Orientierungslauf in Deutschland


30 Deutsche ziehen in das Sprintfinale ein

Mit einer so großen Anzahl an deutschen A-Finalisten bei den Senioren-Weltmeisterschaften im lettischen Riga hätte wohl kaum einer gerechnet. Insgesamt 30 deutsche Damen und Herren lösten mit teilweise sehr souveränen Leistungen das Ticket für das höchste Sprintfinale in ihrer Kategorie. Nach einer laufbetonten Qualifikation folgte am Samstagnachmittag die offizielle Eröffnungszeremonie der Weltmeisterschaften. Am Sonntagvormittag werden dann die ersten Titel vergeben.

Teilnehmer und Zuschauer bei den Wettkämpfen
Teilnehmer und Zuschauer bei den Wettkämpfen  Foto: Ute Schönfeld

Fast scheint es so als wäre die Sprintdistanz die neue Lieblingsdisziplin der deutschen Orientierungsläufer. Nach den Titeln der Ausnahmekönner bei den Senioren sowie dem Nachwuchs scheinen inzwischen auch immer mehr Orientierungsläufer aus Deutschland von den zahlreichen regionalen Sprintserien und der Deutschen Park Tour zu profitieren.

Nachdem es gestern in Riga immer wieder zu kräftigen Schauern bei maximal 15 Grad kam, wurden die Teilnehmer heute mit Sonne bei 20 Grad und starkem Wind verwöhnt. Die Qualifikation fand in der Dzeguzkalns Arena statt. In den ersten zwei Dritteln der Bahnen waren die Posten in einem etwa 40 Jahre alten Wohngebiet mit 4-geschossigen Häusern, Garagen und einem Industriekomplex zu finden. Den Abschluss bildete eine Runde durch den hügeligen Park von Dzeguzkalns mit verwirrend hoher Postendichte.

Neben ein paar Routenwahlentscheidungen stand vor allem die läuferische Komponente im Vordergrund. Fehler im Qualifikationslauf bedeuteten nicht selten das Verpassen des A-Finales der jeweiligen Kategorie.

Postenstandort in der Dzeguzkalns Arena
Postenstandort in der Dzeguzkalns Arena  Foto: Ute Schönfeld

Einen Platz im A-Finale über die Sprintdistanz konnten folgende deutsche Läuferinnen und Läufer sichern:

Damen

Jennifer Warg (D35, Skizunft Wiesbaden), Claudia Becker (D40, Berliner Turnerschaft), Anke von Gaza (D45, OLV Uslar), Kristin Ritzenthaler (D45, TSV Jetzendorf), Ute Schönfeld (D50, SV TU Ilmenau), Silvia Nolte (D50, TSV Nusse), Wiebke Shiver (D50, Post SV Dresden), Elena Malkowa (D55, Post SV Dresden), Veronika Lange (D60, USC Magdeburg), Beatrix Hänelt (D70, TUS Lübbecke), Erika Lemnitzer (D75, Kaulsdorfer OLV), Michel Birgitt (D75, TV Jahn Wolfsburg), Brigitte Burkhardt (D80, Post SV Dresden), Brigitte Schmiedeberg (D80, SV Turbine Neubrandenburg), Ingrid Grosse (D80, USV TU Dresden)

Herren

Anatolii Dunaev (H35, Gymnasion Offenbach), Martin Nolte und Michael FInkenstädt (H50, OSC Hamburg), Hendryk Wetzel (H50, SV Robotron Dresden), Björn Finkenstädt (H50, OLV Potsdam), Nils Schmiedeberg (H50, SV Turbine Neubrandenburg), Hagen Nieke (H55, USV TU Dresden), Michael Thierolf (H55, TSG Bad König), Diethard Kundisch (H65, USV TU Dresden), Helmut Härtelt (H65, SSV Planeta Radebeul), Dieter Conrad (H75, SV Wissenschaft Quedlinburg), Helmut Conrad (H75, USV TU Dresden), Günther Gohde (H80, Turnklubb zu Hannover), Edmund Keil (H85, Bielefelder TG), Georg Reischl (H85, TV Osterhofen)

Die Finalläufe beginnen am Sonntag ab 8 Uhr (MESZ). Die Strecken führen dann durch das Zentrum von Riga.


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Autor: Daniel Härtelt & Ute Schönfeld
Eingestellt am 06.07.2019

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