Orientierungslauf in Deutschland


Projektantrag von DTB und DOSV im Rahmen von Erasmus+ eingereicht

Fast schien die Idee für den bereits seit längerem geplanten Projektantrag "OPEN ACCESS TO ORIENTEERING - Urban Orienteering as a Grassroots Sport in Europe" in Vergessenheit zu geraten, erst im vergangenen Herbst lebten die Aktivitäten wieder auf. Im Rahmen des Kongresses des Internationalen Orientierungssport Verbands (IOF) in Prag Ende 2018 wurden unsererseits in einem kurzen Vortrag inhaltliche Grundideen vorgestellt und Gespräche mit potentiellen Partnern geführt.

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Erste Erfahrungen zeigten, dass es nicht einfach ist, zuverlässige Interessenten zu finden, die bereit sind, Arbeit zu übernehmen. Aber schließlich fand sich eine Gruppe mit Vertretern aus Dänemark, Tschechien, Belgien, der Slowakei und Deutschland zusammen. Bei einem Treffen im Januar in Frankfurt/Main wurden die Eckpunkte festgelegt und Arbeitsbereiche verteilt. Ohne die Erfahrungen des Deutschen Turner-Bundes (DTB) mit EU-Projekten und die Hilfe von Maria Lourdes Gonzalez, die als Mitarbeiterin des DTB den gesamten Antrag koordinierte, hätten wir es aber nicht geschafft, den Projektantrag pünktlich einzureichen.

Doch was wurde überhaupt beantragt?

Verkürzt dargestellt wird von der Situation ausgegangen, dass zu wenige junge OLerinnen und OLer in Organisationsaufgaben hineinwachsen und dort dauerhaft und wiederkehrend eingebunden werden. OL-Organisation ist meist eine Sache der Älteren. Um dem zu begegnen, sollen spezielle internationale Kurse für 17 - 25 jährige angeboten werden, zu denen jedes Partnerland bis zu fünf Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer senden kann. Diese sollen dann sowohl in ihrem Verein als auch möglichst in Vereinen in anderen Ländern aktiv in die OL-Organisation eingebunden werden, wobei der Schwerpunkt auf niederschwelligen Angeboten und dem Erschließen neuer Teilnehmergruppen für den OL liegt.

Die Aufgaben sind auf Workpackages unterteilt, die von der Zusammenstellung von Kursmaterialien über die Durchführung und Analyse der Kurse bis zur Erstellung einer Homepage reichen. Der Hauptantragsteller des Gesamtprojekts ist der DTB, der damit die Aufgabe der finanziellen Abwicklung, wesentlicher organisatorischer Dinge und auch der Berichterstattung hat. Als weiterer offizieller Partner auf deutscher Seite ist der DOSV mit im Boot. Hier zeigte sich bereits bei der Erarbeitung des Antrags, die im Endeffekt doch auf den Schultern von DTB und DOSV lastete, eine vertrauensvolle und reibungslose Zusammenarbeit ohne jede Konkurrenzorientierung.

Mit einer Entscheidung über den gestellten Antrag ist im Herbst 2019 zu rechnen. Eine Genehmigung durch die EU-Kommission würde sich durchaus finanziell lohnen, wäre aber auch mit viel Arbeit verbunden.

Der umfangreiche Projektentrag ist unter Dokumente im Bereich Breitensport und über den Link nachzulesen.


Mehr:
EU Projektantrag 'Open Access to Orienteering'

Autor: Hans Joachim Bader  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 09.04.2019

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