Orientierungslauf in Deutschland


Das Technische Komitee arbeitete in Göttingen

Am vergangenen Wochenende rauchten 7 Köpfe im Tagungsraum der Jugendherberge Göttingen. Zur ersten Tagung des Jahres traf sich das komplette Team. Kommissarisch für den Bereich Nachwuchsförderung nahm D/C-Trainer Maxim Reichardt teil und nahm die Interessen dieses wichtigen und leider noch vakanten Bereiches wahr.

Die Komiteemitglieder stellten zuerst Erreichtes aus dem Jahr 2002 vor. Immer wieder kommt selbstverständlich die desolate Finanzsituation in allen Bereichen zur Sprache. Einheitlicher Tenor ist aber eindeutig: „Jammern hilft nicht – wir tun es trotzdem!“.
Der vom Dachverband Turnerbund entsandte Vertreter Weriand Löhmann hatte nichts Positives zu berichten, zeigte sich aber sehr erstaunt über die straffe, umfangreiche und zielorientierte Arbeit des Technischen Komitees, wie gesagt: „Jammern hilft nicht – wir tun es trotzdem!“.
Eine ganze Reihe wichtiger Themen wurden im Akkord bearbeitet. Allgemein interessierende Themen waren zum Beispiel:

  • die Bahnlängenauswertung. Hier werden den Veranstaltern zukünftig Hilfen an die Hand gegeben.

  • Deutsche Meisterschaft Kurzstrecke 2002. Wie können drastische Probleme in der Wettkampforganisation vermieden werden, daraus resultierende schädliche, unsachliche Kritiken z.B. in den Orientierungslauf Informationen vermieden werden. Das wird auch ein Thema auf der Tagung der Wettkampfleiter und Technischen Delegierten in zwei Wochen.

  • Die Wettkampfvergabe 2004 läuft. Bewerber sind weiter willkommen.

  • Die Verwendung der für den deutschen OL fundamentale Wettkampfabgabe muss transparenter publiziert werden, denn ohne Wettkampfabgabe wird es bald kein bundesweites Wettkampfsystem geben.

  • International heißen die Wettkampfformate jetzt Sprint, Mittel, Lang und Ultralang. Auch in Deutschland wird es mit den neuen Wettkampfbestimmungen hier Änderungen geben, denn auch die diesjährige WM wird natürlich in den neuen Formaten ausgetragen.

  • Eine Trennung von Schüler-/Jugendmeisterschaften, Meisterschaften für die Elite und Seniorenmeisterschaften nach den Beispielen JJLVK oder World Masters wurde auf Anfrage diskutuert – aber im bestehenden Wettkampfprogramm soll der Würdigung der einzelnen Altersklassen mehr Beachtung geschenkt werden.

  • Der Konflikt zwischen Turnerbund und Bund Deutscher Radfahrer, unter dem vor allem Spitzenathleten leiden, braucht einen neuen Lösungsansatz.

  • Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung werden in Kürze 80 000 A4-Vollfarbfaltblätter (Themen „Das ist OL“, „Meine ersten Schritte“, „OL in der Schule“) zur Verfügung gestellt. Bis zu 4 thematisch unterschiedliche Arbeitshilfen für Übungsleiter mit je rund 20 Seiten werden ab 2003 beginnend unter Federführung von Uwe Dresel und Lutz Spranger erarbeitet.

  • An einer Ausrichtung eines OL zum Turnfest 2005 in Berlin und der Nutzen für den Berliner OL wird weitergearbeitet.

  • Zwei Änderungen für die Wettkampfbestimmungen, die ab 1.1.2004 wirksam werden, sind im Protokoll nachzulesen.

  • Eine internationale Advisors Clinic könnte demnächst in Deutschland stattfinden.

Um genaue Details nachzulesen wird an dieser Stelle auf den Wortlaut des Protokolls verwiesen, das diese Woche in der Rubrik „Offiziell“ veröffentlicht wird.


Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 02.02.2003

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