Orientierungslauf in Deutschland


Klein zum Schluss groß zur JWM

Je länger der Wettkampf für Cedrik Klein (USV TU Dresden) dauerte, desto mehr konnte er seine läuferische Stärke ausspielen und wurde 38. Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden) baute hingegen nach starkem Start gegen Schluss immer mehr ab und wurde 51.

Cedrik Klein nach dem Rennen.
Cedrik Klein nach dem Rennen.  Foto: Sven Hommen

Schmutzig, glücklich und müde war Cedrik Klein im Ziel nach über 10 km Luftlinie, 625 m Steigung und 24 Posten. Etwas verhalten gestartet kam er in der zweiten Hälfte des Rennens immer besser in Fahrt und profitierte dabei auch vom Gegnerkontakt. Dass er sich dabei nicht nur auf einfaches Nachlaufen beschränkte, zahlte sich aus. Eine Vierergruppe forderte sich in den steilen Hängen von Velling-Snabegård immer wieder mit unterschiedlichen Routenentscheiden heraus, um den nächsten Posten trotzdem wieder gemeinsam zu passieren. Am Schluss ergab dies für Cedrik den erfreulichen 38. Schlussrang. Mit den Rängen 45 Riccardo Casanova (OLG Regensburg), 61 Erik Scheuermann (SSV Planeta Radebeul) und 82 Anton Silier (Preetzer TSV) klassierten sich drei weiter deutsche Athleten in der ersten Ranglistenhälfte und sorgten für ein erfreuliche Bilanz des Juniorenteams. Weltmeister wurde Titelverteidiger Kasper Fosser aus Norwegen.

Konzentriert war Ann-Charlotte Spangenberg ins Rennen gestartet und konnte schon bald die vor ihr gestartete Norwegerin sehen. Leider gelang es ihr in der Folge dann nicht ganz zu der Skandinavierin aufzulaufen. Mit eine starken Phi-Loop im Mittelteil der Bahn verbesserte sie sich um einige Ränge und war auf dem Weg zu einer Topklassierung. Doch bereits hier war das Gefühl nicht mehr gut, die Kräfte liessen nach und damit kamen auch die Fehler. Etwas frustriert musste sich Ann-Charlotte mit dem 51. Rang zufrieden geben.

Analyse im Ziel
Analyse im Ziel  Foto: Sven Hommen

Hannah Hänsel (SV Lengefeld) verlor bereits in der ersten Rennhälfte viel Zeit, konnte sich dann aber fangen und sich auf den letzten 30 Wettkampfminuten noch um 23 Plätze auf Rang 88 verbessern. Bei den Juniorinnen geht der Weltmeistertitel an die Finnin Ida Haapala.

Für das ganze Team ist morgen Dienstag Regeneration und Vorbereitung auf die Mitteldistanz angesagt. Die Qualifikation findet am Mittwoch, die Entscheidung am Donnerstag statt.


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Autor: Thomas Meier
Eingestellt am 08.07.2019

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