Orientierungslauf in Deutschland


MTB – ORIENTIERER ANTE PORTAS

Die ersten beiden Rennen der Weltcup- Serie im MBO fanden am vergangenen Wochenende vor den Toren der „ewigen Stadt“ Rom statt. Aus mehr als einem Dutzend Ländern waren die Aktiven angereist, um die ersten Weltcup- Punkte abzufassen.
In unserer Mannschaft machten sich nur die Frauen berechtigte Hoffnung ganz vorne mit dabei zu sein. Bei den Männern waren die mäßigen WM- Ergebnisse des letzten Jahres noch allzu gut in Erinnerung, um sich ernsthafte Gedanken über vordere Platzierungen machen zu wollen...

Antje Bornhak war wieder die beste der Deutschen Teilnehmer
Antje Bornhak war wieder die beste der Deutschen Teilnehmer

Die italienischen Ausrichter waren redlich bemüht dem Anspruch einer Weltcup- Veranstaltung gerecht zu werden, konnten diesen aber nicht in allen Belangen erfüllen.
Auf ihrem Rennprogramm stand für Samstag ein Mitteldistanz- Rennen und für Sonntag die Langstrecke ausgeschrieben. Am Freitag zuvor gab es, sozusagen zum „Heisslaufen“ einen, als Park- OL ausgeschriebenen Lauf in der überfüllten Innenstadt Roms. Nur Cornelia Eckardt und Holger Mager taten sich diese stressige Form des Sightseeings an und konnten ihre Allround- Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen: Conny siegte bei den Damen und Maggi wurde Zweiter bei den Herren! Ein schöner Auftakt und, um es vorweg zu nehmen, die besten Resultate an diesem langen Wochenende für das deutsche Team.

Das Auswahl- Team an Klassischer Stätte.
Das Auswahl- Team an Klassischer Stätte.

Bei den beiden entscheidenden Rennen hatten dann nämlich andere klar die Nase vorn:
Das die finnischen Männer zu den Mitfavoriten zählen würden stand fest, dass sie aber gleich zweimal auf Platz 1 und 2 fuhren, war schon eine Demonstration in besonderem Maße! Weil Jussi Mäkilä am Samstag vor Mika Tervala gewann, machten sie es am Sonntag umgedreht! Die andern durften sich hinten anstellen! Die „andern“ waren als Drittplatzierte Viktor Kortschagin (Russland) am Samstag und Jonas Fritschi (Schweiz) am Sonntag. Die hoch gehandelten Tschechen konnten genauso wenig die Sieger gefährden, wie die noch zur WM im eigenen Lande so erfolgreichen Franzosen. Letztere stellten allerdings mit Laure Coupat die Siegerin auf der Mitteldistanz am Samstag. Umrahmt wurde sie von Michaela Gigon (Österreich) und Ingrid Stengard (Finnland). Antje Bornhak ging zwar als Titelverteidigerin ins Rennen, war jedoch auf Grund einer seit nunmehr 2 Wochen anhaltenden Erkältung stark gehandicapt. Sie fuhr dennoch ein gutes Rennen und wurde 4. Auch Sylvia Thomas (Wehrsdorf) als 7. und Anke Dannowski (Dresden) als 11. waren mit ihren Rennen im Großen und Ganzen zufrieden, was auf Gerit Pfuhl (Dresden) mit ihrem 30. Platz leider überhaupt nicht zutraf. Noch schlimmer erwischte es Cornelia Eckardt, die mit einem Defekt am Rad ausscheiden musste.Bei den Männern schaffte es Holger Mager auf den 19. Platz zu fahren und war damit der beste Deutsche an diesem Wochenende. Harry Männel als 27. und Heiko Gossel als 30. lieferten ebenfalls noch gute Ergebnisse ab, wogegen Falk Wenzel (39.) und Axel Deinert(52.) möglichst unerkannt ins Quartier kommen wollten.
Auf der sonntäglichen Langstrecke machten dann die finnischen Frauen da weiter, wo „ihre“ Männer am Vortag aufhörten und stellten mit Päivi Tommolä die Siegerin und mit Ingrid Stengard die Zweitplatzierte. Dritte wurde die Französin Laure Coupat, die damit auch die Gesamtwertung des Weltcups anführt. Antje leistete sich einen 5 Minuten- Patzer, was sie einen möglichen Sieg kostete und wurde 5. Mit Sylvias 8. und Ankes 9. Platz, schafften aber immerhin 3 deutsche Fahrerinnen den Sprung in die Top Ten. Schade, dass es diesmal kein Staffelrennen gab ...! Auch Gerit konnte sich erheblich steigern gegenüber dem Vortag – Platz 13 und Conni blieb diesmal Pannenfrei und wurde 15.
Das beim Radorientierungsfahren die Technik eine nicht unerhebliche Rolle spielt musste auch Harry Männel auf der langen Strecke erfahren: Nach zwei Platten durfte er ins Ziel schieben. Die anderen Herren fuhren zwar ihr Rennen zu Ende, für eine Top- Platzierung reichte es aber bei Keinem. Der allgemeinen guten Stimmung im Team tat das jedoch keinen Abbruch, denn alles andere als Plätze im Mittelfeld sind derzeit für die Männer wohl nicht drin.
Betrachtet man den Rennkalender und die lange Zeit bis zur nächsten Weltcup- Runde im September kann man diesen Auftakt als guten Trainingsanreiz verbuchen und sich vornehmen: Im Herbst wird alles noch besser!


Die Ergebnisse der deutschen Teilnehmer:

Mitteldistanz:
Damen: 4. Antje Bornhak
7. Sylvia Thomas
11. Anke Dannowski
30. Gerit Pfuhl
ausg. Cornelia Eckardt
Herren: 19. Holger Mager
27. Harry Männel
30. Heiko Gossel
39. Falk Wenzel
52. Axel Deinert

Langdistanz:
Damen: 5. Antje Bornhak
8. Sylvia Thomas
9. Anke Dannowski
14. Gerit Pfuhl
16. Cornelia Eckardt
Herren: 27. Falk Wenzel
37. Heiko Gossel
42. Holger Mager
45. Axel Deinert
ausg. Harry Männel


Autor:
Eingestellt am 04.05.2003

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