Orientierungslauf in Deutschland


Sieg beim O-Ringen für Alexandersson und Glebov

Mit mehr als 33 Minuten Vorsprung gewann die Schwedin Tove Alexandersson wenige Wochen vor den Weltmeisterschaften überlegen den Mehrtagelauf O-Ringen. Der Herrensieg ging an den Ukrainer Ruslan Glebov. Susen Lösch (USV Jena) stieg als einzige deutsche Teilnehmerin im Elitebereich der Damen und Herren vorzeitig aus.

Ältester Starter und Sieger.
Ältester Starter und Sieger.  Foto: Bernd Wollenberg

Die abschließende fünfte Etappe bot sowohl physisch als auch technisch beim "O-Ringen Kolmården 2019" den höchsten Anspruch. Gelaufen wurde in Yxbacken, unweit von Norrköping. Auch diese Etappe gewann die schwedische Weltmeisterin überlegen vor Sara Hagström und Johanna Öberg (alle Schweden). Bei den Herren erwischte Ruslan Glebov keinen optimalen Tag, konnte aber trotzdem vor Emil Svensk und Albin Ridefelt (beide Schweden) über den Gesamtsieg jubeln.

Susen Lösch ließ die fünfte Etappe aus. Da die Nationalläuferin das Gelände aus dem Training genauer kennt, schätzte sie ein, dass es für ihre persönliche Vorbereitung auf die kommenden Weltmeisterschaften besser sei, nicht weiter zu starten – sicherlich auch, um nicht doch irgendeine Verletzung zu erleiden. Und deren gab es bei den Schlusspassagen eigentlich aller Etappen 3 – 5 schon fast zu viele. Denn durchweg alle Bahnen führten im Schlussdrittel durch schroffe Abhänge mit nur wenigen Postenstopps 50 und mehr Meter hinunter ins Tal – speziell für die vielen Seniorenkategorien ein vielfach schon gefährlich zu nennendes Unterfangen. Der Sieger der H 90 und mit 92 Jahren 2019 der älteste Starter, Curth Svensson (Skaneslättens OL) war denn auch glücklich, unversehrt den Siegeskranz bekommen zu haben. Denn selbst die schmalen Pfade boten bei den „Schussfahrten zum Ziel“ kaum beruhigende Sicherheit.

Per Hähnel im Zieleinlauf.
Per Hähnel im Zieleinlauf.  Foto: Berit Hähnel

Die weiteren deutschen Starter in den Eliteklassen der D/H18 und 20 konnten sich nicht im vorderen Bereich der Ergebnisliste platzieren. Einen deutschen Sieg gab es in der H 14 kurz. Der Wehrsdorfer Per Hähnel startete zwar das erste Mal in Schweden, hatte aber durch seine vielen Starts bei tschechischen Orientierungsläufen und das gute Training in den Wehrsdorfer Wäldern die richtige Vorbereitung für das fast ähnliche schwedische Geläuf.

Im Mountainbike-Orienteering fuhr der Wehrsdorfer Harry Männel nach richtig verkorkster 4.Etappe den vierten Platz in der Gesamtwertung seiner Altersklasse 60 ein. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass „Altmeister“ Harry den gesamten Wettbewerb auf dem kleineren Reserverad absolvieren musste. Sein bisher genutztes Rad wurde ihm bei Wettbewerben in Tschechien entwendet.

Speziell über das Gelände wurde dann auch in allen möglichen Sprachen noch im Zielbereich eifrig diskutiert und sich gegenseitig die diversen Schürfwunden präsentiert. Trotzdem werden sicherlich sehr viele von ihnen und mindestens genauso viele andere wieder dabei sein, wenn es 2020 heißt „O-Ringen Uppsala ist eröffnet“.


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Autor: Bernd Wollenberg & Daniel Härtelt
Eingestellt am 02.08.2019

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