Orientierungslauf in Deutschland


WM-Langstrecke gerät zum Kraftakt

Der Auftakt der Ski-Orientierungsläufer bei den Weltmeisterschaften im nordschwedischen Piteå geriet heute zum Kraftakt. Die Siegerzeiten auf der Langdistanz lagen deutlich jenseits der 100-Minuten-Grenze. Davon unbeeindruckt lieferte Top-Favoritin Tove Alexandersson im eigenen Land eine beachtliche Leistung ab und gewann bei den Damen mit deutlichem Vorsprung. Bei den Herren ging Gold an den Russen Andrey Lamov. Ein aus deutscher Sicht sehr erfreuliches Ergebnis gelang Wenke Heinemann vom SV Robotron Dresden bei den Jugend-Europameisterschaften. Sie kam bei ihrem JEM-Debüt auf Rang 17.

Die Schwedin Tove Alexandersson (Mi.) gewinnt vor den Russinnen Alena Trapeznikova (li.) und Mariya Kechkina.
Die Schwedin Tove Alexandersson (Mi.) gewinnt vor den Russinnen Alena Trapeznikova (li.) und Mariya Kechkina.  Foto: Björn Heinemann

Dem nicht viel nach stand ihre Schwester Marit, die auf Platz 23 ins Ziel kam. Bei den männlichen Startern war Tom Buchholz vom MTK Bad Harzburg kurz vor dem Sprung unter die Top 20, ehe ihn ein Fehlstempel aus der Wertung warf.
Die restlichen deutschen Teilnehmer mussten heute den langen Strecken Tribut zollen. Jussi Bruns (MTK), Moritz Lucke (Post SV Dresden) und Ole Wittiber (SC Bonn) kamen auf die Plätze 30 bis 32. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften querte Pia Buchholz (MTK) als 37. das Ziel. Und bei den Weltmeisterschaften bewältigte Rieke Bruns (MTK) die Strecke, was am Ende Rang 27 bedeutete.

Wieder einmal Gold sichert sich der Russe Andrey Lamov (Mi.) vor dem Norweger Lars Mohodlt (li.) und dem Finnen Tero Linnainmaa.
Wieder einmal Gold sichert sich der Russe Andrey Lamov (Mi.) vor dem Norweger Lars Mohodlt (li.) und dem Finnen Tero Linnainmaa.  Foto: Björn Heinemann

Vorne indes triumphierte Tove Alexandersson. Nach einer Laufzeit von 107:53 Minuten über die 20 Kilometer (Luftlinie) lange Strecke hatte sie mehr als sechs Minuten Vorsprung auf die Russin Alena Trapeznikova, die ebenso berechtigte Titelhoffnungen hatte. Auch Bronze ging nach Russland. Die ebenfalls favorisierte Mariya Kechkina hatte am Ende eine gute halbe Minute Rückstand auf ihre Nationalmannschaftskollegin.
Bei den Herren führte heute kein Weg am mehrmaligen Weltmeister Andrey Lamov vorbei. Es war nicht so deutlich wie bei den Damen, aber nach mehr als 22 Kilometern hatte der Russe mit 112:12 Minuten Laufzeit gut zweidreiviertel Minuten Vorsprung auf den Mitfavoriten Lars Moholdt aus Norwegen. Als kleine Überraschung darf das Wiedererstarken der Finnen gewertet werden. Tero Linnainmaa verschaffte den Nordeuropäern mit Bronze das in letzter Zeit selten erlebte Glücksgefühl einer WM-Einzel-Medaille.

Die Vorbereitung lässt wenig zu wünschen übrig: Das deutsche Service-Team bei der Skipräparation
Die Vorbereitung lässt wenig zu wünschen übrig: Das deutsche Service-Team bei der Skipräparation  Foto: Tanja Buchholz

Morgen geht es an selber Stätte weiter mit der Sprintdistanz. Einzig die Altersklassen, die erst morgen in die Senioren-Weltmeisterschaften einsteigen, ermitteln die Titelträger über die Langdistanz. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind die Schneeverhältnisse im Vergleich zu vielen anderen Veranstaltungen dieses Jahres nahezu ideal.


Mehr:
Homepage der Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2019
Homepage der Junioren-Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2019
Homepage der Jugend-Europameisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2019

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 20.03.2019

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