diesem Jahr war wieder eine Sportler-Delegation aus dem südosteuropäischen Land am Schwarzen Meer zu Gast und zeigte gleich eine gute Leistung. Dahinter platzierten sich als zweit- und drittbeste deutsche Dame Bettina Schlaefke von der Uni Heidelberg und Frieda Frenzel von Humboldt-Universität Berlin. Bei den Herren setzte sich etwas überraschend Robert Dittmann von der TU Dresden vor dem Favoriten Ingo Horst von der Uni Karlsruhe durch. Auf Platz drei kam Axel Fischer von der Uni Bielefeld. Dahinter platzierte sich als bester Bulgare Nikolai Dimitrov.

Nachdem die Erfolge am Abend studentisch gefeiert wurden, stand am Folgetag der Staffelwettbewerb auf dem Programm. Bei den Damen vergab die Staffel TU Dresden I mit Sabine Piotz, Claudia Ann Graber und Sieglinde Kundisch den sicheren Sieg durch einen Fehlstempel und wurde aus der Wertung genommen. So siegte das bulgarische Team mit Wasileva Nesabravka, Natalia Dimitrova und Iliana Schandurkova vor dem zweiten Dresdener Damen-Team mit Cornelia Tonn, Katrin Krämer und Franka Ender. Nationales Silber holte sich die FH Görlitz-Zittau mit Diana Holfeld, Sandra Hoffmann und Silke Schlittermann vor Uni Göttingen I mit Iris Aldenhoff, Ulrike Bruns und Alexandra Nebel. Bei den Herren gab „Abonnement-Sieger“ Uni Göttingen erstmals seit fünf Jahren den Titel ab. Als erste querte stattdessen die bulgarische Auswahlmannschaft mit Milko Sakarov, Andree Abadjiev und Nikolai Dimitrov die Ziellinie vor dem Team TU Dresden I mit Daniel Härtelt, Jörg Meyer und Robert Dittmann, das ebenso wie das Damenteam den nationalen Titel in die Elbestadt holte. Dahinter sicherten sich die Uni Bielefeld mit Johannes Zenke, Björn Risch und Axel Fischer sowie die TU Berlin mit Evgueni Kleimenov, Dimitri Popov und Mattias Eriksson weiteres Edelmetall.
Insgesamt hatten die Leipziger schnörkellose und unkomplizierte Wettkämpfe organisiert. Verbunden mit dem guten Wetter und den kurzen Wegen zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten war die diesjährige Auflage der Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften im Orientierungslauf eine rundum gelungene Veranstaltung.


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Autor: Bjørn Axel Gran
Eingestellt am 31.05.2003

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