Orientierungslauf in Deutschland


Russland dominiert Staffelwettbewerbe, Gold für Renate Tröße

Zum Abschluss der Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf hat Russland am Sonntag sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Gold gewonnen. Im nordschwedischen Piteå gelang beiden Teams ein Start-Ziel-Sieg. Die deutschen Damen kam auf Rang neun. Bei den Senioren-Weltmeisterschaften holte Renate Tröße vom SV TU Ilmenau den Titel in der Damen 65.

Jussi Bruns (re.) wechselt auf Schlussläufer Tom Buchholz, der für die deutsche Jugend-Staffel noch einen Platz gut macht.
Jussi Bruns (re.) wechselt auf Schlussläufer Tom Buchholz, der für die deutsche Jugend-Staffel noch einen Platz gut macht.  Foto: Renate Tröße

Es war von vornherein ein Kampf zwischen Russland und Schweden. Doch in der Damenkonkurrenz schien sich dieser Zweikampf schnell erledigt zu haben. Während Startläuferin Alena Trapeznikova wie gewohnt ihr Programm abspulte und die Russinnen fast von Beginn an mit Vorsprung an die Spitze brachte, leistete sich Linda Lindkvist in der zweiten Hälfte einen gravierenden Fehler, so dass die Gastgeberinnen auf Position fünf wechselten. Eine Hypothek, die Magdalena Olsson nicht einlösen konnte. Immerhin brachte sie Schweden auf Rang drei. Vorne braute Tatyana Oborina die Führung für Russland aus. Zwar schrumpfte die wieder, weil Tove Alexandersson auf der Schlussschleife deutlich Boden gut machte auf Mariya Kechkina, die ihr noch am Vortag Gold auf der Mitteldistanz entrissen hatte, doch der Vorsprung der Russin war viel zu groß, als dass die Schwedin noch mehr als Silber herausholen konnte. Geschlagen geben musste sich dafür Salla Koskela, die die gut laufenden Finninnen zwar im Rennen hielt, den zweiten Rang aber nicht verteidigen konnte, so dass es am Ende Bronze wurde.
Die deutschen Damen in der Besetzung Rieke Bruns, Tanja und Pia Bucholz (alle MTK Bad Harzburg) hielten sich fast im gesamten Rennverlauf konstant auf Rang neun.

Renate Tröße sichert sich den Senioren-Weltmeistertitel in der Damen 65.
Renate Tröße sichert sich den Senioren-Weltmeistertitel in der Damen 65.  Foto: Björn Heinemann

Bei den Herren entwickelte sich ein spannendes Rennen. Nach dem ersten Wechsel lagen zwischen dem führenden Russen Vladislav Kiselev und dem Schweden Martin Hammarberg auf Rang vier gerade mal 40 Sekunden. Erst auf der zweiten Runde setzte sich Sergey Gorlanov deutlich nach vorne ab. Zwischen Finnland, Norwegen und Schweden mit Tuomas Kotro, Audun Heimdal und Markus Lundholm trennten aber nur 15 Sekunden die Plätze zwei bis vier. Erst der in dieser Woche gut aufgelegte Doppelweltmeister Erik Rost sorgte dafür, dass sich die Gastgeber am Ende klar über Silber freuen konnten, während vorne der ebenfalls schon mit Einzel-Gold ausgestetatte Andrey Lamov Russland ungefährdet zum Sieg lief. Den Kampf um Bronze entscheid Lars Moholdt für Norwegen gegen den Finnen Tero Linnainmaa.

Das deutsche Team verabschiedet sich aus Nordschweden.
Das deutsche Team verabschiedet sich aus Nordschweden.  Foto: Björn Heinemann

Bei den Jugend-Europameisterschaften kam das deutsche Team auf den achten Platz. Nachdem Moritz Lucke (Post SV Dresden) als Startläufer an Position neun wechselte, hielt Jussi Bruns die Position, bevor Schlussläufer Tom Buchholz (beide MTK) noch einen Platz gut machte.
Einen Erfolg feierte bei den gleichzeitigen Senioren-Weltmeisterschaften Renate Tröße. Nachdem die Ilmenauerin am Freitag nach dem ersten von zwei Wertungsläufen über die Mitteldistanz noch auf Rang zwei lag, schob sie sich beim abschließenden Rennen am Sonntag an der führenden Schwedin Bodil Fred vorbei und sicherte sich somit den Senioren-Weltmeistertitel. Bei den weiteren deutschen Teilnehmern war Rolf Heinemann (SV Robotron Dresden) als Vierter in der Herren 80 noch nah dran an den Medaillen. Komplett gedreht hat sich noch das Tableau der deutschen Teilnehmer in der gut besetzten Herren 45. Am Ende kam das Trio Jens Lucke (Post), Sven Buchholz (MTK) und Björn Heinemann (Robotron) dicht an dicht auf die Plätze 15 bis 17. Rang15 hieß es auch für Lutz Tröße (SV TU) in der Herren 65. Ralf Wittiber (SC Bonn) erreichte in der Herrn 50 den 20. Platz.
Damit ist die Ski-Orientierungslauf-Saison auch auf internationaler Ebene zu Ende. Die Planungen für den kommenden Winter laufen noch. Fest steht schon, dass die Senioren-Weltmeisterschaften 2020 im Rahmen der Senioren-World-Games im Januar im österreichischen Seefeld ausgetragen werden.


Mehr:
Homepage der Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2019
Homepage der Jugend-Europameisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2019
Homepage der Senioren-Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2019

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 25.03.2019

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