Orientierungslauf in Deutschland


Und wieder ist O-Ringenzeit

Eine feste Größe wie Weihnachten und Ostern ist im Leben vieler Orientiererfamilien und bestimmt genau so vieler Einzelkämpfer das schwedische O-Ringen. Anno 2019 zog es zum ersten Start am Rand von Finspangs 16700 Teilnehmer aus 46 Nationen, darunter 169 Vertreter Deutschlands. Damit stellen die Deutschen im „Nationenranking“ das sechststärkste Kontingent.

Geländeimpression
Geländeimpression  Foto: Bernd Wollenberg

Natürlich sind die Schweden mit 12990 die zahlenstärkste Nation, gefolgt von 1194 Norwegern, 500 Finnen, 376 Schweizern und 240 Dänen. Mit nur einem Teilnehmer vertreten sind u.a. Kolumbien, Moldawien, Vanuatu aber auch die Slowakei.

Die beiden ersten Etappen führten das Feld an den östlichen Stadtrand von Finspangs und bot ein zum Teil recht steiles, felsiges Geläuf, das aber teilweise höher gelegene flache Laufstücke mit etlichen kleineren Wegen anbot. Unsere deutschen Teilnehmer kamen naturgemäß sehr unterschiedlich zurecht. Die „Skaninavienerfahrenen“ platzierten sich denn auch, so sie gesund und im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, in den vorderen Mittelfeldern der wieder riesigen Kategorienfelder mit den üblichen 1-Minuten-Startintervallen. Die anderen zahlten, wie viele andere Neustarter im Norden Europas jedes Jahr aufs Neue zu erleben, ihr Lehrgeld. Andererseits – genau wegen dieser O-technischen Herausforderungen, sind ja alle hierher Jahr für Jahr unterwegs. Mit am besten zurecht kamen einmal mehr unsere einzige Elitestarterin Susen Lösch (USV Jena), die zum Ruhetag, der diesmal bereits nach den ersten beiden Etappen erfolgte, in der Gesamtwertung auf Platz 19 liegt. Auf den Langbahnen der D 21 und H 21, die durchaus noch Eliteniveau haben und in früheren Ausgaben der O-Ringengeschichte als „Elite 2“ gelistet wurden, sind einige deutsche Starter unterwegs. Sabine Rothaug (OSC Kassel) steht bei den Damen auf Platz 32. Die Ergebnisse der deutschen Herren sind, allerdings mit weitaus mehr Konkurrenz beglückt, dann im Ranking weiter hinten zu finden.

Im MTBO ist Harry Männel (OL-Team Wehrsdorf) mit seinem 5.Platz nach zwei Läufen wieder gut im Rennen, ihn trennen von der Spitze keine 6 Minuten.

Am Ruhetag der Läufer folgen dann der Elitesprint, die MTBO-Fahrer treten ihre 3.Etappe an und diverse Rahmenprogramme bieten viel Abwechslung und Entspannung.


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Autor: Bernd Wollenberg
Eingestellt am 25.07.2019

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