Orientierungslauf in Deutschland


WM-Vorbereitung und Weltcup-Sichtung in Norwegen

Eingerahmt von einem Trainingslager des Juniorenteams in Dänemark, der CEYOC der Jugend im Osten Tschechiens und einem zweiten Junioren-TL in Dänemark fand die erste praktische WM-Vorbereitung des Eliteteams statt. Anschließend wurde das Team für die kommende Weltcuprunde im Juni in Finnland nominiert.

Siegerehrung beim Smaaleneneløpet mit Susen Lösch und Felix Späth in den Top Ten
Siegerehrung beim Smaaleneneløpet mit Susen Lösch und Felix Späth in den Top Ten  Foto: Nationalteam

Am 6. und 7. April startete das Team mit dem Norwegian Spring (Mittel- und Langdistanz). Die Wettkämpfe dienten als Standortbestimmung und zum Vergleich mit starker internationaler Konkurrenz. In der Umgebung von Fredrikstadt, Oslo und Halden folgten zahlreiche Trainingseinheiten. Deren Ziele waren unter anderem: die technische Perfektion der Planumsetzung, die Umsetzung hohen Tempos im Wald bei Intervalleinheiten oder Routine sammeln bei den typisch skandinavisch langen Routenwahlen.

Das Highlight war sicherlich das Massenstarttraining bei Akselås unter Führung des schwedischen Nationalteams und des Halden SK. Das Who-is-Who der weltbesten Läufer traf sich Mittwochvormittag irgendwo im Nirgendwo an einem kleinen Steinbruch, mitten in den norwegischen Wäldern, um eine Trainingseinheit zu absolvieren, bei der man sich konkurrenztechnisch bei keiner Europameisterschaft schämen müsste.

Fast wie selbstverständlich waren das Staatsfernsehen NRK, sowie einige "Extra-Ablenker" dabei, wie Peter Öberg, der die gesamte Strecke mit handgehaltener Kamera lief oder Johan Runesson, der die Damen-Führungstram mit einer Soundbox verfolgte, um sie realistisch auf Dauerbeschallung auf Durchläufen durch Wettkampfarenas einzustellen.

Viele klangvolle Namen waren beim Massenstart-Training in Akselås im Wald unterwegs
Viele klangvolle Namen waren beim Massenstart-Training in Akselås im Wald unterwegs  Foto: Nationalteam

Abschließend traf man die meisten bei den WRE-Läufen Lørdagskjappen und Smaaleneneløpet wieder. Aus deutscher Sicht glänzten hier Susen Lösch und Felix Späth mit Top-10-Platzierungen bei der sonntäglichen Langdistanz.

Ole Hennseler und Birte Friedrichs konnten zudem mit sehr guten und konstanten Leistungen einmal mehr aufzeigen, dass im deutschen Orientierungssport hochwertige Athleten nachrücken.

Kurz bevor bei den Athleten und Trainern der Alltag einkehren konnte, wurde das Team für den finnischen Weltcup im Juni benannt. Dort wird Deutschland von den folgenden Athletinnen und Athleten vertreten werden:

Nominierungen für die Weltcuprunde in Finnland:

Birte Friedrichs (MTV Seesen)        Bojan Blumenstein (OSC Kassel)
Arntraut Götsch (USV Jena) Erik Döhler (TuS Karlsruhe-Rüppurr)
Susen Lösch (USV Jena) Moritz Döllgast (TV Oberbexbach)
Dorothea Müller (Post SV Dresden) Ole Hennseler (MTV Seesen)
Patricia Nieke (USV TU Dresden) Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden)
Christiane Tröße (SV TU Ilmenau) Colin Kolbe (TuS Lübbecke)
Felix Späth (OLG Siegerland)

Im Mai wird es ein zweites Trainingslager in Norwegen geben.

Essensrunde des Nationalteams im Trainingslager in Norwegen
Essensrunde des Nationalteams im Trainingslager in Norwegen  Foto: Nationalteam

Mehr:
GPS Massenstart-Training in Akselås
Bericht des staatlichen norwegischen Fernsehens NRK (OL ab Minute 20)
Fotos vom Trainingslager auf der Facebook-Seite German Elite Orienteering Team

Autor: Josef Neumann
Eingestellt am 20.04.2019

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