Orientierungslauf in Deutschland


Spannende Sprint-Wettkämpfe beim Euromeeting

Das sehr professionell organisierte Euromeeting in Kolding/Dänemark bot insbesondere die Möglichkeit die neue Disziplin Knock-Out Sprint für die Sprint-WM 2020 zu testen. Vier Läufer des Nationalteams nahmen diese Chance bei sehr gut besetzten Wettkämpfen wahr.

Ann-Charlotte Spangenberg beim Euromeeting
Ann-Charlotte Spangenberg beim Euromeeting  Foto: Nationalteam

Beim KO-Sprint nehmen die 36 Besten der Qualifikation am Viertelfinale teil. Danach werden in jedem Finale sechs Läufer gleichzeitig auf eine ungegabelte Strecke geschickt. In sechs 2 km langen Viertelfinals qualifizieren sich die 18 Schnellsten für die drei Halbfinals. Von dort gehen dann sechs Läufer ins Finale.

Drei von vier deutschen Startern erreichten die Viertelfinals. Das zuletzt viel kritisierte Herren-Sprintteam überraschte positiv, indem sich gleich beide Herren für das Viertelfinale qualifizieren konnten. Felix Späth, der diesen Herbst bereits eine gute Form bewies, erreichte denkbar knapp das Viertelfinale. Dort schien dann alles gut zu laufen und der Einzug ins Halbfinale schon sicher, als ein gegnerischer Läufer ihm beim Posten stempeln ausversehen den SI-Chip vom Finger riss.

"Alles schien schon so sicher und dann sowas!" Nicht einmal Schokolade konnte den schwer enttäuschten Felix im Ziel aufbauen.

Marvin Goericke hatte in einem stark besetzen Heat leider keine reelle Chance auf das Halbfinale.
Ann-Charlotte Spangenberg fehlten bei ihrem ersten Einsatz in der Elite nur 24 Sekunden für den Einzug ins Viertelfinale. Sie konnte im B-Finale trotzdem reichlich Erfahrung sammeln.
Susen Lösch gelang mit dem zweiten Platz in der Qualifikation eine kleine Überraschung. Im weiteren Verlauf des Tages erreichte sie trotz einiger Rempeleien das Halbfinale, hatte jedoch keine Chance auf das Finale gegen die starke Konkurrenz.

Manche Läufer liefen an diesem Tag mit drei bis vier Sprints und dreimal Ein- und Auslaufen insgesamt mehr als einen Halbmarathon.

Felix Späth mobilisiert die letzten Kraftreserven
Felix Späth mobilisiert die letzten Kraftreserven  Foto: Nationalteam

Am Sonntag fand zum Abschluss ein ganz normaler Sprint in Christiansfeld statt. Auf einer anspruchsvollen und abwechslungsreichen Bahn konnten Felix und Susen ein weiteres Mal ihre derzeit starke Form zeigen. Beide lagen im Ziel nur eine gute Minute hinter dem Tagessieger.

"Eine Routenwahl habe ich leider nicht richtig entschieden, aber trotz der Vorbelastung der letzten zwei Tage konnte ich noch einmal Vollgas geben." erzählte Susen nach dem Lauf.
Marvin und Ann-Charlotte berichteten von schweren Beinen beim fünften Sprint an diesem Wochenende.

Das Team inklusive Trainer hat wichtige Erfahrungen für die Sprint-WM 2020 gesammelt und hofft, dass auch dann so gut organisierte Wettkämpfe mit GPS und allem drum und dran angeboten werden.

Ergebnisse


Knock-Out Sprint, Samstag

Damen

1. K. Ohlsson		Schweden
2. L. Strand Schweden
3. A. Olsson Schweden


Herren

1. M. Kyburz 		Schweiz
2. I. von Krusenstierna Schweden
3. A. Sjökvist Schweden


Sprint, Sonntag

Damen

1. K. Ohlsson		Schweden	14:34 min
2. L. Strand Schweden 14:37 min
3. A. Falck Weber Dänemark 14:56 min
14. S. Lösch Deutschland 15:42 min
55. A.-C. Spangenberg Deutschland 18:09 min


Herren

1. T. Robertson		Neuseeland	14:21 min
2. Y. Michiels Belgien 14:24 min
3. A. Niemi Finnland 14:45 min
3. C. Meier Schweiz 14:45 min
27. F. Späth Deutschland 15:34 min
42. M. Goericke Deutschland 16:01 min


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Autor: Nationalteam
Eingestellt am 24.09.2018

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