Orientierungslauf in Deutschland


Nordic Orienteering Championchip 2003 (NOC)

Die Nordischen Meisterschaften blicken auf eine lange Tradition zurück. Im Jahr 1955 wurde die Idee zum ersten Mal umgesetzt, die wirklich besten Orientierungsläufer in den führenden Nationen Finnland, Schweden und Norwegen zu finden und zu küren. Erst 1988 wurden die ersten „Ausländer“ zu diesem Wettkampf zugelassen, da sich damals schon viele in skandinavischen Vereinen befanden. Jetzt bekommt die NOC in vielen Augen sogar einen höheren Stellwert als die Weltmeisterschaft.

NOC-Logo
NOC-Logo

Jeder weiß, dass die drei Länder mehr als nur die 6 Spitzenläufer haben, die sich nun jährlich bei den Weltmeisterschaften einfinden dürfen. Bei der nur alle zwei Jahre stattfindenden NOC dürfen diese drei Top-Nationen bis zu 10 Läufer je Klasse einsetzen, was eine deutliche Aufwertung der Klassen in ihrer Qualität bedeutet. Alle weiteren Nationen dürfen die üblichen 6 Läufer nominieren.

Eine weitere Besonderheit des Wettkampfes ist es, dass auch der Nachwuchs bis 20 Jahre eine eigene Wertung bekommt. Also eine ideale Heranführung des Nachwuchses an die Weltspitze.

Sörmland
Sörmland

2003 darf zum ersten Mal der Landbezirk Sörmland, ca. 100km südwestlich von Stockholm gelegen, mit dem Wettkampfort Flen als Gastgeber fungieren. Drei ansässige Vereine wurden damit beauftragt die vier Wettkämpfe auszurichten und den 260 Teilnehmern aus 21 Nationen eine gelungene Veranstaltung zu bieten.

Am Donnerstag den 1. Mai starten die Wettkämpfe mit einem Sprintlauf um das Stadtgebiet von Malmköping herum. Am Freitag folgt die Klassikdistanz, wo für viele die Umstellung vom Sprint mit 1:5000 Karten auf 1:15000 Karten Probleme bereiten könnte. Am Wochenende folgen dann die Kurzdistanz am Samstag und die Staffel als Höhepunkt am Sonntag.
Vier sehr harte Wettkämpfe an nur vier Tagen. Eine große Herausforderung für die Aktiven, wo sicherlich jeder und jede Prioritäten setzen muss.

Impressionen aus Flen
Impressionen aus Flen

Das Ausrichterland Schweden setzt voll ihre derzeitigen Vorzeigeathleten Jenny Johannsen und Emil Wingstedt. Wir hoffen auf sehr gute Platzierungen vor allem von Ingo Horst, Luise Kärger und Karin Schmalfeld.
Bei den Damen scheint der Weg wie in den letzten gut 18 Monaten nur über Simone Luder (SUI) zu führen und das gleich bei allen Wettkämpfen. Im Ausgang offener sind die Rennen bei den Herren. Es wird spannend sein zu beobachten, ob die Schweden mit ihren schon auf bestimmte Wettkampfformen leicht spezialisierten Läufern dem Druck im Heimatland gewachsen sind. Über jeden Fehler werden sich die „jungen Wilden“ aus Finnland wie z.B. Weltranglistenführer Pasi Ikonen, Jani Lakanen oder Jarrko Huovila freuen.


Mehr:
Homepage des Ausrichters

Autor: Tobias Wolf
Eingestellt am 29.04.2003

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