Orientierungslauf in Deutschland


JEC: Kolbe und Casanova überzeugen auf der Mitteldistanz

Bei erneut gutem Wetter wurde am Samstagnachmittag die Mitteldistanz des Junioren Europacups (JEC) in Monthey-Collombey ausgetragen. Colin Kolbe (TUS Lübbecke) und Riccardo Casanova (OLG Regensburg) erreichten mit geringen Rückständen gute Platzierungen. Nachdem beide dieses Jahr schon internationale Erfolge feiern konnten, liefen Sie beim JEC auf die Ränge 11 und 12.

Veit Slodowski auf den letzten Metern.
Veit Slodowski auf den letzten Metern.  Foto: Karsten Leideck

Im steilen Gelände wurde mit deutlicher Startüberhöhung gestartet, wodurch sich einige Downhillpassagen ergaben. Diese verführten die Läufer zu einem meist hohen Tempo. In den steinigen Hängen war jedoch Vorsicht geboten, da sich durch die teils schlechte Sicht bei ungenauem Orientieren zeitraubende Fehler einschleichen konnten. Zusätzlich zu meist kurzen Postenverbindungen beinhalteten die Bahnen der Junioren auch eine lange, kraftraubende Routenwahl.

Das deutsche Team kam mit den Bedingungen unterschiedlich gut zurecht. Riccardo Casanova (OLG Regensburg) wählte zu Beginn sichere Routen und nutzte deutliche Absprungpunkte, wodurch er mit konstant guten Zwischenzeiten über die Bahn kam. Gegen Ende machte sich der physische Anspruch in sinkender Konzentration bemerkbar. Trotzdem reichte es für den 18-jährigen zu einem erfreulichen 12. Platz mit lediglich 2:55 min Rückstand (Herren 18). Auch Carlo Wengler (Berliner Turnerschaft) kam mit recht geringem Rückstand ins Ziel und erreichte damit im engen Herren 18-Feld den 36. Rang. Die Junioren der Herren 20 waren mir großen Ambitionen ins Rennen gestartet, konnten ihren Erwartungen aber nicht ganz gerecht werden. Mit dem 11. Platz erreichte Colin Kolbe (TUS Lübbecke) ein solides Ergebnis, hatte sich aber im Vorhinein mehr erhofft. Das beste Damenergebnis lieferte heute Mareike Seeger (OLG Regensburg), trotz kleinerer Schlenker im Postenraum lief sie dank eines ansprechenden Tempos auf Platz 18 (Damen 20).

Das deutsche Team in der Schweiz.
Das deutsche Team in der Schweiz.  Foto: Thomas Meier

Die Sieger der vier Laufkategorien kamen heute, anders als in der Vergangenheit, aus vier unterschiedlichen Nationen. Während sich der Norweger Eirik Langedal Breivik (Herren 20) und der von seinem Ergebnis selbst überraschte Finne Arttu Lindqvist (Herren 18) nur knapp durchsetzen konnten, gab es in den Kategorien der Juniorinnen größere Unterschiede bei den Laufzeiten. In der D18 setze sich etwas überraschend Cécile Calandry aus Frankreich durch, während Simona Aebersold (Schweiz) nicht nur mit über zwei Minuten Vorsprung gewann, sondern auch die angegebene Siegerzeit um mehr als fünf Minuten unterbot.

Zum Abschluss findet am Sonntag eine Langdistanz statt, welche als Massenstartrennen ausgetragen wird. Gestartet wird ab 10 Uhr in vier Wellen. Das zum Teil offene Gelände mit detailreichem Plateau und leicht bewaldeten Hängen verspricht einen spannenden Wettkampf, in dem sich zeigen wird, ob das deutsche Team den guten 10. Platz in der Nationenwertung vom letzten Jahr verteidigen können wird.

Ergebnisse


Damen 18

1. Cécile Calandry	Frankreich	23:38 min
2. Eliane Deininger Schweiz 24:05 min
3. Marlin Haavengen Norwegen 24:26 min
50. Meike Hennseler Deutschland 35:41 min
51. Hannah Hänsel Deutschland 36:27 min
60. Lina Buchberger Deutschland 38:36 min
63. Solia Stamer Deutschland 39:58 min


Herren 18

1. Arttu Lindqvist	Finnland	23:16 min
2. Guilhem Elias Frankreich 23:41 min
3. Manuele Ren Schweiz 24:04 min
12. Riccardo Casanova Deutschland 26:11 min
36. Carlo Wengler Deutschland 29:36 min


Damen 20

1. Simona Aebersold	Schweiz		19:55 min
2. Ida Øbro Dänemark 21:57 min
3. Jasmina Gassner Österreich 23:40 min
18. Mareike Seeger Deutschland 26:44 min
28. Isabel Seeger Deutschland 29:02 min
38. Birte Friedrichs Deutschland 30:56 min
41. A.-C. Spangenberg Deutschland 31:40 min


Herren 20

1. Eirik L. Breivik	Norwegen	24:24 min
2. Simon Imark Schweden 24:40 min
3. Isac v. Krusenstierna Schweden 26:27 min
11. Colin Kolbe Deutschland 28:08 min
20. Veit Slodowski Deutschland 30:07 min
22. Erik Döhler Deutschland 30:25 min
33. Ole Hennseler Deutschland 34:19 min
37. Franz Gawlitza Deutschland 35:30 min
Cedrik Klein Deutschland Fehlst


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 07.10.2018

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