Orientierungslauf in Deutschland


sCOOL - Weltrekord erreicht!

Als Promotion für die OL-WM 2003 Anfang August in Rapperswil/Jona hat der Schweizerische OL-Verband (SOLV) erfolgreich den weltweit grössten Sportanlass organisiert. Über 200 000 Jugendliche liefen rund vier Millionen OL-Posten an. Mit dem sCOOL-Weltrekordtag vom Freitag, 23. Mai, dürfte die angestrebte Aufnahme ins Guinness-Buch ...

... der Rekorde -- der bisherige Rekordinhaber für die an einem Tag durchgeführte Sportveranstaltung ist der Boston Marathon mit rund 40 000 Teilnehmenden -- problemlos gelungen sein. Über die definitive Aufnahme entscheidet der Guinness-Buch-Verlag im Laufe des kommenden Jahres. Anfang Juni werden die genauen Zahlen bekannt sein. "Ich gehe von über 200 000 Jugendlichen aus", sagte Projektleiter Hansruedi Walser. Das ist im Moment noch eine Hochrechnung, denn die Ergebnisse laufen immer noch ein. Ungefähr 40 Prozent aller Schulgemeinden haben am Weltrekordversuch teilgenommen.
Die wohl knapp 1500 Veranstaltungen wurden mehrheitlich nach individuellem Programm mit einer der in ehrenamtlicher Arbeit erstellten Schulareal-OL-Karten durchgeführt. Teilweise dienten auch Ortspläne oder Landeskarten als Orientierungshilfen. Die Idee des SOLV, neben der Werbung für die Titelkämpfe auch den Bekanntheitsgrad des OL zu fördern, dürfte gelungen sein. Das sCOOL-Projekt wurde durch nachahmenswerte Lernhilfen für den Unterricht oder auch den Song "We will find the way" begleitet.

Weltmeisterin Simone Luder gibt Tipps
Weltmeisterin Simone Luder gibt Tipps

Für die Idee des Orientierungslaufs liess sich auch Prominenz einspannen. Lauberhorn-Abfahrts-Sieger Bruno Kernen, der in Thun an einem der acht Big-Events den Weg durch die Altstadt suchte, fand in 7:26 Minuten ins Ziel und verlor auf die Referenzzeit von Simone Luder, OL-Langdistanz-Weltmeisterin und Dominatorin des Weltcups 2002, knapp zweieinhalb Minuten. Der Schweizer Sportminister Samuel Schmid war in St. Gallen anzutreffen, wo er mit Sprint-Weltmeisterin Vroni König-Salmi Kartenstudium betrieb. Das gesamte Schweizer Nationalteam und Weitere Prominente unterstützten den gigantischen OL-Wettkampf.

2 von 200.000 Schülern beim Weltrekord
2 von 200.000 Schülern beim Weltrekord

Die Idee von sCOOL, dass der OL den Weg aus dem Wald ins urbane Gebiet findet, ist im Spitzensport bereits Tatsache. Zur OL-WM im August wird in Rapperswil/Jona der Sprint-Wettkampf in der Altstadt ausgetragen werden.
Der Projektname sCOOL lehnt sich an das englische Wort "school" an und verbindet den Modeausdruck "cool" sowie die Abkürzungen "CO" (Course d´orientation) und "OL" (Orientierungslauf).

(Quelle: sCOOL)


Mehr:
sCOOL

Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 24.05.2003

© 2001-2017 TK OLImpressum