Orientierungslauf in Deutschland


OL-Premiere auf Malta mit deutscher Beteiligung

Mit den diesjährigen Mediterranean Open Championships (MOC) fanden erstmals Orientierungsläufe auf Malta statt. Unter den knapp 300 Teilnehmern waren auch sechs deutsche OL-Sportler. In Ermangelung größerer Waldgebiete auf der kleinen Mittelmeerinsel wurden die drei Wettkämpfe in urbanem Umfeld ausgetragen.

Zielgelände der MOC 2019 vor historischer Kulisse
Zielgelände der MOC 2019 vor historischer Kulisse  Foto: Ralph Körner

Für die Sammler von OL-Ländern war die diesjährige 15. Auflage der Mediterranean Open Championships (MOC) im Orientierungslauf eine willkommene Gelegenheit, auch einmal die Mittelmeerinsel Malta mit Karte und Kompass zu erkunden. Mehrere internationale Top-Orientierer, aber auch zahlreiche Seniorenläufer nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme am ersten maltesischen OL-Event. Mit dabei waren auch sechs Teilnehmer aus Bayern und Berlin.

Kartenausschnitt M 21 Etappe 2 (Bormla)
Kartenausschnitt M 21 Etappe 2 (Bormla)  Foto: Ralph Körner

Beim Prolog im bewaldeten Parkgelände der Buskett Gardens nahe Siggiewi war vor allem gute Routenplanung erforderlich, um die nicht immer leicht zu erkennenden Idealwege zwischen all den Mauern, Felswände und Privatgrundstücke zu finden. Um so laufbetonter waren dann die zweite und dritte Etappe in den historischen Altstädten von Bormla (Cospicua) und Birgu (Vittoriosa), die zu den so genannten "Three Cities" gegenüber der Hauptstadt Valletta am anderen Ufer des Great Harbour zählen und sich durch imposante Festungsbauwerke, sowie zahlreiche Gassen und Treppen auszeichnen. An allen drei Tagen war hohes Lauftempo und schnelles Mitlesen der Karte gefragt, die Abschlussetappe in Birgu zählte für die Elitekategorien zugleich als World Ranking Event.

Für die deutschen Teilnehmer waren die OLs auf Malta ein tolles Erlebnis
Für die deutschen Teilnehmer waren die OLs auf Malta ein tolles Erlebnis  Foto: OL-Team Bayern / Berliner TSC

Das Wetter startete etwas windig, wurde aber von Tag zu Tag sonniger und wärmer mit idealen Lauftemperaturen zwischen 15 und 20 Grad.

Imposante Kulissen prägten die Wettbewerbe, die zwar durchaus solide organisiert waren, aber in einigen Punkten - Bahnlegung, Bahneindruck, Informationsmanagement und Ergebnisdienst seien hier genannt - leider nicht durchweg die mittlerweile üblichen Standards internationaler OL-Events erreichten.

Die Titel in den Elitekategorien sicherten sich Yannick Michiels (Belgien) und Natalia Gemperle (Russland). Die deutschen Teilnehmer konnten nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen.


Mehr:
Homepage und Ergebnisse Mediterranean Open Championships (MOC) 2019

Autor: Ralph Körner  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 19.03.2019

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