Orientierungslauf in Deutschland


Harte MTB-O-Entscheidung in Oberwiesenthal

Dass ein Mountainbike-Wettkampf rund um Deutschlands höchstgelegene Stadt im Oktober ein Risiko sein würde, war den Ausrichtern der Deutschen Ski-Orientierungslauf Gemeinschaft bewusst. Mit so widrigen Bedingungen hatten wohl selbst die Einheimischen nicht gerechnet. Nicht wenige Teilnehmer der offenen Rennen und der Senioren-Weltmeisterschaften entschieden sich gegen einen Start. Auch das Organisationsteam hatte mit den Bedingungen zu kämpfen.

Radfahren am Limit.
Radfahren am Limit.  Foto: Sebastian Schlegel

Schon bei der Einfahrt auf den zentralen Loipenparkplatz direkt vor der Skiarena Oberwiesenthal war allen Teilnehmern bewusst, dass dieser Wettkampftag nur etwas für ganz hartgesottene Mountainbiker sein wird. Bei Temperaturen unter 5 Grad parkten die Teilnehmer aus der gesamten Welt ihre PKW inmitten einer Nebelwand. Je nach Ankunftszeit kam eine unterschiedlich starke feuchte Begrüßung hinzu. Viele Starter gingen an diesem Tag bis an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus.

Die Senioren sowie offenen Klassen starteten im Massenstart zuerst in den Nadelwald des mittleren Erzgebirges unweit der tschechischen Grenze. Durch die intensive Nutzung für den Skilanglauf und das sommerliche Pendant, waren Streckenteile asphaltiert. In allen anderen Streckenabschnitten wurden Mensch und Material richtig beansprucht. Einige Starter verschwanden bis zum Knie im Schlamm.

Schlammschlacht in Oberwiesenthal.
Schlammschlacht in Oberwiesenthal.  Foto: Sebastian Schlegel

In den Seniorenklassen war ein Mix aus einem Score-OL und Schmetterlingen zu absolvieren.

Die später starteten Nachwuchsfahrer der Altersklassen M/W 17 und 20 gingen gegen Mittag auf ihre Staffelbahnen. Die Eliteklasse absolvierte den Wettkampf als 3er-Mixed-Staffel. Die Teams bestanden dabei mindestens aus einer Dame. Die Position der Aufstellung dieser war jedem Team selbst überlassen.

Vor allem der Nachwuchs kämpfte mit den immer schlechter werdenden Bedingungen. Trotz intensiver Erwärmungsversuche in der Wechselzone nahmen manche Fahrerinnen und Fahrer das Rennen in einem eher suboptimalen Zustand auf. Es gab aber auch die ganz hartgesottenen Mountainbiker, welche die Wetterbedingungen gänzlich ignorierten und in bester Sommermontur das Rennen aufnahmen.

Gezeichnet vom Wettkampf.
Gezeichnet vom Wettkampf.  Foto: Sebastian Schlegel

Gezeichnet war fast jeder Teilnehmer nach der Einfahrt in das Zielgebiet. Der eine oder andere Starter hatte noch ein Lächeln im Gesicht. Stark verschmutztes Material, stark verschmutzte Kleidung und eine sichtbare Erschöpfung war aber eher die Regel.

Neben den harten Wettkampfbedingungen gab es auch aus technischer Sicht Probleme in diesem Umfeld die Auswertungen allesamt korrekt durchzuführen.

Der Weltcup-Sieg in der Mixed-Staffel ging an Österreich vor Russland und Tschechien. Die Europameistertitel des Nachwuchses in der Staffel sicherten Finnland (W17), Frankreich (M17) sowie Dänemark (W20 & M20).

Jens Leibiger (Post SV Dresden) fuhr bei den Herren 60 erneut auf den Silberrang.

Zum Abschluss der MTB-O-Wettkämpfe im Erzgebirge folgen am Sonntag die Sprintentscheidungen in Johanngeorgenstadt.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 05.10.2019

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