Orientierungslauf in Deutschland


Startlizenzen im deutschen Orientierungslauf – aktuelle Zusammenfassung

In den vergangenen Tagen wurde deutlich, dass viele OrientierungsläuferInnen mangelnde Informationen zum gegenwärtig kontrovers diskutierten Thema Startrechte beklagen. Mit diesem Artikel soll daher der Versuch unternommen werden, die aktuelle Situation darzulegen.

Turnportal
Turnportal

1. Startlizenzen des DTB

Wie inzwischen bekannt sein sollte, gelten die neuen Startrechtsregeln des DTB seit dem 01.01.2019. Mit diesem Tag hat der Deutsche Turner-Bund (DTB) alle noch vorhandenen Startpässe (unabhängig von der im jeweiligen Startpass selbst angegebenen Gültigkeitsdauer) für ungültig erklärt und auf das digitale Startlizenzwesen umgestellt.

Dieses Lizenzmodell umfasst die Anschaffung einer personengebundenen, vereinsunabhängigen DTB-ID, welche lebenslange Gültigkeit besitzt. Diese DTB-ID muss jeder Wettkämpfer persönlich beantragen (der eigene Verein kann dies nicht für den Wettkämpfer tun). Die Kosten für die DTB-ID belaufen sich auf einmalig 20 €.

Sobald für den Wettkämpfer seine persönliche DTB-ID freigeschaltet wurde, kann der Administrator des zugehörigen Vereins eine DTB-Jahresmarke "Orientierungssport" für den Wettkämpfer (mit Bestätigung durch diesen) erwerben. Diese kostet 10 €, ist für 365 Tage gültig und berechtigt zur Wettkampfteilnahme im betreffenden Zeitraum. Die Beantragung der DTB-ID durch jeden Wettkämpfer selbst sowie der Kauf der Jahresmarke "Orientierungssport" durch den zuständigen Vereinsadministrator müssen über das "Turnportal" des DTB abgewickelt werden.

2. Konsequenzen für den deutschen Orientierungssport

Mit einem zu Beginn des Jahres 2018 umfassend und fristgerecht ausgefüllten Fragebogen haben der TK-Vorsitzende Steffen Lösch und der damalige Startpasslisten-Verantwortliche Ralph Körner gegenüber dem DTB die Lage des deutschen Orientierungssports hinsichtlich aller das Startrecht betreffenden Fragen beantwortet. Unter anderem wurde deutlich gemacht, dass OL in weiten Teilen breitensportlich aufgestellt ist und auf Turnkreis-, Turngau-, Bezirks- und teilweise auch Landesebene oder auch beim JLVK ein Einsteigersport ist, weshalb auf diesen Ebenen eine verbindliche Startlizenzpflicht als kontraproduktiv angesehen wird. Auch wurde betont, dass der Kopplung des Teamstartrechts an das Einzelstartrecht im Orientierungssport eine hohe Bedeutung zukommt, gerade auch deshalb, weil Teamwettkämpfe in einer Individualsportart bestens geeignet sind, das Vereinsleben und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein zu fördern. Zudem wurde eine Reihe aus Sicht des OLs notwendiger technischer Spezifikationen aufgelistet, die den sportartspezifischen Besonderheiten des Orientierungssports im Zuge der Einführung des digitalen DTB-Lizenzwesens Rechnung tragen sollten.

Die Anforderungen des Orientierungssports spielten bei den Entwicklungsarbeiten des DTB zur Digitalisierung der Startrechte jedoch leider nur eine äußerst geringe (um nicht zu sagen: keine) Rolle. Daher bedeutet das System in der vorliegenden Form für den Orientierungssport keinen Mehrwert, sondern im Gegenteil auf persönlicher, sowie vereins- und wettkampfadministrativer Seite leider sehr viel zusätzliche Arbeit.

Auch dem TK OL ist klar, dass ein Verband wie der DTB nicht auf jeden kleinen Sport Rücksicht nehmen kann. Dennoch war und ist die geplante Umsetzung kritisch zu hinterfragen: Die OLer stellen im DTB etwa ein Promille (0,1 %) der Mitglieder, haben jedoch einen überproportional hohen Anteil an Startpässen/Startlizenzen. Ein kleine Rechnung möge dies belegen: Der DTB rechnet in seinen Finanzierungsmodellen mit 70.000 Lizenzen, die durch das neue System ausgegeben werden, d.h. etwa auf jedes 70. DTB-Mitglied kommt eine Startlizenz (1,4 %). Rechnet man mit bundesweit 4.000 OLern und einer Lizenzanzahl von 3.000, so kommen auf 75% der OLer eine Startlizenz (Quellen: Statistiken O-Manager für 2017/2018 sowie Startpassliste des Jahres 2018). Im ersten Jahr würde der OL daher 60.000 € für DTB-IDs und 30.000 € für die Jahresmarken aufbringen müssen. Und es bedeutet, dass in den Folgejahren jährlich weitere 30.000 € an den DTB gezahlt werden müssen. Trotz nur 0,1 % der DTB-Mitglieder würde der Orientierungssport somit 3,5 % der Startlizenzen auf sich vereinigen – wäre also 35 Mal so hoch belastet wie der Durchschnitt (und noch um ein Vielfaches höher als manch andere Fachgebiete).

Und das – es kann nicht genug betont werden – ohne dass es derzeit auf Bundesebene ein Budget für den Orientierungssport beim DTB gibt (denn die Mittel für den Bundeskader kommen vom BMI!). Frustrierend bleibt, dass der DTB bei der gesamten Startrechtsreform zwar offiziell das Argument der Digitalisierung und Modernisierung proklamiert, jedoch verbandsintern nicht verhehlt, dass die Lizenzgebühren zunächst das Ziel haben, die finanziell prekäre Situation des DTB in den Griff zu bekommen (vgl. Rede des DTB-Präsidenten Dr. Alfons Hölzl auf dem Turntag am 4. November 2017 in Bruchsal).

Wie sich in den Diskussionen der vergangenen Wochen gezeigt hat, ist die Akzeptanz des neuen Startpasssystems des DTB bei den Orientierungssportlern in einzelnen Landesturnverbänden durchaus unterschiedlich stark ausgeprägt. Hierbei ist jedoch deutlich zu beobachten, dass die Akzeptanz deutlich von der finanziellen Ausstattung des Orientierungssports im jeweiligen Landesturnverband abhängt. Insbesondere dort, wo der OL-Sport auf Landesebene adäquat finanziell unterstützt wird und damit der Mehrbelastung für die OL-Community eine Gegenleistung seitens des Turnverbandes gegenübersteht, werden diese Regelungen wesentlich weniger kritisch gesehen, als in jenen Landesturnverbänden, die wie auf Bundesebene keine oder höchstens eine sehr geringe Unterstützung für den Orientierungssport aufbringen.

Orientierungssport in Deutschland
Orientierungssport in Deutschland

3. Startlizenzen des DOSV

Mit dem 2018 zwischen DTB und DOSV (Deutscher Orientierungssport-Verband) abgeschlossenen Vertrag werden die wechselseitigen Arbeitsschwerpunkte im deutschen OL klar umrissen. So ist es dem DOSV u.a. möglich, auf Bundesebene neue Wettkampfformate zu testen und Bundesveranstaltungen, für die sich kein DTB-Ausrichter findet, in eigener Hoheit zu veranstalten.

Aus diesen Gründen finden 2019 erstmalig mit der Ultralang-Meisterschaft und einem BRL Mittel-OL sowie der Sprintstaffel-Meisterschaft Veranstaltungen des DOSV statt. Auch für diese Veranstaltungen ist eine Regelung des Startrechts notwendig. Seit Mitte Januar ist es Mitgliedern der DOSV-Vereine daher möglich, Ein- oder Dreijahreslizenzen zu erwerben. Die Kosten dafür belaufen sich (je nach gewählter Laufzeit) auf 6 € bzw. 15 €. Der Erwerb dieser DOSV-Lizenzen ist für diese Vereine bereits vollumfänglich im O-Manager implementiert.

Seinem klaren (aber laut Kritikern möglicherweise nicht deutlich und oft genug kommunizierten) Bekenntnis – zuvorderst zum Wohle des deutschen Orientierungssports zu agieren und keinesfalls eine wie auch immer geartete Spaltung herbeiführen zu wollen – folgend, hat die DOSV-Mitgliederversammlung bereits im Juni 2018 beschlossen, dass bei DOSV-Veranstaltungen auch Startlizenzen des DTB sowie des BDR (Bund Deutscher Radfahrer) ausnahmslos und uneingeschränkt anerkannt werden.

4. Entscheidung der Bundestagung OL am 01.12.2018

Auf der letztjährigen Bundestagung stand ein vom Landesfachausschuss OL des LTV Rheinhessen eingebrachter Antrag auf Änderung der WKB B 5, insbesondere 5.1, 5.2.1 und 5.2.2 mit folgendem Wortlaut zur Abstimmung: "Änderung der WKB B5 Startrecht dahingehend, dass die DOSV-Startlizenz gleichwertig zur DTB-Lizenz (vormals Startpass, jetzt ID und Jahresmarke) zur Teilnahme an Bundesveranstaltungen im Orientierungslauf berechtigt". Die Begründung des Antrages erfolgte zuvorderst mit dem Verweis auf die bereits beschlossene Anerkennung von DTB-Lizenzen durch den DOSV.

Selbstverständlich hat sich auch das TK OL im Vorfeld der Bundestagung mit der in der aktuellen Diskussion aufgeworfenen Frage beschäftigt, ob die Bundestagung berechtigt ist, über diesen Antrag zu befinden. Letztlich wurde diese Frage mit dem Verweis auf die Fachgebiets-Ordnung Orientierungslauf bejaht, denn die Bundestagung hat sich mit Grundsatzfragen des Fachgebietes OL zu beschäftigen. Zudem ist das TK OL (als Teil der Bundestagung) u.a. für
• die verantwortliche Führung und Steuerung,
• konzeptionelle und zukunftsorientierte Entwicklung und Perspektivplanung
• Vertretung der Sportart nach innen und außen
• Wahrnehmung übergreifender verbandspolitischer Aspekte bei der gesamten Arbeit sowie
• fachbezogene Vertretung des DTB gegenüber nationalen und internationalen Organisationen
zuständig. All diese Punkte ließen Vertreter des TK OL auf der Bundestagung deutlich betonen, dass die Zuständigkeit sehr klar bei diesem Gremium gesehen wird.

Der Antrag wurde von den anwesenden Mitgliedern der Bundestagung bei 13 Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen mit einer deutlichen Mehrheit angenommen.

5. Stand der Dinge

Unmittelbar nach der Bundestagung wurden deren Ergebnisse in einem News-Artikel bekanntgegeben. Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Formalien wurde das Protokoll der Bundestagung am 29.12.2018 allen Mitgliedern der Bundestagung sowie dem Bereichsvorstand Sportartenentwicklung des DTB mit dem Hinweis auf die 4-wöchige Einspruchsfrist zugesandt. Am 10.01.2019 haben sich die DTB-Vizepräsidentin Frau Dr. Katja Ferger sowie Frau Karin Patschke (Bereich Sportartenentwicklung) diesbezüglich mit der Bitte um eine gemeinsame Telefonkonferenz beim TK-Vorsitzenden Steffen Lösch gemeldet. Bei dieser Telefonkonferenz hat der TK-Vorsitzende am 23.01.2019 nochmals alle vom Thema Startlizenzen tangierten Sachverhalte der Orientierungssportarten dargelegt. Unter anderem wurde darauf hingewiesen, dass das Wettkampfsystem OL auf Bundesebene nur gemeinsam mit dem DOSV betrieben und weiterentwickelt werden kann. Zum Beispiel stellt der DOSV mit dem O-Manager 90% der Infrastruktur für das Wettkampfsystem im deutschen Orientierungssport zur Verfügung, weil er ein starkes Interesse hat, die Wettkampfabwicklung sowohl für die Ausrichtervereine als auch die Teilnehmer möglichst einfach zu gestalten. Der DOSV stellt hierfür entsprechende Tools bereit und entwickelt diese weiter. Weiterhin wurde klar gemacht, dass die aktuellen Ausrichter von Bundesveranstaltungen die Befürchtung geäußert haben, ohne die Sicherheit des oben erläuterten Beschlusses der Bundestagung nicht kostendeckend arbeiten zu können (vollkommene Ungewissheit über die zu erwartenden Teilnehmerzahlen an Bundesveranstaltungen sowie stärkeres Ausweichen auf Rahmenkategorien und "a.K."-Starts), und sie aus diesem Grund übernommene Veranstaltungen zurückgeben könnten.

Als Ergebnis der Telefonkonferenz wurde vereinbart, dass Frau Dr. Ferger die Thematik der gegenseitigen Anerkennung von DTB- und DOSV-Startrechten Ende Januar im DTB-Präsidium vorstellen soll. Am 4. Februar wurde dem TK-Vorsitzenden mitgeteilt, dass das DTB-Präsidium die Auffassung vertritt, dass die im DTB-Hauptausschuss gefassten Beschlüsse für die Sportart OL verbindlich sind. Das DTB-Präsidium besteht zudem darauf, dass alle unter dem Dach des DTB (Kreis-, Gau-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene) ausgeschriebenen OL-Wettkämpfe demzufolge auch ein DTB-Startrecht erfordern.

Aktuell scheinen alle Beteiligten immerhin dahingehend einer Meinung zu sein, dass ein gemeinsames Gespräch zwischen DTB-Präsidium, Bereich Sportartenentwicklung, TK OL und dem DOSV-Präsidium koordiniert werden muss und eine einvernehmliche Lösung zu finden ist. Fakt ist, dass der Mehrheitsbeschluss der Bundestagung OL sowie der DOSV-Beschluss zur gegenseitigen Anerkennung von Startrechten den deutlichen Wunsch eines großen Teils der OL-Community zeigen, eine den OL-spezifischen Anforderungen genügende Handhabe der Startrechte/Startlizenzen zu etablieren. Letztendlich ist es notwendig, auf der Basis der satzungsgemäßen Ziele des DTB (Förderung seiner Sportarten, u.a. der Sportart Orientierungslauf) einerseits und den mehrheitlich erklärten Forderungen der Orientierungsläufer andererseits einen Kompromiss zu finden. Die Erfordernisse des deutschen OLs müssen dabei im Vordergrund stehen. Ein Ansatz könnte hierbei die oben bereits thematisierte Frage der finanziellen Ausstattung des Orientierungssports sein.

TK OL und DOSV-Präsidium möchten in diesem Zusammenhang ausdrücklich betonen, dass es ihnen um den Sport und nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Verbänden geht. Der DOSV wird in diesem Sinne daher bei DOSV-Wettkämpfen das DTB-Startrecht ohne Wenn und Aber akzeptieren und möchte ausdrücklich für gegenseitiges Verständnis werben, egal ob sich jemand mehr in den DTB-Strukturen oder in den DOSV-Strukturen beheimatet fühlt. Gewinnen soll immer der beste OLer bzw. die beste OLerin, nicht der- oder diejenige mit der "richtigen" Startlizenz.

6. Wie sollen sich die OLer und OLerinnen verhalten?

Aus Sicht des TK OL und des DOSV-Präsidiums können aktuell nur Handlungsempfehlungen für Wettkämpfe auf Bundesebene ausgesprochen werden, da erst nach dem hoffentlich zeitnah zustande kommenden Gespräch zwischen Vertretern von DTB-Spitze, TK OL und DOSV verbindliche Klarheit herrschen wird. Für Veranstaltungen auf Landesebene sind die jeweiligen Landesfachausschüsse OL zuständig und müssen den Umgang der Startlizenz-Thematik für ihren Zuständigkeitsbereich in eigener Verantwortung klären. Auf nationaler Ebene stehen die ersten Bundesveranstaltungen Ende März an, weshalb die Hoffnung besteht, die oben beschriebene Kompromisslösung so rechtzeitig vorher zu finden, dass alle startwilligen OLer ein passendes Startrecht erwerben können. Sollte das Gespräch zwischen Vertretern von DTB-Spitze, TK OL und DOSV nicht rechtzeitig vereinbart werden können, besteht zumindest die Hoffnung, dass eine Übergangslösung vereinbart werden kann.

Insofern gilt für den Erwerb von DTB-Lizenzen für Wettkämpfe auf Bundesebene weiterhin: Abwarten, welches Ergebnis das oben beschriebene "Spitzengespräch" bringen wird – wir werden fortlaufend dazu berichten.

Inwiefern der Erwerb von DTB-Lizenzen auf Landesebene vorangetrieben werden sollte, liegt in der Entscheidungshoheit der zuständigen Landesfachausschüsse, weshalb entsprechende Handlungsempfehlungen von diesen Gremien ausgesprochen werden müssen. Ein aktuelles Abwarten mit späterer Übernahme von eventuell für die Bundesebene getroffenen Regelungen/Kompromissen erscheint auch hier durchaus als denkbares Vorgehen.

Das DOSV-Präsidium hat seine Mitgliedsvereine bereits über die Möglichkeit des Erwerbs von DOSV-Lizenzen im O-Manager informiert. Dies ist, wie oben angedeutet, durch den Vereinsverantwortlichen im O-Manager mit geringem Aufwand möglich. Auch hier können die DOSV-Vereine mit dem Erwerb der Lizenzen noch abwarten, bis Klarheit über das Ergebnis der anstehenden Gespräche auf Bundesebene besteht.

7. Technische Umsetzung der Startlizenzkontrolle im O-Manager

O-Manager
O-Manager

Entsprechend des oben beschriebenen Standes der Dinge hat der DOSV die Entwickler des O-Managers im Dezember 2018 veranlasst, alle notwendigen Arbeiten zur Implementierung der Kontrolle von Startlizenzen des DTB und DOSV vorzunehmen.

Die Erweiterung des O-Managers zur DOSV-Lizenzverwaltung bietet neben der zentralen Vergabe und Verwaltung der DOSV-Lizenzen für alle Orientierungssportarten die Möglichkeit, die entsprechenden Startlizenzen für Veranstaltungen sofort verfügbar und aktuell zu haben. Somit kann ein Ausrichter-Verein entsprechend der eingehenden Meldungen die Lizenzkontrolle in Echtzeit selbst im O-Manager durchführen und entsprechend die bisher üblichen Positiv- und Negativlisten erstellen.

Die Kontrolle von DTB-Startrechten gestaltet sich komplizierter und kann nicht allein vom Ausrichterverein erledigt werden. Zwingende Voraussetzung ist zunächst das Einpflegen der DTB-IDs durch die Läufer selbst oder durch den Vereinsverantwortlichen in die persönlichen Daten der Läufer im O-Manager.

Anhand der eingehenden Meldungen zu einem Wettkampf muss der Ausrichterverein nun eine Liste aller zugehörigen DTB-IDs exportieren, damit geprüft werden kann, ob zu diesen DTB-IDs für den betreffenden Wettkampftag gültige Jahresmarken "Orientierungssport" vorliegen. Diese Prüfung muss zwingend durch den vom TK OL autorisierten WETTKAMPFVERANTWORTLICHEN (vormals Startpasslisten-Führer) durchgeführt werden. Grund dafür sind die weitreichenden Rechte, die dieser Person im DTB-Portal GymNet bzw. im TURNPORTAL eingeräumt werden (u.a. kann der so genannte "Wettkampfverantwortliche" Startsperren eintragen) sowie die der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung entsprechenden strengen Datenschutz-Richtlinien des DTB (so darf der Wettkampfverantwortliche für Bundesveranstaltungen ausschließlich Bundesveranstaltungen kontrollieren und keinesfalls Wettkämpfe auf Landesebene – umgekehrt gilt dies analog). Durch den Import der aus dem O-Manager generierten Liste von DTB-IDs kann der Wettkampfverantwortliche nun die Lizenz-Prüfung im TURNPORTAL durchführen. Im Ergebnis wird eine Liste mit den gültigen Jahresmarken und der Vereinszugehörigkeit erhalten, die der Wettkampfverantwortliche wieder dem Ausrichterverein (z.B. über Import in den O-Manager) zugänglich macht, woraufhin dieser die bisher üblichen Positiv- und Negativlisten erstellt bzw. ergänzt.

Noch ungelöst ist die Problematik der Startrechtskontrolle bei Wettkämpfern, die nur wenige Tage oder sogar Stunden vor dem Wettkampf eine gültige Jahresmarke erwerben oder der Umgang mit Fehlern bei der Startrechteprüfung.

Da der bisherige Verantwortliche für die Startpassliste (Ralph Körner) für die im Zuge der Lizenzkontrolle für DTB-Startrechte neue Rolle des WETTKAMPFVERANTWORTLICHEN auf eigenen Wunsch hin nicht zur Verfügung steht, sucht das TK OL einen Ersatz für diese Aufgabe. Voraussetzung ist die Beantragung eines vom TK OL autorisierten Logins für das GymNet/TURNPORTAL und die Akzeptanz der umfangreichen Datenschutzverpflichtung des DTB. Der Arbeitsumfang bezieht sich auf die Umsetzung der oben skizzierten Kontrolle der DTB-IDs/Jahresmarken für alle Bundesveranstaltungen (jeweils in enger Abstimmung mit dem zuständigen Ausrichterverein und unter Zuhilfenahme der entsprechenden Schnittstellen des O-Managers).

Wer sich dieser Aufgabe zukünftig widmen möchte, möge sich bitte per E-Mail (wettkampf@orientierungslauf.de) beim TK-Verantwortlichen für Wettkampf- und Kartenwesen Jan Müller bewerben.


Mehr:
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Autor: Jan Müller, Ralph Körner, Steffen Lösch, Achim Bader, Björn Heinemann
Eingestellt am 08.02.2019

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