Orientierungslauf in Deutschland


Anspruchsvoller Sprintauftakt in Ruoms

Der erste Wettkampf zum Junioren Europa Cup 2019 fand in und außerhalb der kleinen Stadt Ruoms statt. In den vier Kategorien konnten vier verschiedene Nationen Siege verzeichnen - W18 Megan Keith (GB), W20 Eline Gemperle (SUI), M18 Samuel Pihlström (SWE) und M20 Elias Jonsson (NOR). Das beste deutsche Ergebnis konnte Riccardo Casanova (M20) mit Platz 12 erreichen.

Marek Pompe beim Zielsprint
Marek Pompe beim Zielsprint  Foto: Karsten Leideck

Im letzten Bulletin war auf künstliche Barrieren zwar hingewiesen worden, dass der komplette Anfangsteil aller Bahnen jedoch ein regelrechtes Zaunlabyrinth durchlief, überraschte viele Starter. Von Beginn an galt es, die Routen um die unsymmetrisch angeordneten Zaunelemente möglichst gut einschätzen zu können und sich durch rasches Entscheiden und Vorplanen Zeit für die nächsten Verbindungen zu erarbeiten. Jeder Übergang war eine Routenwahl, es war also von Anfang an hohe Konzentration gefordert. Erschwerend kamen Temperaturen um 30°C hinzu, mit denen einige Starter zu kämpfen hatten. Im zweiten Teil der Bahn ging es dann durch den verwinkelten Altstadtbereich von Ruoms, in dem weiterhin Routenwahlen und Kartenkontakt, zusätzlich aber auch der Kartenwechsel den Athleten Probleme bereitete. So übersahen leider ca. 25 der Starter, darunter drei Deutsche, den dortigen Posten am Ende der Sichtstrecke und kamen somit leider nicht in die Wertung.

Geländeeindruck Sprint
Geländeeindruck Sprint  Foto: Karsten Leideck

Gut vorbereitet startete Riccardo Casanova (OLG Regensburg) ins Rennen. Nach kleinen Zeitverlusten im ersten Streckenabschnitt konnte er dann im Stadtbereich von seiner guten Ortskenntnis profitieren und sich bis zum Ende auf einen starken zwölften Platz vorkämpfen. Ebenfalls sehr solide präsentierten sich die M18-Starter Anselm Reichenbach (SSV Planeta Radebeul), Lucas Imbsweiler und Lukas Becker (beide TV Oberbexbach), die sich nach kleineren Zeitverlusten durch unglückliche Routenwahlen auf den Rängen 22 und 26 (zeitgleich) wiederfanden. Rundum zufrieden zeigte sich die heute erst 15 gewordene Emma Caspari (OL Team Lippe) – sie konnte sich mit Platz 48 in W18 als beste Deutsche platzieren. Das beste W20-Ergebnis erlief Ann-Charlotte Spangenberg (TG Münden) mit einem konstanten Lauf, bei dem ihr physisch jedoch die Hitze etwas zu schaffen machte. Insgesamt sind die Starterfelder auch in diesem Jahr weiter angewachsen, vor allem die skandinavischen Länder sind beim JEC mittlerweile mit großen Teams vertreten. Die Platzierungen lassen sich daher nur bedingt mit denen aus den vergangenen Jahren vergleichen.

Am morgigen Samstag erwartet die jungen Athleten eine Langdistanz, die es mit bis zum 520 Höhenmetern (M20) in sich haben wird. Gestartet wird ab 10 Uhr im Gebiet rund um die Skistation Croix de Bauzon. Live Ergebnisse wird es erst ab 12:30 Uhr geben.


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Autor: Nina Döllgast
Eingestellt am 27.09.2019

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