Orientierungslauf in Deutschland


22. Thüringer 24-Stunden-OL in Wolfersdorf

Die jungen Orientierungsläufer von der HSG Uni Jena, die 1985 den ersten 24-Stunden-Orientierungslauf aus der Taufe hoben, benannten nicht nur diesen Lauf, sondern auch eine Serie von Wettkampfkarten und einen nie zugelassenen Orientierungslaufverband nach dem – damals nicht existenten – Land Thüringen. Seitdem gab es - fast - immer wieder neue Stationen. Diesmal ruft der USV Jena - muss man sagen schon? - nach acht Jahren wieder nach Wolfersdorf.

Abendstimmung 24-Stunden-OL
Abendstimmung 24-Stunden-OL  Foto: USV Jena

Das klingt ein wenig wie nachlassende Phantasie bei der Suche nach geeigneten Wettkampfgeländen. Aber ruhig ging es im Vorbereitungsteam durchaus nicht zu: verschiedene Varianten wurden immer wieder durchdiskutiert: zwei Gebiete in der Nähe des Rennsteigs bei Eisenach lehnte letztlich das zuständige Forstamt ab, auch das ostsächsische Siebenlehn erwies sich am Ende als nicht geeignet.

Aber wir vom Jenaer Universitätssportverein kehren gerne nach Wolfersdorf zurück. Nicht nur, weil wir es hier so schön finden. Hier sind wir willkommen - und bilden gerne den Auftakt zum Jubiläumsjahr „85 Jahre Waldbad Herzog Ernst“. Wolfersdorf ist zudem so etwas wie ein Jenaer Stammort. Denn unser Universitätsgründer, der Führer der Protestanten und geschlagene Kurfürst Johann Friedrich verbrachte 1552 im hiesigen Jagdschloss „Zur Fröhlichen Wiederkunft“ die ersten Tage nach fünfjähriger katholisch-kaiserlicher Gefangenschaft, um dann endgültig in seine Heimat zurückzukehren.

Impression Abseits der Läufe
Impression Abseits der Läufe  Foto: USV Jena

Unser Team besteht in diesem Jahr aus 83 Helfern und Organisatoren. Alle knapp 7000 Wettkampfkarten wurden geprüft, die SI-Technik ausprobiert sowie das komplette Netzwerk mit bis zu 10 Computern für einen Funktionstest inklusive einiger Funkposten aufgebaut, die 186 Mannschaftstüten für die 971 Läufern gepackt.

Der Wald ist insgesamt sehr abwechslungsreich. Es wird nur halb so bergig wie beim letzten Mal in Etterwinden.

Übrigens: die 1985 erdachten Grundregeln gelten im Grunde bis heute. Aber es gibt auch Neuigkeiten. Dank eurer vielen Anregungen haben wir das System des Wettkampfes in einigen Bereichen modifiziert. So gibt es nur noch EASY- und DIFFICULT-Strecken, die Unterteilung in Lang und Kurz fällt weg. Die 6 FF-Strecken (Mottobahnen), die bisher jedem Läufer am Ende des Laufes zur Verfügung standen, werden nun als erstes absolviert. Die Strecken sind so konzipiert, dass möglichst alle 6 Staffelmitglieder das Staffelfieber miterleben dürfen und die ersten 2 bis 3 Stunden des Wettkampfgeschehens ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen herrscht.

Unser Tipp: Wettkampfunterlagen genau studieren!


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Autor: Matias Mieth
Eingestellt am 30.05.2019

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