Orientierungslauf in Deutschland


Bundeskader in die Saisonvorbereitung gestartet

Mit dem Kaderkickoff am dritten Januarwochenende in Leipzig und einem Kurztrainingslager der Elite mit physischem Schwerpunkt vier Wochen später in Essen ist der Bundeskader in die Vorbereitung der Saison 2019 gestartet.

Der Kader beim Kickoff.
Der Kader beim Kickoff.  Foto: Thomas Meier

KickOff, 18. – 20. Januar, Leipzig

In Leipzig traf sich der gesamte neue Bundeskader zur Planung der Saison und zum gemeinsamen Training. Gleich zu Beginn musste der neue Cheftrainer, Thomas Meier die Athleten informieren, dass noch vieles unklar ist, da der Dachverband DOSB in vier Monaten nicht über das eingereichte Budget zur Leistungssportförderung befinden konnte. Ebenso muss auf eine Einladung zum Abschluss einer Leistungsvereinbarung zwischen dem DTB/Orientierungslauf und dem DOSB, welcher jeweils für eine Vierjahresperiode Planungssicherheit verspricht, später im Jahr gewartet werden. So verblieben auch nach der Besprechung der Jahrespläne von Nachwuchs- und Elitekader noch Fragezeichen, ob alles so wie geplant umgesetzt werden kann.

Bergintervalle im Ruhrpott
Bergintervalle im Ruhrpott  Foto: Thomas Meier

Im Nachwuchskader stand das Kennenlernen untereinander an erster Stelle. Naturgemäss waren in den DH16 viele Neue zum Team dazu gestossen. Der Kader formulierte gemeinsame Teamziele, an deren Erreichen es nun täglich zu arbeiten gilt. Der Fokus des Wochenendes lag in der Ergründung der eigenen Motivation. In mehreren Gruppenarbeiten wurden das eigene Handeln reflektiert und Motivationsstrategien besprochen.

Der Elitekader diskutierte über Spielregeln im Kaderbetrieb und reflektierte das eigene Handeln im Orientierungslauf. Mit der Hausaufgabe einer IST-Analyse zu ein bis zwei Kernpunkten ihrer Orientierungstechnik wurden die Eliteathleten so nicht nur mit den üblichen Aufträgen des Lauf- und Krafttraining beauftragt.

Thomas Rewig und Wieland Kärger sorgten vor Ort für die nötige Infrastruktur für Krafttest und OL-Trainings in Leipzigs Stadtparks. Sportwissenschaftler Roman Schulte-Zurhausen wies den Kader in Theorie und Praxis in die Geheimnisse eines systematischen Lauftechnik- und Athletiktrainings ein.

Das Team beim technischen Trainingslager.
Das Team beim technischen Trainingslager.  Foto: Thomas Meier

Physical Training Camp, 14. – 17. Februar, Essen

Während der Nachwuchskader in der letzten Februarwoche ins gewohnte Techniktrainingslager fährt, traf sich die Elite bereits wieder in Essen zum ersten «Physical Training Camp» des Jahres. Persönliche Bestzeiten über 3000m im Februar ließen bereits am ersten Morgen gute Stimmung aufkommen. Roman Schulte-Zurhausen und Alex Lubina hatten mit Vorträgen, einem längeren Ausflug in einen Laufsportladen und intensiven, abwechslungsreichen Laufeinheiten ein interessantes Programm zusammengestellt. Die nötige Ruhezeit zur Regeneration wurde neben einem ersten Besuch in der Eisdiele auch für Athleten-Trainergespräche genutzt.

Während die Ruhrgebietsunkundigen schon bei der Anfahrt staunten, dass sie sich nicht zwischen Industriekaminen und einer Überzahl von Fussballarenen wiederfanden, sondern in einer herrlichen Fluss- und Waldlandschaft, überraschten die Organisatoren auch mit einem WM-würdigen Sprintgelände, wo sich eben diese Natur die Industriekamine wieder zurückerobert. Der Landschaftspark Duisburg Nord eignete sich hervorragend für die neue Disziplin KO-Sprint, welche erstmalig im Rahmen einer Kadermassnahme trainiert wurde.


Autor: Thomas Meier
Eingestellt am 20.02.2019

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