Orientierungslauf in Deutschland


Colin Kolbe schlägt in China die Weltspitze

Nach dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften in der Elite und den Juniorenweltmeisterschaften gelang Colin Kolbe (TUS Lübbecke) in China über die Sprintdistanz der nächste Coup. Mit einem Tagessieg und einem dritten Platz bei der Park World Tour konnte sich der deutsche Junior auch auf der Bühne der Großen durchsetzen.

Colin gewinnt bei der Park World Tour
Colin gewinnt bei der Park World Tour  Foto: Homepage Park World Tour

Zum Abschluss einer langen und erfolgreichen Saison reiste Colin mit Unterstützung des Fördervereins Orientierungslauf nach China, um an insgesamt 5 Rennen im Rahmen der Park World Tour teilzunehmen. Zum erlesenen Starterfeld zählten auch zahlreiche Weltklasse-Sprinter.

Vor dem ersten Sprint am 21. Oktober in Peking konnte der deutsche Junior die Leistungsfähigkeit der Konkurrenz teilweise noch nicht wirklich einschätzen. Ein sehr guter Einstieg auf einem schnellen und einfachen Kurs wurde mit einem knappen 3. Platz zum Auftakt belohnt.

Die Mitteldistanz am 23. Oktober lief dann nicht wie gewünscht. Nachdem schon vor dem Lauf das allgemeine Wohlbefinden nicht optimal war, begann dieser gleich mit einem Fehler. Ein Sturz in einem Hang war dann das Signal dafür das Tempo ein wenig herauszunehmen und den Lauf kontrolliert zu beenden.

Gelände in China
Gelände in China  Foto: Homepage Park World Tour

Im dritten Rennen am 25. Oktober mussten die Sprinter dann den richtigen Flow zwischen Orientieren und Laufen finden. Im einzigartigen Parkgelände der Expo, welches aus offenen Stücken gepaart mit sehr stark detaillierten Bereichen bestand, lief der Juniorenweltmeister zum ersten deutschen Sieg bei der Park World Tour. Diesen ersten Sieg beschrieb Colin als wundervolles Gefühl. Gleichfalls bedeutete dies für den deutschen Nachwuchskader auch eine große Ehre mit dem Schweden Jonas Leandersson und dem Belgier Yannick Michiels auf einem Podium zu stehen.

Das vierte Rennen am 26. Oktober lief für den deutschen Junior erst ab dem vierten Kontrollpunkt wirklich gut. Vorher gelang es nicht die Karte und das Gelände beim Laufen korrekt miteinander abzustimmen.

Zum abschließenden Rennen in Langfang am 27. Oktober war dann gerade mit Hinblick auf die lange Saison die Luft im physischen und mentalen Bereich raus, sodass das Tempo zu langsam und die Routen zu ineffizient waren.

Insgesamt war die Organisation von den Verantwortlichen vor Ort in Kombination mit den Park World Tour Organisatoren sehr gut und reibungslos. Die Betreuung der Athleten war sehr umfassend, so dass sich diese auf die Rennen fokussieren konnten. Nebenbei wurde ein gutes Rahmenprogramm geboten, bei dem unter anderem die Große Mauer besucht wurde. Zudem wurde immer zusammen gegessen. Dabei konnte man auch die anderen Orientierungsläufer gut kennenlernen und neue Freundschaften knüpfen. Die Übernachtung erfolgte ebenfalls zusammen mit den weiteren Startern der Park World Tour.

Mit diesen Läufen ging für Colin eine unglaubliche Saison zu Ende. Es bleiben viele schöne Erinnerungen, Erfahrungen, Spaß im Team und Erlebnisse mit neuen Leuten und Freunden an den unterschiedlichsten Orten dieser Wert. All das gibt auch viel Motivation für die Zukunft! Nun werden aber erstmal ein paar Wochen die Beine hochgelegt, regeneriert und die Erlebnisse des Jahres verarbeitet.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 28.10.2018

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