Orientierungslauf in Deutschland


Sprintdistanz zum Abschluss

Nach den unwirtlichen Verhältnissen am Vortag lud die Bergstadt Johanngeorgenstadt bei Sonnenschein zur abschließenden Sprintdistanz im Rahmen des Weltcups sowie der Nachwuchs-Europameisterschaften und der Senioren-Weltmeisterschaften. Mit diesem Rennen endete am Sonntag auch die Weltcup-Saison.

Hendrik Holzhauer beim Sprint.
Hendrik Holzhauer beim Sprint.  Foto: Sebastian Schlegel

In der „Stadt des Schwibbogens“ erwartete die Teilnehmer eine sehr schnelle Sprintdistanz mit der Anforderung entsprechend schnelle Entscheidungen zu treffen. Da die Altstadt in den 50iger-Jahren des vorherigen Jahrhunderts aufgrund des Bergbaus abgerissen wurde, bestand die Aufgabe durch eine sehr offen bebaute Mittelstadt sowie durch Gartengebiete zu navigieren. Im Bereich des Zielgebietes war ein Kartenwechsel zu absolvieren.

Die Sprintrennen eröffneten die offenen Klassen sowie die Senioren. Danach folgten die Teilnehmer der Europameisterschaften des Nachwuchses sowie der Eliteklassen.

Manchmal musste das Rad auch getragen werden.
Manchmal musste das Rad auch getragen werden.  Foto: Sebastian Schlegel

Bei den Juniorinnen W20 krönte sich Nikoline Splittorff endgültig zur Queen dieser Europameisterschaften. Bei vier Starts konnte die Dänin vier Goldmedaillen mit nach Hause nehmen. Das EM-Rennen der W17 gewann Jana Hnilica (Österreich). Im Herrenbereich holten Dmitriy Rakovitsa (Russland) und Thomas Steinthal (Dänemark) die EM-Titel. Der deutsche Nachwuchs kam nicht unter die Top20 in der jeweiligen Altersklasse.

In den Eliteklassen waren einmal mehr hochkarätige Läufe auf der Videoleinwand zu verfolgen. Im Damenrennen siegte diesmal souverän Emily Benham Kvale (Großbritannien) vor Marika Hara (Finnland) und Veronika Kubinova (Tschechien).Gerit Pfuhl beendete das Damenrennen auf Rang 31.

Bei den Herren stand Krystof Bogar (Tschechien) vor Anton Foliforov (Russland) und Lauri Malsroos (Estland) ganz oben auf dem Podest. Hendrik Hess (USV TU Dresden) fuhr als stärkster Deutscher auf Rang 32.

In den Seniorenklassen fuhr kein deutscher Teilnehmer in die Top3.

Zieleinfahrt in Johanngeorgenstadt.
Zieleinfahrt in Johanngeorgenstadt.  Foto: Sebastian Schlegel

Im Anschluss an das Rennen erhielten die Sieger und Platzierten ihre Medaillen in der Sprintwertung. Im Nachgang fanden auch die Ranglistenehrungen der verschiedenen Serien statt. Der Weltcup 2019 wurde in Johanngeorgenstadt abgeschlossen.

Bürgermeister Holger Hascheck verwies im Rahmen der Ehrungen auf die lange Wintersporttradition der Stadt mit bekannten Größen wie den Skispringern Richard Freitag oder Sven Hannawald. Der MTB-O war erstmals eine Sommersportart, die mit einer so großen internationalen Beteiligung in dieser Region ausgetragen wurde.

Für die Deutsche Ski-Orientierungslauf Gemeinschaft und die zahlreichen Helfer gingen mit der Sprintdistanz als Ausrichter fordernde Wettkämpfe zu Ende. Die Teilnehmer bescheinigten abwechslungsreiche und anspruchsvolle Titelkämpfe mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten bei kommenden internationalen Veranstaltungen. Die Sichtbarkeit in den unterschiedlichsten Medien wie Zeitungen, Radio, Fernsehen oder beispielsweise den sozialen Kanälen im In- und Ausland war aufgrund des hohen Stellenwertes der Orientierungssportveranstaltung für O-Sport-Verhältnisse sehr gut.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 06.10.2019

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